Florida: Schlange verschlingt ausgewachsenen Hirsch

Selbst für einen Python war es eine ungewöhnliche Mahlzeit: In Florida hat eine Riesenschlange einen 35 Kilogramm schweren Hirsch verdrückt. Wildhüter erlegten das Reptil, in der Gegend breiten sich die Kriechtiere gefährlich aus - immer wieder kommt es zu Zwischenfällen.

Großen Appetit: Heizdecke, Golfbälle, Alligator als Pythonmahlzeit Fotos
AP/ SFWMD

Ein Python in Florida hat einen angeblich ausgewachsenen weiblichen Hirsch verschlungen, die Beute war 35 Kilogramm schwer. Wildhüter des Everglades-Nationalpark haben die Schlange erlegt, sie präsentierten Fotos. Der Tigerpython sei mit knapp fünf Metern Länge eines der größten Exemplare, die jemals im Süden Floridas gefunden wurden, erklärte Scott Hardin, ein Experte für Reptilien von der Wildlife Commission in Florida.

Normalerweise verzehren die Riesenschlangen Kleintiere und Vögel. Mitunter stürzen sich die Kriechtiere auf ihren nächtlichen Beutezügen aber auch auf größere Tiere: Der Python wickelt sich rasant um den Hals des Opfers, bis es erstickt. Dann schnappt die Schlange mit ihren äußerst dehnbaren Kiefern zu.

Hin und wieder verschlingen Pythons Tiere, die deutlich größer sind als sie selbst - das verschluckte Opfer dehnt den Schlangenkörper, die Umrisse des erlegten Tieres zeichnen sich deutlich ab. Nach etwa einer Woche ist die Mahlzeit verdaut.

Geplatzte Riesenschlange

Der Tigerpython gilt als eine der längsten Schlangen. Er lebt meist in den Dschungeln Südostasiens. Die Tiere gelten aber als anpassungsfähig, sie besiedeln auch landwirtschaftliche Gebiete.

In Florida versuchen Wildhüter seit langem zu verhindern, dass sich Pythons weiter ausbreiten. Laut einer Studie nimmt die Zahl der Pythons in den US-Südstaaten stark zu. Das Problem scheint menschengemacht: Die meisten Schlangen wurden als Haustiere importiert und später in der Natur ausgesetzt. Gelegentlich erwürgen Riesenschlangen auch Menschen.

Manche Riesenschlangen überschätzen jedoch ihr Fassungsvermögen: In Florida wurde vor sechs Jahren ein geplatzter Python entdeckt, der einen Alligator verschluckt hatte. Ein Forscher hatte den aufgeplatzten Python entdeckt, in dessen Bauch der Alligator zu sehen war. Kopf, Schultern und Vorderbeine der Beute steckten noch im Körper der Riesenschlange. Andere Pythons verwechselten Gegenstände mit Beutetieren - die kuriosesten Bilder zeigt die Fotostrecke.

Anmerkung der Redaktion: In einer ersten Version dieses Artikels wurde die Riesenschlange fälschlicherweise als Netzpython bezeichnet. Es handelt sich jedoch um einen Tigerpython. Wir bitten den Fehler zu verzeihen.

boj/dapd

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insgesamt 86 Beiträge
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1. Warum?
yanasa 29.10.2011
Ja, aus welchem Grund wurde nun der größte Python überhaupt umgebracht? Der hätte ja auch in einem der vielen Parks als Touristenattraktion herhalten können...
2.
obacht! 29.10.2011
Zitat von sysopSelbst für einen*Python war es eine ungewöhnliche Mahlzeit: In Florida hat eine Riesenschlange einen 35 Kilogramm schweren Hirsch verdrückt. Wildhüter erlegten das Reptil, in der Gegend breiten sich die Kriechtiere gefährlich aus*- immer wieder kommt es zu Zwischenfällen. http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/0,1518,794763,00.html
Ein ausgewachsener Hirsch.....35 Kilo "schwer" soso, ähm mein Hund wiegt 33 Kilo.
3.
beutzemann 29.10.2011
Zitat von sysopSelbst für einen*Python war es eine ungewöhnliche Mahlzeit: In Florida hat eine Riesenschlange einen 35 Kilogramm schweren Hirsch verdrückt. Wildhüter erlegten das Reptil, in der Gegend breiten sich die Kriechtiere gefährlich aus*- immer wieder kommt es zu Zwischenfällen. http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/0,1518,794763,00.html
Merkel in Florida gesichtet... :-) Berichterstatter lotst Kinder von Politikern von der Straße... WEIA :-)
4. Einen ...
unifersahlscheni 29.10.2011
... unserer Spessart Hirschen hätt sie aber nicht gepackt. :o)
5.
mcm23 29.10.2011
Zitat von obacht!Ein ausgewachsener Hirsch.....35 Kilo "schwer" soso, ähm mein Hund wiegt 33 Kilo.
Das ist die neue, journalistische Qualität der Spiegelredaktion... Hier wird eben nichts mit der heißen Nadel gestrickt, wie in so vielen anderen Redaktionen...
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