Geminiden-Schauer Adventszeit ist Sternschnuppenzeit

So viele Sternschnuppen gibt es nur einmal im Jahr. Kurz vor Weihnachten erreichen die Geminiden die Erde und zaubern jede Stunde Dutzende Leuchtstreifen in den Himmel.

Sternschnuppe über Russland (Archivbild)
imago/ITAR-TASS

Sternschnuppe über Russland (Archivbild)


Himmelsgucker können sich in diesem Monat auf einen der eindrucksvollsten Meteorströme des gesamten Jahres freuen - die Geminiden sind wieder im Anflug. Bereits in den kommenden Tagen lassen sich die ersten Meteore des Schwarms am vorweihnachtlichen Firmament bewundern, wolkenfreien Himmel natürlich vorausgesetzt.

Ihren Höhepunkt erreichen die Geminiden dann am Freitag kommender Woche, wenn am Morgen- und Abendhimmel Dutzende Sternschnuppen pro Stunde erwartet werden. Damit dürfte sich ein ausführlicher Blick zum Dezember-Nachthimmel auch in diesem Jahr lohnen - so wie jedes Jahr in den vergangenen Jahrzehnten. Seit den ersten Beobachtungen des Geminidenstroms Mitte des 19. Jahrhunderts werden steigende Sternschnuppenzahlen registriert.

Der nach dem Sternbild Zwillinge (lateinisch gemini) benannte Schwarm bringt erfahrungsgemäß besonders viele und helle Sternschnuppen hervor. Manche sind so hell, dass sie bei klarem Wetter auch am Himmel über den lichtdurchfluteten Großstädten zu sehen sind.

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Am besten eignen sich allerdings dunkle Orte fernab der Städte zum Beobachten der vorweihnachtlichen Sternschnuppen - Orte also ohne künstliches Licht und mit guter Rundumsicht. Wer den Meteorstrom fotografieren will, sollte eine Kamera mit einem Weitwinkelobjektiv auf ein Stativ montieren und eine Langzeitbelichtung wählen.

Obwohl sie zu den größten Sternschnuppenschwärmen des Jahres zählen, stehen die Geminiden meist im Schatten der wesentlich bekannteren Perseiden, die alljährlich am Augusthimmel aufleuchten. Dass die Geminiden weniger populär sind, liegt vor allem an der Jahreszeit ihres Auftretens: Das kalte und oft auch trübe Dezemberwetter bietet Sternschnuppenjägern unbequemere Beobachtungsbedingungen als die lauen Perseidennächte im Sommer.

Die Hellsten kommen zum Schluss

Als Ursprung der Geminiden gilt der Asteroid (3200) Phaethon. Seine Bahn um die Sonne, für die er weniger als eineinhalb Jahre braucht, ähnelt der eines Kometen. Er wurde erst 1983 entdeckt.

Manche Forscher gehen deshalb auch davon aus, dass es sich um einen Kometen handelt, der seinen Gas- und Staubstrom bereits verloren hat und allmählich zerfällt. Die Sternschnuppen entstehen, wenn die Partikel, die der Himmelskörper verliert, in der Erdatmosphäre verglühen.

Als Eigentümlichkeit der Geminiden gilt, dass zunächst die lichtschwächeren und erst später die hellsten Meteore aufleuchten. Besonders auf diese hellen Geminiden dürften sich jene freuen, die beim Anblick einer Sternschnuppe an die Erfüllung eines Wunschs glauben - gerade in der Vorweihnachtszeit.

joe/AFP/dpa



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