Clevere Tauschgeschäfte Rabenvögel warten freiwillig auf gutes Futter

Rabenvögel haben offenbar ein besonderes Talent für Tauschgeschäfte - und wissen, wann sich Warten lohnt: Die Tiere verschmähen schlechtes Futter, wenn sie später dafür besseres bekommen. Doch beliebig lang können sie ihr Verlangen nach Nahrung nicht kontrollieren.

Krähe am Wasserhahn: Warten auf Futter, wenn es sich lohnt
REUTERS

Krähe am Wasserhahn: Warten auf Futter, wenn es sich lohnt


London - Rabenvögel sind offenbar clevere Tauschpartner. Wissenschaftler aus Frankreich, Österreich und Großbritannien haben herausgefunden, dass die Vögel minderwertiges Futter unangetastet lassen, wenn sie es später gegen eine einen besseren Leckerbissen eintauschen können. Die Entscheidung zum Warten machen die Tiere sowohl von der Qualität der Belohnung als auch von der Wartezeit abhängig, schreiben die Forscher im Fachblatt "Biology Letters".

Bei ihren Experimenten arbeiteten die Experten mit zwölf Vögeln, davon sechs Rabenkrähen und vier Raben aus der Konrad Lorenz Forschungsstelle im österreichischen Grünau und zwei weiteren Raben aus dem Zoo in Edinburgh. Diesen brachten sie zunächst das Tauschen bei. Später stellten sie die Tiere vor die Wahl: entweder schlechtes Futter sofort oder gutes Futter nach einer Wartezeit.

Die größte Ausdauer besaßen nach Angaben der Wissenschaftler zwei Krähen. Sie warteten bis zu 320 Sekunden auf ihre Belohnung, ohne das minderwertige Futterstück anzurühren. Damit waren sie jedoch die Ausnahme. Generell nahm die Tauschbereitschaft der schwarzen Vögel mit zunehmender Wartezeit ab. Schon bei einer Wartezeit von mehr als 40 Sekunden kam es in weniger als der Hälfte der Tests zum erfolgreichen Tausch, schreiben die Forscher.

Trotzdem sieht das Team um Valerie Dufour von der Universität Straßburg in den Ergebnissen einen Durchbruch. Diese zeigten, dass Rabenvögel ihr unmittelbares Verlangen nach Nahrung kontrollieren könnten, um in naher Zukunft noch besseres Futter zu bekommen.

cib/dpa

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insgesamt 3 Beiträge
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Bundeskanzler20XX 14.09.2011
1. .
Die Kaninchen einer Freundin machen das auch. Legt man ihnen Heu hin, bleiben die solange bei einem, bis man wieder geht, erst dann hüpfen sie zum Heu. Es könnte ja noch was besseres geben.
Zorpheus 14.09.2011
2. Katzen
Katzen sind da noch schlimmer. Manche betteln ewig nach dem guten Futter, und fressen nie etwas anderes wenn Menschen in der Nähe sind. Nur wenn sie glauben, dass es niemand mitbekommt, fressen sie auch das einfache Futter. Das kann Stunden dauern.
schnurzelpu 14.09.2011
3. 320 Sekunden.
Kann das der Mensch toppen? Werde das heute an meinen Kindern testen. Ich wette Sie stopfen die minderwertigen Süßigkeiten sofort in sich hinein und argumentieren mich dann ohnmächtig um sich die Hochwertigen auch noch einzuverleiben.
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