Einigung von Cancún: Aus dem Koma erwacht

Ein Kommentar von Christian Schwägerl, Cancún

Der Uno-Klimaschutz war schon abgeschrieben, nun gibt es neue Chancen. Doch die Kompromisse von Cancún können nur ein Anfang sein. Es geht darum, den westlichen Lebensstil neu zu erfinden.

Müllverbrennungswerk im indischen Chandigarh: Letzte Chance zum Glück genutzt Zur Großansicht
REUTERS

Müllverbrennungswerk im indischen Chandigarh: Letzte Chance zum Glück genutzt

Die Staaten der Welt haben am Samstag ein schweres Trauma überwunden. Genau vor einem Jahr waren 120 Staats- und Regierungschefs mit einem globalen Plan gegen die Erderwärmung gescheitert: Der Streit darüber, wer in den kommenden Jahrzehnten weniger Kohle, Öl und Erdgas verbrennt, wer seine Wälder besser schützt und wer seine Rinderherden verkleinert, endete im Crash der Klimaverhandlungen.

Viele Beobachter folgerten, die Menschheit sei eben nicht fähig, kollektiv zusammenzuarbeiten. Sie erklärten den Multilateralismus, also das Zusammenwirken vieler Staaten, zum todkranken Patienten. Doch beim Endspurt des Klimagipfels von Cancún herrschte nun ein neuer und frischer Geist der Zusammenarbeit - ganz anders als damals in Kopenhagen.

Der Multilateralismus ist aus dem Koma erwacht. Nachdem Ende Oktober schon der Uno-Naturschutzgipfel mit einem Erfolg endete, ist es nun das zweite Lebenszeichen.

Offenbar saß das Trauma von Kopenhagen auch bei den neuen Großmächten China, Brasilien und Indien so tief, dass diese kein Interesse an einer neuen, destruktiven Machtdemonstration hatten. Die US-Regierung war nach den Enthüllungen durch WikiLeaks bemüht, sich auf der Weltbühne nicht noch unbeliebter zu machen. Und auch die klassischen Entwicklungsländer setzten auf Kooperation statt auf Sabotage. Obwohl die Uno-Gipfel unter ihrem Gigantismus leiden, fanden die Unterhändler mit Ausnahme von Bolivien zur eigenen Überraschung einen gemeinsamen Kurs.

Die Milliardenlücke

Damit wird das Trauma von Kopenhagen wohl erfolgreich therapiert. Doch reicht das auch, um einen gefährlichen Klimawandel abzuwenden? Achim Steiner, der Chef des Uno-Umweltprogramms Unep, hat in Cancún vorgerechnet, dass der Ausstoß von Treibhausgasen sehr schnell seinen Höhepunkt erreichen und dann sinken muss, um den schlimmsten Risiken der Erderwärmung zu entgehen.

Selbst wenn die Staaten die Reduktionen vornehmen, die sie nun bekräftigt haben, werden in den kommenden Jahren aber jährlich fünf bis zehn Milliarden Tonnen Kohlendioxid pro Jahr zu viel in der Atmosphäre landen, warnte Steiner. Mehr also, als die Natur in Ozeanen, Böden und Pflanzen wieder aufnehmen kann. Das Gas bleibt in der Luft und speichert zusätzlich Sonnenenergie, die von der Erde abstrahlt. 2,5 bis 5 Grad Celsius Erderwärmung drohen.

Eine Einigung in Cancún wurde eben auch möglich, weil weder für die USA noch für China noch für irgendeinen anderen Staat konkret beziffert wurde, welche neuen CO2-Reduktionen bis wann verbindlich zu erbringen sind. Immerhin wurde das kollektive Ziel ausgelobt, dass die Industrieländer, die das Kyoto-Protokoll unterzeichnet haben, ihre Emissionen bis 2020 um 25 bis 40 Prozent reduzieren. Und auch die USA haben sich nun im Rahmen der Vereinten Nationen zu dem Ziel verpflichtet, die Erderwärmung unter zwei Grad gegenüber vorindustriellen Zeiten zu halten.

Angesichts der existentiellen Risiken, die mit dem Klimawandel einhergehen, sind die konkreten Zusagen dafür aber noch viel zu unklar und unverbindlich - von ihrer Umsetzung ganz zu schweigen. Es bleibt eine schwierige, aber alternativlose Aufgabe, auf der nächsten Klimakonferenz im südafrikanischen Durban jenen Masterplan anzustreben, der damals in Kopenhagen gesucht wurde.

