Start, Lauf, Sieg: Geparden brechen alle Rekorde

Gegen einen Gepard hat selbst ein Windhund keine Chance: Die Raubkatze kann nicht nur schneller rennen als alle anderen Landsäugetiere. Auch in der Beschleunigung ist ihr Tempo unerreicht.

London - Geparden sind nicht nur die schnellsten Landsäugetiere, sondern brechen einer neuen Studie zufolge auch beim Beschleunigen Rekorde. Die Raubkatze könne mit nur einer Schrittfolge um knapp elf Kilometer pro Stunde schneller werden, berichten britische Forscher um Alan Wilson vom Royal Veterinary College in Hatfield im Fachjournal "Nature".

Mindestens genauso stark können die Tiere ihr Tempo auch wieder drosseln, etwa wenn sie ihre Beute erreicht haben. Damit beschleunigen und bremsen sie den Angaben nach fast doppelt so schnell wie Polopferde und übertrumpfen auch Windhunde beim Start eines Rennens.

Mit Hilfe von Bewegungssensoren, die mit einem Halsband an den Tieren befestigt wurden, analysierten die Forscher insgesamt 367 Läufe von fünf Geparden in Botswana in freier Wildbahn, vorwiegend beim Jagen.

Zwar können Geparden Spitzengeschwindigkeiten von mehr als 100 Kilometern in der Stunde erreichen, doch nur selten setzen sie diese den Forschern zufolge in freier Wildbahn ein. Bei den Messungen erreichten die Geparden ein durchschnittliches Höchsttempo von etwa 54 Kilometern in der Stunde, das sie meist nur für ein bis zwei Sekunden durchhielten.

Im Gegensatz zu Löwe, Tiger und Leopard ähnelt der Gepard in einiger Hinsicht den Hunden. Der Körperbau mit den langen Beinen erinnert an einen Windhund.

Inspiriert durch das Vorbild Raubkatze hat die US-Firma Boston Dynamics im vergangenen Jahr ein spektakuläres Modell vorgestellt: einen Roboter, der die Bewegungen eines Gepards nachahmt. Auf einem Labor-Laufband spurtete "Cheetah" bei ersten Präsentationen mit 18 Meilen in der Stunde, also fast 30 Kilometer in der Stunde. Im September 2012 brach "Cheetah" seinen eigenen Rekord, als er knapp 45 km/h erreichte.

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Geschwindigkeit: Tiere rennen Bolt davon

nik/dpa

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