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Studie zur Umweltverschmutzung: Chinas Städte ersticken

Studie zur Umweltverschmutzung: Aussichtslose Lage Fotos
REUTERS

Eine Untersuchung in chinesischen Städten zeigt das verheerende Ausmaß der Umweltverschmutzung: Nur drei Orte von 74 blieben demnach unter den staatlichen Grenzwerten, der Rest kämpft mit dem Smog. Die Regierung will nun einigen Regionen helfen - zu Lasten anderer Landesteile.

Peking - Die Worte von Chinas Regierungschef klangen drastisch. Er erkläre "der Verschmutzung den Krieg", sagte Li Keqiang am Mittwoch in einer Rede vor dem Nationalen Volkskongress. Doch der Gegner scheint momentan übermächtig: Laut einer Studie, in der Peking die Luftqualität von 74 Städten untersucht hat, wurden in fast allen Kommunen die vom Staat festgelegten Höchstwerte überschritten.

71 der analysierten Orte hatten im vergangenen Jahr demnach mit Verschmutzungsproblemen zu kämpfen, sagte der Vizechef der chinesischen Umweltschutzbehörde, Wu Xiaoqing, bei einer Rede vor dem Parlament am Samstag. Die einzigen Städte, die die Standards erfüllten, seien Haikou in der Inselprovinz Hainan, die tibetische Hauptstadt Llasa sowie der Küstenort Zhoushan im Südosten des Landes.

Wu sagte bei der Präsentation der erschreckenden Zahlen, dass sich Chinas Umweltprobleme nur durch einen Strategiewechsel bei der Wirtschaftsentwicklung des Landes erreichen ließen. "Die Verschmutzung ist der Preis, den wir für das Wirtschaftswachstum zahlen mussten, und dieser Preis ist sehr hoch", sagte er.

Im Sinne der "Kriegserklärung" des Premierministers arbeitet das Parlament laut Wu derzeit an neuen Gesetzen, die dem Umweltschutz dienen sollen. Unter anderem sollen Unternehmen, die Umweltauflagen nicht erfüllen, höhere Strafen zahlen.

Die Probleme sollen von Osten nach Westen verlegt werden

Der Plan konzentriert sich vor allem auf die Industrieregionen um Peking, Hebei und Tianjin sowie auf die Wirtschaftszentren Shanghai und Guangdong. Dort soll unter anderem die Energieproduktion durch Kohle verringert werden.

Umweltschützer befürchten jedoch, dass diese Strategie die Lage im Land noch verschlimmert: Statt die Wurzel des Übels zu bekämpfen, so die Sorge, werden die Probleme in andere Teile Chinas getragen. Vor allem große Regionen mit reichen Reserven an fossilen Brennstoffen wie die Innere Mongolei, Ningxia und Xinjiang seien dabei in Gefahr.

"Die Ankündigung des Premierministers macht zwar den Leuten Hoffnung, die in smogverseuchten Gegenden leben", sagte der Greenpeace-Aktivist Huang Wei in Peking. "Aber es wäre noch besser, wenn die Regierung einsehen würde, dass die Situation auch an Orten schlimm ist, auf die sich der Plan nicht bezieht."

Laut Angaben des Vizechefs der Umweltbehörde machen die drei Regionen, auf die sich der Plan konzentriert, nur acht Prozent der Fläche Chinas aus. Gemessen an der Gesamtproduktion werde dort 40 Prozent des Stahls, 55 Prozent des Betons und 52 Prozent an Benzin und Diesel hergestellt. Statt in den östlichen Regionen sollen Produktionsstätten demnach mehr in den Westen Chinas verlagert werden.

Offenbar dürfen die Unternehmen dort zum Start erst einmal mit weniger Restriktionen rechnen, was den Umweltschutz betrifft: "Wir hoffen, dass in diesen Regionen dann ebenfalls noch strikte Regeln geschaffen werden", sagte Wu.