Dieses Ziel aufzugeben, hieße zu riskieren, dass die Trendwende in den kommenden zehn bis zwanzig Jahren nicht gelingt. Im Jahr 2014 werden die Wissenschaftler des Weltklimarats IPCC neu beziffern, wie stark die Emissionen sinken müssen, um die Erwärmung unter zwei Grad Celsius zu begrenzen. Spätestens dann wird sichtbar, auf was für einem gefährlichen Kurs die Menschheit auch nach Cancún ist.

Unsägliches Recycling

Ein zweiter Bereich, in dem es nennenswerte Fortschritte gab, ist die Geldfrage. Der Übergang von einer Infrastruktur, die verschwenderisch mit fossilen Brennstoffen umgeht, zu einer, die effizient von erneuerbaren Energien gespeist wird, kostet Geld. Bis 2012 sollen Entwicklungsländer insgesamt 30 Milliarden Dollar dafür bekommen, ihre Wirtschaft mit modernen Technologien auszustatten - und so die Fehler des Westens nicht zu wiederholen. Bis 2020 sollen sogar 100 Milliarden Dollar jährlich mobilisiert werden.

Das sind stolze Summen, bei denen sich mancher Amerikaner oder Europäer fragen wird, ob sie auch gerechtfertigt sind. Hier kommt auf die Regierungen des Westens eine große Aufgabe zu, ihren Bürgern zu erklären, dass Nicht-Handeln noch viel teurer käme - in Form steigender Ölpreise, humanitärer Probleme und wirtschaftlicher Schäden durch den Klimawandel.

Die Industrieländer müssen vor allem das unsägliche Recycling von Hilfsgeldern beenden. Jetzt geht es darum, das Geld real zur Verfügung zu stellen statt von anderen Hilfsprojekten abzuziehen oder mit Krediten zu verrechnen. Ein Unterhändler aus der Demokratischen Republik Kongo brachte es am Freitag auf den Punkt: "Ich will nicht, dass das Geld für mein Waldschutzprojekt einer Schule in Kenia weggenommen wird."

Erfreulich ist auch, dass der Cancún-Gipfel einen Rahmen geschaffen hat, wie Menschen in waldreichen Gebieten dafür entlohnt werden, wenn sie den Naturreichtum erhalten statt ihn zu zerstören. "REDD" lautet das Uno-Kürzel für diese neue Form des Waldschutzes. Das Prinzip ist überzeugend: Wer die Waldzerstörung nachweisbar gegenüber heute vermindert, bekommt für den erhaltenen Wald eine finanzielle Belohnung. Die Welt fängt damit endlich an, für ökologische Dienstleistungen zu bezahlen, statt auf kostenlosen Raubbau zu setzen.

Doch bei "REDD" lauern Gefahren: zum Beispiel, dass Empfängerländer das Geld missbrauchen oder eingeborene Waldbewohner es als Sozialhilfe verpulvern, statt es als Investivmittel zu nutzen. Zudem muss verhindert werden, dass weiter artenreiche Primärwälder verschwinden, aber mit monotonen Plantagen aufgerechnet werden. Wenn REDD nicht in einem ähnlichen Debakel enden soll wie andere "innovative Finanzprodukte" der letzten Jahre, ist größte Wachsamkeit gefragt.

Die Spur in den Alltag

Wäre nach Kopenhagen auch Cancún gescheitert, wären die internationalen Klimaschutz-Verhandlungen womöglich wirklich am Ende gewesen. Die Uno und ihre Mitglieder haben diese letzte Chance zum Glück genutzt. Das ist aber kein Grund, sich nun beruhigt zurückzulehnen. Im Gegenteil geht jetzt vor allem jener "zweite Gipfel" los, von dem Unep-Chef Achim Steiner in Cancún gesprochen hat - der permanente Gipfel der Bürger, Firmen, Stadträte und Regierungen. Sie müssen dafür sorgen, dass die Beschlüsse nicht nur umgesetzt, sondern am besten übertroffen werden.

Von Cancún führt eine Spur in den Alltag jedes Einzelnen. Die Menschen - vor allem in den westlichen Ländern - haben die Macht, weniger Auto und mehr mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu fahren, ihren Fleischkonsum zugunsten hochwertiger pflanzlicher Lebensmittel einzuschränken, in erneuerbare Energien zu investieren, statt ihre Wohnungen mit fossilen Brennstoffen auf T-Shirt-Temperatur zu heizen. Zudem können sie Politiker dabei unterstützen, Steuergelder in Energieforschung, statt in kurzfristigen Konsum zu investieren, in grüne Infrastruktur statt in weiteren Raubbau.

So ließe sich demonstrieren, dass westlicher Wohlstand nicht heißen muss, den Planeten zugrunde zu richten. Neue, smartere Formen von Wohlstand sind möglich.

Der globale Klimagipfel wird mit dem Happy End in Cancún also erst beginnen.

