Delfine leben in engen Sozialverbänden. Schon kurz nach der Geburt entwickeln sie typische Laute, an denen ihre Artgenossen sie erkennen können. Umgekehrt kopieren die Meeressäuger die für einen bestimmten Delfin typischen Laute, um mit ihm zu kommunizieren. Eine Studie im Fachmagazin "Proceedings of the Royal Society B" zeigt nun: Diese Art der Kommunikation ist ein Zeichen enger Verbundenheit.
Die Wissenschaftler analysierten 10.219 Rufe wild lebender Delfine aus der Sarasota Bay an der Westküste Floridas und setzten sie in Bezug zur sozialen Verbindung der Tiere. Außerdem beobachteten sie das Kommunikationsverhalten von vier in Gefangenschaft lebenden Großen Tümmlern aus dem "The Seas"-Aquarium in Florida.
Die Studie lege nahe, dass Delfine nur mit solchen Artgenossen über Nachahmung kommunizieren, die sie wiedersehen wollen. "Die Tatsache, dass Große Tümmler sich gegenseitig rufen, wenn sie voneinander getrennt sind, unterstützt diese These", so King.
Zuvor war unklar, ob die Pfeiftöne nicht auch ein Zeichen von Aggression sein könnten. "Dass sich die Tiere rufen, zeigt auch, dass sie sich ihrer eigenen und der Identität ihres Gegenüber bewusst sind", erklärte Randall Wells vom Mote Marine Laboratory in Sarasota gegenüber WFLA-TV.
Den Forschern fiel außerdem auf, dass die Delfine winzige Veränderungen in die Rufkopien einbauen, so dass sich diese vom Original unterscheiden lassen. "Im nächsten Schritt werden wir Delfinen Aufnahmen ihrer eigenen Rufe vorspielen", so King. "Sollten sie auf diese reagieren, zeigt das eindeutig, dass sie die Laute nutzen, um sich gegenseitig anzusprechen."
jme
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