Klima Treibhausgas-Ausstoß der EU fällt um ein Viertel seit 1990

Um 40 Prozent gegenüber 1990 will die EU ihren CO2-Ausstoß bis 2030 senken. Fast 25 Prozent sind bereits erreicht. Für die Entwicklung gibt es drei Gründe.

Kohlekraftwerk Mehrum und Windräder
DPA

Kohlekraftwerk Mehrum und Windräder


Der Ausstoß von Treibhausgasen in den EU-Staaten ist auf einen neuen Tiefstand seit 1990 gesunken. Das berichtete die Europäische Umweltagentur (EEA).

2014 stießen die Länder demnach 4,1 Prozent weniger klimaschädliche Gase aus als im Jahr davor. Seit 1990 haben sie ihre Emissionen nach Angaben der EEA um fast ein Viertel - um 24,4 Prozent - verringert.

"Das ist ein wichtiger Schritt dahin, unsere Klimaziele für 2030 und 2050 zu erreichen", sagte EEA-Chef Hans Bruyninckx. Bis 2030 will die EU ihre Treibhausgasemissionen auf mindestens 40 Prozent gegenüber 1990 senken. Auch in Deutschland ist der Treibhausgasausstoß 2014 gesunken.

Die EEA nennt drei Gründe für die Entwicklung: Für den Trend sei die immer stärkere Nutzung von erneuerbaren Energien verantwortlich, hieß es. Aber auch der Wirtschaftsabschwung habe dazu beigetragen. Zudem sei der Energiebedarf der Haushalte auch wegen der warmen Wintermonate in den vergangenen Jahren gesunken.

Global hat die Menge Kohlendioxid (CO2) in der Luft im vergangenen Jahr einen großen Sprung gemacht. Das Treibhausgas gilt als Hauptantrieb der Klimaerwärmung. Seit Beginn der Messungen vor 56 Jahren war der Zuwachs nie zuvor so schnell gegangen.

Gasreiche Waldbrände

Im vergangenen Jahr habe sich die CO2-Menge um drei Teilchen pro Millionen Luftteilchen erhöht. Von Februar zu Februar fiel der Anstieg gar noch stärker aus.

Mittlerweile kommen auf eine Million Luftteilchen 404 CO2-Teilchen - bevor der Mensch mit Autos, Fabriken und Kraftwerken Abgase in die Atmosphäre pustete, waren es 280. Der Mensch hat den CO2-Gehalt der Luft damit mittlerweile um mehr als 40 Prozent erhöht.

In den vergangenen Monaten verstärkte ein Naturphänomen den CO2-Ausstoß: Die pazifische El-Niño-Witterung brachte Trockenheit nach Südasien, wo daraufhin riesige Waldbrände gigantische Mengen CO2 freisetzten.

Im Dezember hatte die Weltgemeinschaft beschlossen, den CO2-Ausstoß deutlich senken zu wollen: In der zweiten Hälfte des Jahrhunderts soll dem Klimavertrag zufolge ein Gleichgewicht erreicht werden zwischen dem Ausstoß von Treibhausgasen und deren Absorption - beispielsweise durch Meere und Wälder oder durch technische Mittel wie CO2-Verklappung.

Die Wahrheit über die Erwärmung

boj/dpa

insgesamt 34 Beiträge
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stefan.putt 22.06.2016
1. Warum?
CO2 hat nicht das geringste zu tun mit das Klima. Um Wärme zu Reflektieren muss CO2 erst das wärme absorbieren.
chwe 22.06.2016
2. Da fehlt doch ein Punkt: Verlagerung der Industrie
Europa hat sich deindustrialisiert, so entsteht das CO2 jetzt eben in China.
karl15 22.06.2016
3. Was nicht angesprochen wird
Die Frage ist, wie schaut es aus, wenn man berücksichtigt, dass vieles außerhalb der EU produziert wird, was wir konsumieren. Gleichzeitig produzieren wir aber auch für Länder außerhalb der EU. Das macht es nochmal komplizierter, es gibt ein +X und ein -Y.
der.tommy 22.06.2016
4. @stefan.putt
Und genau das macht co2 in der Atmosphäre. Es absorbiert von der Oberfläche angestrahlte Wärme (infrarotstrahlung) und emittiert sie in alle Richtungen (auch zu Erde zurück). Was wollen sie uns mit ihrem Kommentar sagen? Dass sie elementare Prinzipien der Chemie und Physik nicht verstehen?
r_dawkins 22.06.2016
5. @stefan.putt
Ich bewundere aufrichtig Ihre Hartnäckigkeit! Ändert jedoch nichts daran, daß Ihre Argumente zum Thema Klima und CO2 ( wie immer ) sinnbefreit sind: Stichworte wie "Thermodynamik" und "Energieerhaltung" einfach nur zu erwähnen, ohne deren Bedeutung zu kennen ist noch lange keine Argumentationskette. Kleine Anmerkung von mir: "Die Tendenz inkompetenter Menschen, sich selbst zu überschätzen, wird heute als Dunning-Kruger-Effekt bezeichnet."
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