Von Axel Bojanowski
Seit der Besiedelung Islands im 9. Jahrhundert wurden dort rund 200 heftige Ausbrüche dokumentiert, es muss also jederzeit mit Eruptionen gerechnet werden. Die letzte größere ereignete sich 1996. Damals bremsten allerdings mächtige Gletscher die Explosion - es kam dafür zu gewaltigen Sturzfluten. 1783 kam es zur größten Katastrophe: Ein wochenlanger Ausbruch des Laki hüllte Island monatelang in einen Dunstschleier. 10.000 Menschen starben, was einem Fünftel der Bevölkerung entsprach. Hunderttausende Nutztiere verendeten auf den Feldern. Am Grund von Seen in Deutschland haben Geologen diverse Aschelagen früherer isländischer Vulkanausbrüche aus den vergangenen Jahrhunderten entdeckt. Die mächtigste stammt vom Ausbruch des Laki - er transportierte ungefähr 1000-mal mehr Material als der derzeitige Ausbruch.
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