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Neues aus der Geoforschung: Ölproduktion übersteigt Höhepunkt, Nasa-Sensation widerlegt, Jahrhundert-Explosion

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Der Wendepunkt ist erreicht: Die Förderung von herkömmlichem Erdöl beginnt nach Ansicht von Experten zu sinken. Außerdem im Überblick zur Geoforschung: Die größte Explosion des 20. Jahrhunderts, eine sensationelle Nasa-Meldung scheint widerlegt, und Zypern fordert Mondgestein zurück.

Erdöl-Förderung vor China: Produktion wandert Richtung Tiefsee Zur Großansicht
REUTERS

Erdöl-Förderung vor China: Produktion wandert Richtung Tiefsee

Hamburg - Seit Jahrzehnten streiten Experten, wann die Ölproduktion ihr Maximum überschreiten wird. In den fünfziger Jahren wurde der globale Ölförder-Höhepunkt ("Peak Oil") für das Ende der sechziger Jahre vorhergesagt. Mit besserer Fördertechnologie konnte er aber immer weiter nach hinter verschoben werden. Vehement bestreiten seither vor allem Industrievertreter, der Höhepunkt könnte erreicht sein - und bislang behielten sie noch immer Recht.

Doch mittlerweile hat sich die Lage geändert. "Die Förderung von konventionellem Erdöl hat ein Maximum überschritten", sagt Hans-Georg Babies von der wirtschaftsnahen Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe zu SPIEGEL ONLINE. Zum gleichen Schluss kommen James Murray von der University of Washington in Seattle und der britische Regierungsberater David King. Der Ölmarkt sei in in eine neue Phase eingetreten, bilanzierten sie jüngst im Wissenschaftsmagazin "Nature". Nach "Peak Oil" sei die Erdöl-Produktion nun "unelastisch" - auf Krisen könne kaum noch mit einer spontanen Steigerung der Förderung reagiert werden.

Warnung vor Dramatisierung

Mögliche Folgen zeigen Forscher um Christian Lutz von der Gesellschaft für Wirtschaftliche Strukturforschung in Osnabrück in der aktuellen Ausgabe von "Energy Policy". Auf Grundlage der aktuellen Annahmen, "Peak Oil" sei erreicht, haben sie die wirtschaftlichen Folgen berechnet: Der Ölpreis werde demnach in den nächsten Jahren stark steigen.

BGR-Experte Babies warnt jedoch vor einer Dramatisierung. Tatsächlich treibt der steigende Ölpreis die Förderung der Ressourcen immer wieder an: Bei höherem Wert lohnt sich auch in entlegenen Regionen wie der Tiefsee der Förderaufwand, womit das Angebot wieder wächst. Die verfügbare Ölmenge stagniert deshalb seit Jahren auf hohem Niveau.

In Deutschland ist die Förderung von konventionellem Erdöl im Jahresvergleich um 6,6 Prozent gestiegen. 2011 habe die Bundesrepublik 2,7 Millionen Tonnen mehr Öl gefördert als 2010, meldet die BGR. Aufgrund des hohen Ölpreises wurde besonders die Produktion am Nordseefeld Mittelplate deutlich gesteigert.

Dass Erdöl einstweilen nicht knapp wird, liege aber vor allem an den neuen unkonventionellen Öl- und Gasquellen wie Ölsanden und Flüssiggas, deren Mengen gar eine Steigerung der Produktion von Kohlenwasserstoffen zuließen, sagt Babies. Unter Berücksichtigung dieser Ressourcen sei der Förderhöhepunkt erst für Mitte der 2030er-Jahre zu erwarten. Die Debatte um "Peak Oil 2" scheint eröffnet.

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1. So ein Kokolores
EchoRomeo 10.06.2012
die Produzenten werden immer nur so viel fördern, daß der Preis zwar hübsch hoch bleibt, ihre Konsumenten sich den aber noch leisten können. "Peak Oil" ist einer der Monstanzen der Weltklima- und Bessermenschen- ud Alarmiste-Sekte(n). Und wie alle Weltuntergangs-Sekten schaffen sie es immer wieder bei Bedarf ihre Untergangsszenrarien nach hinten zu verschieben.
2. Wieso Meinung? Propaganda!
c59 10.06.2012
Die Ölförderung ist ein Faktum. Man kann die Daten dazu jedes Jahr, jeden Monat, jeden Tag vergleichen, wenn man möchte. Natürlich kann man dazu auch eine "Meinungen" streuen und natürlich ist innerhalb dieser "Meinungen" die Förderung überschritten bzw. rückläufig, denn damit lassen sich schließlich die Preise hochhalten und weiter erhöhen und nur darum geht es ausschließlich. Also Propaganda!
3. Peakoil
jeze 10.06.2012
Zitat von EchoRomeodie Produzenten werden immer nur so viel fördern, daß der Preis zwar hübsch hoch bleibt, ihre Konsumenten sich den aber noch leisten können. "Peak Oil" ist einer der Monstanzen der Weltklima- und Bessermenschen- ud Alarmiste-Sekte(n). Und wie alle Weltuntergangs-Sekten schaffen sie es immer wieder bei Bedarf ihre Untergangsszenrarien nach hinten zu verschieben.
Sie haben Peak Oil nicht verstanden. Peak Oil beschreibt ja genau den Punkt, bis zu dem die Erdölproduzenten die Fördermenge beliebig anpassen können (den Preis zu maximieren ist ja schlicht Marktwirtschaft). Da es Peak Oil Berechnungen wie im Text auch richtig vermerkt schon vor 50 Jahren gab, kann es wohl kaum eine Theorie des Öko-Terrors sein. Peak-Oil beschreibt schlicht den Punkt, an dem die momentane Nachfrage nach Öl nicht mehr komplett gedeckt werden kann. Deswegen ist auch ein Peak-Oil von konventionellem Öl völlig irrelevant. Die Frage ist nur, ob genug Öl da ist, oder nicht - wo es her kommt, ist völlig egal.
4. Wieso Propaganda?
jeze 10.06.2012
Zitat von c59Die Ölförderung ist ein Faktum. Man kann die Daten dazu jedes Jahr, jeden Monat, jeden Tag vergleichen, wenn man möchte. Natürlich kann man dazu auch eine "Meinungen" streuen und natürlich ist innerhalb dieser "Meinungen" die Förderung überschritten bzw. rückläufig, denn damit lassen sich schließlich die Preise hochhalten und weiter erhöhen und nur darum geht es ausschließlich. Also Propaganda!
Erklären sie mal bitte, wieso es Propaganda braucht um Preise hochzuhalten. Das kann man völlig ohne Propaganda tun.
5.
M. Michaelis 10.06.2012
Zitat von sysopREUTERSDer Wendepunkt ist erreicht: Die Erdöl-Förderung beginnt nach Ansicht von Experten zu sinken. Außerdem im Überblick zur Geoforschung: Die größte Explosion des 20. Jahrhunderts, eine sensationelle Nasa-Meldung scheint widerlegt, und Zypern fordert Mondgestein zurück. http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/0,1518,837620,00.html
Die Ölfördermenge wird von den Förderkpazitäten, nicht von der Ölmenge bestimmt. Unelastisch ist das Angebot dann wenn die technischen Kapazitäten am Fördermaximum laufen, und deshalb kurzfristig eine Steigerung nicht möglich ist. Die Elastizität wird dadurch verbessert dass die technischen Förderkpazitäten erhöht werden, daran besteht aber kein Interesse, denn man möchte ja einen hohen Preis erzielen. Mit der verfügbaren Ölmenge und Rohstoffreichweiten hat das ganze überhaupt nichts zu tun.
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