Westerland - Wahrscheinlich ist das warme Wetter den Fischen zum Verhängnis geworden. Es handele sich um eine "ungewöhnlich große Anzahl", teilte die Wasserschutzpolizei in Husum mit. Um die Ursache für das Fischsterben eindeutig festzustellen, würden nun Wasserproben untersucht.
Allerdings äußerten die Polizisten einen Verdacht: Eine Algenblüte vor der nordfriesischen Insel könnte dem Meerwasser soviel Sauerstoff entzogen haben, dass die Heringe erstickt seien, sagte Wolfgang Boe, der Sprecher der Wasserschutzpolizei Husum. Die Laboranalyse soll nun für Gewissheit sorgen.
Seit Tagen herrsche Ostwind, sagte Norbert Grimm, der Landschaftsschutzbeauftragte der Insel. Der Wind habe das Oberflächenwasser von der Insel weg getrieben. Das nachströmende Wasser sei durch die Algenblüte zum Teil sehr sauerstoffarm. Der Schwarm junger Heringe könne - vermutlich auf der Flucht vor Makrelen - in dieses aufsteigende Wasser geraten sein. Betroffen ist ein Strandabschnitt zwischen Westerland und Wenningstedt.
stx/AFP/AP/dpa
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