cst/Reuters

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1. als wenn es in Dland nicht auch Kohlekraftwerke hätte
thanks-top-info 08.03.2014
Mitten in Freiburg zB ein altes aus den Sechzigern, und Freiburg ist Siedlung von Bergen umgeben und liegt im alten "Rheinbett", viel Wind ist da nicht zu erwarten. Und? Smog? ne, Filter vorm Schornstein! aber bedenklich ist schon, wenn man wie nun in China geradezu sieht, wie viel zB auch die Freiburger Kraftwerksabluft einatmen, auch wenn die groben Rußpartikel aus der Luft heraus gefiltert sind
2. In China geraten die Folgeschäden des rasanten Wirtschaftswachstums außer Kontrolle
wibo2 08.03.2014
Zitat von sysopREUTERSEine Untersuchung in chinesischen Städten zeigt das verheerende Ausmaß der Umweltverschmutzung: Nur drei Orte von 74 blieben demnach unter den staatlichen Grenzwerten, der Rest kämpft mit dem Smog. Die Regierung will nun einigen Regionen helfen - zu Lasten anderer Landesteile. http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/china-luftverschmutzung-in-73-staedten-ueber-dem-limit-a-957592.html
Ohne eine Reform des bestehenden politischen Systems und die Einführung demokratischer Strukturen wird es nicht möglich sein, die Umweltschäden zu bewältigen und eine bessere Lebensqualität wieder herzustellen. Mehr Meinungsfreiheit, weniger Diskurslenkung und mehr Pressefreiheit ist erforderlich, damit sich etwas ändern könnte. Das wirtschaftliche Modell, Güter und Geld gleichzeitig an Defizitländer zu exportieren, kommt zum Ende, weil es so einfach nicht weitergehen kann. Das haben die Machthaber jetzt selbst eingesehen.
3. ..
Seska Larafey 08.03.2014
Zitat von thanks-top-infoMitten in Freiburg zB ein altes aus den Sechzigern, und Freiburg ist Siedlung von Bergen umgeben und liegt im alten "Rheinbett", viel Wind ist da nicht zu erwarten. Und? Smog? ne, Filter vorm Schornstein! aber bedenklich ist schon, wenn man wie nun in China geradezu sieht, wie viel zB auch die Freiburger Kraftwerksabluft einatmen, auch wenn die groben Rußpartikel aus der Luft heraus gefiltert sind
Sicher es gibt Rauchfilter. Aber auch hier jammern die Freien Betriebe über diese Regeln. Besonders ältere Chef's ("damals haben wir es einfach weg gekippt, und heute 10.000€ nur für nachschauen ob es nicht schädlich ist, das Entsorgen kostet extra!") jammern über diese Grünen Regelungen Aber, es hat sich gelohnt In China, kaufen auf die meisten Privat Personen, die es sich leisten können, Luftfilter für ihre Wohnungen. Um wenigstens ihre Kinder den Smog zu ersparen. Wie sie sicher schon merken, will ich hinaus. Das Filtersysteme Geld kosten. Das ist hier einfach das Problem. Keiner hat das Geld oder will das Geld ausgeben für Industrie Filtersysteme Aber. Wenn Sie es nicht machen, wird der "Drache" einen hohen Preis verlangen. Nämlich die Gesundheit der aktuellen Generation und deren die nachkommen. in kurz "Der Drache frisst seine Kinder"
4. Atomkraftwerke
ichbinsjetzt 08.03.2014
sind die Alternative. Aber die ganze Welt lechzt nach billigen Waren, made in China. Nachhaltig hergestellte Waren sind zu teurer und werden nicht gekauft. Es wird nicht besser werden, da jeder seine Arbeitskraft höher einschätzt, aber indirekt Sklavenarbeit und Umweltverschmutzung in Kauf nimmt. Hauptsache im eigenen Bereich ist alles sauber.
5.
tomymind 08.03.2014
Zitat von ichbinsjetztsind die Alternative. Aber die ganze Welt lechzt nach billigen Waren, made in China. Nachhaltig hergestellte Waren sind zu teurer und werden nicht gekauft. Es wird nicht besser werden, da jeder seine Arbeitskraft höher einschätzt, aber indirekt Sklavenarbeit und Umweltverschmutzung in Kauf nimmt. Hauptsache im eigenen Bereich ist alles sauber.
Blödsinn, die Chinesen müssten 1. sich an ihre eigenen Gesetze halten, ja die haben sie und 2. schärfere Gesetze/Grenzwerte erlassen, wollen sie aber nicht. Gilt übrigens für Vietnam, Bangladesh und, und, und. Ach so dann werden die Waren teurer? Was das aber mit "uns" zu tun haben soll, erschliesst sich nur Ihnen, für mich ist nennt sich das Wirtschaft im Kapitalismus
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