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04. Mai 2012, 20:41 Uhr

Bio-Hof in Niedersachsen

Mit PCB kontaminierte Eier gefunden

Die Giftstoffwerte in den Eiern überstiegen die erlaubte Höhe um 100 Prozent: Erneut sind in einem Bio-Hof in Niedersachsen belastete Eier gefunden worden. Das Landwirtschaftsministerium veröffentlichte zum Schutz der Verbraucher den Erzeugercode.

Oldenburg - In einem niedersächsischen Legehennenbetrieb sind Eier mit erhöhtem Gehalt von dioxinähnlichem PCB (Polychlorierte Biphenyle) entdeckt worden. Die Eier wurden in einem Bio-Bauernhof im Kreis Oldenburg erzeugt, teilte das Landwirtschaftsministerium in Hannover am Freitagabend mit.

Die Eier wurden am vergangenen Mittwoch in einem Supermarkt in Bayern gefunden. Sie enthielten 80 Nanogramm PCB pro Gramm Eifett - damit überstiegen die PCB-Werte die von der EU erlaubte Höhe um 100 Prozent.

Die Eier von dem Bio-Hof in Niedersachsen, auf dem rund 18.000 Legehennen gehalten werden, dürfen nicht in den Handel gelangen. Außerdem wurden den Angaben des Ministeriums zufolge Tausende Eier in einer Packstelle in Sachsen-Anhalt und in den Niederlanden sichergestellt.

Eine unmittelbare Gesundheitsgefahr durch den Verzehr der belasteten Eier bestehe nicht. Da aber nicht ausgeschlossen werden könne, dass Verbraucher belastete Eier noch zu Hause aufbewahren, veröffentlichte das Ministerium den Erzeugercode 0-DE-0357911. Eier mit diesem Code sollten die Verbraucher vernichten.

Erst vor kurzem hatten Funde von Giftstoffen in Eiern in Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen für Unruhe gesorgt. Polychlorierte Biphenyle (PCB) sind ähnlich aufgebaut wie Dioxine. Die insgesamt 209 PCB sind unterschiedlich giftig. In Deutschland sind PCB nach Angaben des Umweltbundesamtes seit 1989 verboten, ihre Entsorgung sei jedoch weltweit ein Problem.

kha/dpa/dapd

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