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Gefährdete Meeresbewohner: Nemo und seine Freunde sterben aus

Der Clownfisch Nemo, die Meeresschildkröten Squirt und Crush, aber auch das Seepferdchen Sheldon: Im Disney-Film noch quietschfidel sind diese Tiere in der realen Unterwasserwelt vom Aussterben bedroht. Meereswissenschaftler schlagen Alarm.

Star in "Findet Nemo": Clownfisch sind vom aussterben bedroht Zur Großansicht
DPA/ IUCN/ SFU

Star in "Findet Nemo": Clownfisch sind vom aussterben bedroht

Der Animationsfilm "Findet Nemo" endet gut: Der kleine Clownfisch Nemo wird von seinem Papa in den Weiten des Ozeans nach vielen Strapazen gefunden. Naturschützer befürchten jedoch, diese Fischart könnte bald in der realen Meereswelt nirgends mehr zu finden sein. Die Zahl der farbenfrohen Tiere schrumpft. Doch nicht nur sie sind in Gefahr: Jeder sechste Unterwasserbewohner, der in dem Animationsfilm von 2003 vorkommt, droht auszusterben, berichtet die Weltnaturschutzorganisation IUCN in einer gemeinsamen Studie mit der kanadischen Simon Fraser University im Fachjournal "Conservation Letter".

Die Meereswissenschaftler untersuchten das aktuelle Vorkommen von mehr als 1500 Meeresbewohnern, die in dem Kinohit zu sehen waren. Besonders schlimm steht es dem Report zufolge um die Zukunft von Schildkröten und Haien. Alle Meeresschildkröten sowie mehr als jede zweite Gattung der Hammerhaie und Adlerrochen seien gefährdet. Besonders bedroht sind auch die Seepferdchen: Zwei von fünf Arten stehen vor dem Aussterben.

Kommerzieller Fischfang und der Handel mit seltenen Meerestieren seien die größte Bedrohung: "Fische wie Nemo in einem Büroaquarium zu halten, Suppe mit Haifischflossen zu schlürfen und Seepferdchen als Kuriosität zu verkaufen - all das fordert nun seinen Tribut", sagt Studienautorin Loren McClenachan von der kanadischen Universität.

Der Bericht zeige laut Co-Autor und Biologie-Professor Nicholas Dulvy, dass die Tiere zu wenig geschützt seien vor dem internationalen Handel. "Nur eine von zehn gefährdeten Hai- und Rochenarten ist in den Internationalen Handelskonventionen CITES berücksichtigt worden", ergänzt Dulvy. Diese Richtlinien und internationale Artenschutz-Initiativen müssten ausgebaut werden, um das Überleben unzähliger Meerestiere zu sichern. "Wenn wir nicht mehr Rücksicht nehmen auf die lebendige Vielfalt in unseren Meeren, könnten Fische wie Nemo und seine Freunde bald nicht mehr existieren", mahnt McClenachan.

jha

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1. Fisch
unsichtbarergeist 13.12.2011
Zitat von sysopDer Clownfisch Nemo, die Meeresschildkröten Squirt und Crush, aber auch das Seepferdchen Sheldon: Im Disney-Film noch quietschfidel sind diese Tiere in der realen Unterwasserwelt vom Aussterben bedroht. Meereswissenschaftler schlagen Alarm. http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/0,1518,803282,00.html
Vielleicht begegnen wir ja eines Tages hochentwickelten Aliens, die es ganz schick finden, Menschenpenisse als Kuriosität mit nach Hause zu bringen...
2. Pech
Calculon100 13.12.2011
Polemik: Die Natur hat mit dem Kampf ums Überleben angefangen. Jetzt soll sie sich nicht beschweren, wenn sie mal verliert. Und Artensterben aufgrund wandelnder Umwelt oder anderer Tiere ist etwas vollkommen Natürliches. Es braucht schone einen trifftigen Grund sich da einzumischen.
3.
gadus 13.12.2011
Zitat von Calculon100Polemik: Die Natur hat mit dem Kampf ums Überleben angefangen. Jetzt soll sie sich nicht beschweren, wenn sie mal verliert. Und Artensterben aufgrund wandelnder Umwelt oder anderer Tiere ist etwas vollkommen Natürliches. Es braucht schone einen trifftigen Grund sich da einzumischen.
Bloß dass im Artikel keine einzige betroffene Art durch o.g. Gründe gefährdet ist. Alle untersuchten Gefährdungsursachen sind rein anthropogen verursacht. Niemand redet hier von Artensterben auf evolutionärer Skala, welches zweifelsohne vorkam, mit unseren zeitlichen Maßstäben aber völlig irrelevant und nicht Bestandteil der Studie ist (zumal so nicht nachweisbar).
4. bloed nur wenn man auf dem Ast sitzt and em man saegt
dijle 13.12.2011
Zitat von Calculon100Polemik: Die Natur hat mit dem Kampf ums Überleben angefangen. Jetzt soll sie sich nicht beschweren, wenn sie mal verliert. Und Artensterben aufgrund wandelnder Umwelt oder anderer Tiere ist etwas vollkommen Natürliches. Es braucht schone einen trifftigen Grund sich da einzumischen.
Ja der is simpel, man muss was tun um das ausstereben des Menschen etwas hinauszuzoegern. Oder mit meinem Lieblingswitz zum thema: Treffen sich 2 Planeten im Weltall: P: "Mensch Erde altes Haus wie geht's dir so" E: "Ach du, Garnicht gut, ich hab Homo Sapiens" P: "ah, ja das geht grad rum, das dauert nich lang 1-2 Mio Jahre und du bist es los"
5. Zum Säue füttern.
divefoxx 13.12.2011
Zitat von sysopDer Clownfisch Nemo, die Meeresschildkröten Squirt und Crush, aber auch das Seepferdchen Sheldon: Im Disney-Film noch quietschfidel sind diese Tiere in der realen Unterwasserwelt vom Aussterben bedroht. Meereswissenschaftler schlagen Alarm. http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/0,1518,803282,00.html
Ich tauche seit 25 Jahren beruflich in Asien, vorallem in den Philippinen. Ja der Hai wird selten, Schildkröten sind bedroht, das ist klar. Aber man sieht noch erstaunlich viele Schildkröten. Da sahen wir vor 20 Jahren eher weniger. Adlerrochen haben wir scheinbar auch mehr wie früher. Und seit der Walhaifang in den Philippinen vor Jahren eingestellt wurde, werden die Biester immer mehr. Und bei den Einheimische floriert inzwischen der Ecotourismus, z.B. in Donsol / Süd-Luzon. Hier in den Visayas (Mittel-Philippinen) um Panay hat sich die Korallenpopulation die letzten 5 Jahre erstaunlich verbessert. Seit dem letzten El Nino Ende der 90ger Jahre hatten wir nicht mehr so viele Korallen und Korallenfische. Papageienfische sind wieder vielzählig vorhanden und selbst der lange nicht mehr gesehene Paletten-Doktorfisch (Dori im Nemofilm) ist wieder zu sehen. Der Clownfisch war aber so gut wie nie betroffen von dem Korallen-und fischesterben. Zwar wurde die Seeanemone auch schneeweiss im Zuge der Wassererwärmung, aber Clownfische gab es immer zur genüge. Wo immer wir tauchen, Clownfische sind überall zahlreich vorhanden und ganz bestimmt nicht vom Aussterben bedroht.
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