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Forum - Klimagipfel - was bringt das Treffen in Cancún?
insgesamt 1663 Beiträge
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1. Er bringt mindestens...
ratxi 09.12.2010
Zitat von sysopWas passiert, wenn der Klimagipfel in Cancún scheitert? Weil bei der CO2-Senkung kaum Forschritte zu erzielen sind, hoffen Teilnehmer auf Einigungen bei anderen schädlichen Treibhausgasen wie Methan - doch auch der Alternativplan hat viele Gegner. Was bringt der Gipfel in Cancún?
...den Teilnehmern das Gefühl, unbeschreiblich wichtig zu sein. Und egal, was hinterher passiert, hätte man nur auf ihn (wen auch immer) gehört, wäre alles gut geworden...
2. Heiße Luft.
Wolf_68, 09.12.2010
Zitat von sysopWas passiert, wenn der Klimagipfel in Cancún scheitert? Weil bei der CO2-Senkung kaum Forschritte zu erzielen sind, hoffen Teilnehmer auf Einigungen bei anderen schädlichen Treibhausgasen wie Methan - doch auch der Alternativplan hat viele Gegner. Was bringt der Gipfel in Cancún?
Nichts. Ebenfalls nichts.
3.
oink_oink_weee 09.12.2010
"Rien ne va plus" solange werden es die Industrie-Staaten bzw die Macher, Tycoons, Cashsäue... treiben bis sich alles von selbst erledigt, Klimagipfel ist da überflüssig.
4. Klimalüge
Calex 09.12.2010
Zitat von sysopWas passiert, wenn der Klimagipfel in Cancún scheitert? Weil bei der CO2-Senkung kaum Forschritte zu erzielen sind, hoffen Teilnehmer auf Einigungen bei anderen schädlichen Treibhausgasen wie Methan - doch auch der Alternativplan hat viele Gegner. Was bringt der Gipfel in Cancún?
Und wenn die Klimalüge auch noch 10 Mio mal im Spiegel abgedruckt wird. Die Menschen glauben euch nicht mehr!!! Mit dem CO2 Wahn wird nur von der ECHTEN Umweltverschmutzung durch Großkonzerne (Anholzung des Tropenwaldes, Verunreinigung von ganzen Landstricken durch RAubbau an der NAtur etc.) abgelenkt und die Schuld dem Verbraucher in die Schuhe geschoben! Frei nach dem Motto: "Wer konsumiert trägt die Schuld". Nicht etwa die Konzerne, die nur Ihre Profite sehen und die Regierungen, die mit immer neuen Steuern die Zinsen der bereits auf 1000 Jahre verpfändeten Steuergelder abdecken wollen.
5. Der Gipfel bringt nix !
querulant_99 09.12.2010
Zitat von sysopWas passiert, wenn der Klimagipfel in Cancún scheitert? Weil bei der CO2-Senkung kaum Forschritte zu erzielen sind, hoffen Teilnehmer auf Einigungen bei anderen schädlichen Treibhausgasen wie Methan - doch auch der Alternativplan hat viele Gegner. Was bringt der Gipfel in Cancún?
Da bei dieser Konferenz nichts Substantielles herauskommen wird, plädiere ich für einen pragmatischen Weg, der die Folgen mildert, wie man es auch bei Erdbeben macht: Gar nicht erst versuchen, ein Erdbeben zu verhindern, sondern erdbebensicher bauen!
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Themen des Klimagipfels in Cancún
Waldschutz
Die Vernichtung der Wälder trägt nach Angaben des Uno- Klimasekretariats zu 17 Prozent zum menschengemachten Treibhauseffekt bei. Ärmere Länder sollen Geld erhalten, wenn sie ihren Wald schützen. Dazu muss es jedoch klare Regeln geben, was ein Wald ist. Zudem müssen die Artenvielfalt und die örtliche Bevölkerung beachtet werden. Die Industrieländer sollen Faktoren, die zur Waldzerstörung in Entwicklungsländern führen, beseitigen.
Anpassung
Ärmere Länder benötigen Geld, um die Folgen des Klimawandels zu lindern. Ein solches Programm reicht vom Dammbau bis zu Versicherungen gegen Wetterextreme.
Treibhausgasausstoß
Bisher haben einzelne Staaten nur auf freiwilliger Basis nationale Klimaziele vorgelegt. Diese reichen jedoch nicht aus, um die Klimaerwärmung auf zwei Grad zu begrenzen. Neue und verbindliche Zusagen sind nötig, wenn der Klimawandel auf ein für Mensch und Natur erträgliches Maß begrenzt werden soll. Neue Reduktionen könnten zum Beispiel aus dem Flug- und Schifffahrtsbereich kommen.
Finanzierung
In einer unverbindlichen Vereinbarung auf dem Klimagipfel von Kopenhagen hatten die reichen Staaten zugesagt, ab dem Jahr 2020 jährlich 100 Milliarden Dollar für Klimaziele in armen Ländern bereitzustellen. Vor einem umfassenden Klimavertrag müssten Finanzquellen aufgelistet und diese Zusage verbindlicher werden.

