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Waldinventur 2014: 20 Milliarden Hundertjährige

Gut drauf: Buchen an der Steilküste des Nationalparks Jasmund auf der Insel Rügen Zur Großansicht
DPA

Gut drauf: Buchen an der Steilküste des Nationalparks Jasmund auf der Insel Rügen

90 Milliarden Bäume wachsen in Deutschland - und ihnen geht es besser: In den Forsten steht so viel Holz wie seit Jahrhunderten nicht mehr, zeigt die Waldinventur. Viele Bäume werden älter als hundert Jahre.

Berlin - Ein schönes Ergebnis: Der deutsche Wald wird älter und vielfältiger, wie eine am Mittwoch vorgelegte aktuelle Bestandsaufnahme, durchgeführt von Bund und Ländern, ergab. Im Schnitt stehen die Bäume seit 77 Jahren und damit viereinhalb Jahre länger als nach einer Erhebung zehn Jahre zuvor. Knapp ein Viertel des Waldes ist älter als hundert Jahre. Zudem gebe es mehr Laubbäume und mehr Mischwälder, deren Anteil um drei Punkte auf 76 Prozent stieg. Reine Fichtenwälder wurden dafür weniger.

Die Daten stammen aus einer großen Waldinventur, die Bund und Länder alle zehn Jahre vornehmen. Sie wurden 2011/2012 erhoben und mit Ergebnissen von 2002 verglichen. Wald bedeckt fast ein Drittel der Fläche Deutschlands.
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Buche, Lärche, Kiefer: Wie viele Bäume wachsen in deutschen Wäldern?

"Es geht dem deutschen Wald gut", sagte Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt (CSU) bei der Vorstellung der Ergebnisse in Berlin. Schädigungen durch Luftverschmutzung wie in den Achtziger Jahren seien überwunden. Das Bewirtschaftungsprinzip sei "Schützen durch nützen".

Ziel eines weiteren Waldumbaus sei, dass es mehr verschiedene sowie junge und alte Bäume nebeneinander gebe. Dadurch gelten Wälder als besser geschützt gegen Stürme, Schädlinge und Klimaveränderungen. In den Wäldern befindet sich nun auch mehr Totholz abgestorbener Bäume. Dort können etwa Pilze, Flechten, Insekten und Vögel leben.

In den Wäldern steht so viel Holz wie seit Jahrhunderten nicht mehr, wie das Ministerium erläuterte. Der Holzvorrat wuchs von 2002 bis 2012 um sieben Prozent auf 3,7 Milliarden Kubikmeter. Wichtigste Baumarten sind Fichten, Kiefern, Buchen und Eichen. Generell gibt es immer mehr dicke Bäume. Die Waldfläche ist mit 11,4 Millionen Hektar seit 2002 konstant geblieben. Knapp die Hälfte der Flächen sind Privatwald. Insgesamt wachsen in Deutschland 90 Milliarden Bäume.

Umweltverbände sprachen von einer Waldentwicklung in die richtige Richtung. Dringend nötig sei aber ein Netz ungenutzter Flächen, in denen die Natur sich selbst überlassen sei, forderte die Organisation WWF. Aus Sicht der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Waldbesitzerverbände erweist sich Kritik an "ökologisch kranken" Wäldern als falsch.

nik/dpa

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insgesamt 18 Beiträge
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1. Stimmen diese Zahlen?
nonamebrand 08.10.2014
Auf 11,4 Millionen Hektar wachsen 90 Milliarden Bäume? D.h. auf einen Hektar kommen so um die 8000 Bäume. Nachdem ein Hektar 10 000 Quadratmeter hat kommt auf einen Baum nur so um die 1,2 Quadratmeter. Ich bezweifle diese Zahlen.
2. Komisch ...
wusel8 08.10.2014
... und ich hätte schwören können, im beliegenden Spiegel-Quiz zum Thema heißt es, es gäbe 8 Milliarden Bäume in Deutschland. Auch die 76% Laub- und Mischwälder klingen dort irgendwie anders. Der sorgsame Umgang mit Zahlen ist anscheinend wirklich nicht die Stärke der SPIEGEL-Redaktion ...
3. lesen hilft
rwj 08.10.2014
In Deutschland!!! gibt es 90 Milliarden Bäume. Allein auf meinem Grundstück (kein Wald) wachsen 10 Bäume.
4. Sie können es auch über die Kubikmeter rechnen
kioto 08.10.2014
bei 3,7 Mrd Kubikmetern auf 90 Mrd Bäumen bleibt für jeden 40l Holz. Solche haben ja auf 1,2 Qm Platz genug :-) Kioto
5.
oidahund 08.10.2014
Im Artikel heißt es, dass die Meenge an Holz um 3,7 Mrd m³ zu genommen hat. Die reine Holzmenge ist größer.
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