Versteinerung Sammler entdeckt Saurierskelett in Braunschweig

Der Fund wurde geheim gehalten, um die Ausgrabung nicht zu gefährden. In Braunschweig haben Forscher die versteinerten Knochen eines Meeressauriers entdeckt.

Staatliches Naturhistorisches Museum/ Foto: A. Ritter

Ein Fossiliensammler hat in Braunschweig das knapp 180 Millionen Jahre alte Skelett eines Meeressauriers entdeckt. Der Ichthyosaurier ist zu etwa ein Drittel erhalten, seine Knochen sind teils mannsgroß. Identifiziert worden seien bereits etliche Wirbel, Rippen, Schädel- und Paddelknochen, sagte Ralf Kosma vom Naturhistorischen Museum Braunschweig.

Früher hatten Forscher an der selben Stelle schon mehrfach Ichthyosaurier-Überreste gefunden. Zum Teil werden diese in der Dauerausstellung des Museums präsentiert. Vor knapp drei Jahren waren Wissenschaftler sogar auf ein vollständig erhaltenes, über vier Meter langes Fischsaurier-Skelett gestoßen.

Die Ichthyosaurier waren hoch spezialisierte Meeresreptilien, die von echsenartigen Vorfahren abstammten. Ihre Beine glichen Paddeln, und der Körper sah delfinähnlich aus. Die Tiere bekamen ihre Jungen lebend im Meer und mussten für die Eiablage nicht an Land.

Der neue Fund sei zwei Wochen lang geheim gehalten worden, um die Freilegung und Bergung des Skeletts nicht zu gefährden, berichtet Museumsdirektor Ulrich Joger. Nun hoffen die Museumsleute, dass der neu entdeckte Ichthyosaurier der bis zum November laufenden Sonderausstellung "Jurameer - Niedersachsens versunkene Urwelt" noch mehr Besucher beschert.

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boj/dpa

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