Außerdem wollten die Industrieländer den ärmeren Staaten insgesamt 30 Milliarden Dollar für 2010 bis 2012 für die Anpassung an den Klimawandel und eine umweltfreundliche Entwicklung geben. Klimaschützer kritisieren jedoch mangelnde Transparenz und befürchten, dass es dann Abzüge von der bisher geplanten Entwicklungshilfe gibt.
Überprüfung
Vor Abschluss eines umfassenden Vertrags muss sich die Staatengemeinschaft auf ein differenziertes Mess- und Kontrollsystem der Klimaschutzaktivitäten einigen. Darauf legen nicht zuletzt die USA Wert - und haben speziell China im Blick.

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Der lange Weg zum Klimaschutz
1988
Das Umweltprogramm der Vereinten Nationen (Unep) und die Weltorganisation für Meteorologie (WMO) gründen den Weltklimarat (IPCC). Der IPCC selbst betreibt keine Wissenschaft, er sammelt stattdessen Daten zum Klimawandel und entwickelt Strategien zur Anpassung. Das Gremium hat bisher vier sogenannte Sachstandsberichte verfasst, der nächste ist für 2014 geplant. Der IPCC ist nicht direkt in das Klimasystem der Uno eingebunden, liefert aber den wissenschaftlichen Hintergrund für die Verhandlungen.
1992
Auf der Konferenz der Vereinten Nationen über Umwelt und Entwicklung in Rio vereinbaren die Staaten, den Ausstoß der Treibhausgase so zu begrenzen, dass "sich die Ökosysteme auf natürliche Weise den Klimaänderungen anpassen können" und "die Nahrungsmittelerzeugung nicht bedroht wird". Nach Meinung vieler Forscher kann dieses Ziel erreicht werden, wenn die globale Temperatur nicht stärker als zwei Grad Celsius über den Wert vor der Industrialisierung im 19. Jahrhundert steigt. Eines der Ergebnisse des Gipfels von Rio sind die Unterschriften fast aller Staaten unter die Klimarahmenkonvention (UNFCCC), die zuvor in New York ausgehandelt worden war.
1994
Die Klimarahmenkonvention tritt in Kraft. Rund 190 Staaten haben sie mittlerweile ratifiziert, die USA ist auch dabei.
1997
Das Kyoto-Protokoll wird auf einem Gipfel in der japanischen Stadt verabschiedet. Es gilt als erster konkreter Schritt, um die Ziele der Klimarahmenkonvention umzusetzen. Die Industriestaaten verpflichten sich, den Ausstoß der wichtigsten Treibhausgase bis 2012 im Schnitt um mindestens fünf Prozent im Vergleich zu 1990 zu senken. Die Entwicklungsländer erhalten keine Auflagen. Inzwischen haben mehr als 180 Staaten Kyoto ratifiziert - nicht jedoch die USA.
2005
Das Kyoto-Protokoll tritt in Kraft, nachdem zuvor auch Russland den Vertrag gebilligt hat und so die Zahl der nötigen Ratifikationen erreicht ist. Das Abkommen läuft 2012 aus. Um seinen Nachfolger geht es beim Klimagipfel in Kopenhagen.
2007
Der Klimagipfel auf der indonesischen Insel Bali vereinbart einen Fahrplan für ein Nachfolgeabkommen zum Kyoto-Protokoll. Dieser Fahrplan sieht vor, die Verhandlungen innerhalb von zwei Jahren zu beenden - bis zur Klimakonferenz in Kopenhagen. Gelungen ist das allerdings nicht, auch nach Kopenhagen werden die internationalen Gespräche weitergehen müssen.
2009
Auf dem Klimagipfel in Kopenhagen wollen sich die Staaten auf ein bindendes politisches Abkommen einigen. Erstmals sind nicht nur die Umweltminister, sondern auch die Staats- und Regierungschefs direkt an den Verhandlungen beteiligt. Doch anstatt die ungeheuren Erwartungen zu erfüllen, endet der Gipfel in einem Desaster: Am Ende des zweiwöchigen Ringens steht ein Mini-Kompromiss, der kaum Konkretes enthält und für den globalen Klimaschutz einen herben Rückschlag bedeutet.
Interaktive Karte
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Im Überblick: Kipp-Punkte des Weltklimas