Gipfel in Cancún Röttgen nennt Klima-Gespräche zäh

Der Klimagipfel in Cancún ist laut Bundesumweltminister Röttgen "geprägt von einem Willen zum Ergebnis". Doch die Verhandlungen laufen schleppend, es sei noch nicht vorauszusagen, ob es ein Resultat geben werde. Die Atmosphäre immerhin sei besser als beim Chaos-Gipfel von Kopenhagen.

Bundesumweltminister Röttgen: "Eine andere Atmosphäre als in Kopenhagen"
dapd

Bundesumweltminister Röttgen: "Eine andere Atmosphäre als in Kopenhagen"


Cancún - Die Verhandlungen auf dem Klimagipfel sind nach Auskunft von Bundesumweltminister Norbert Röttgen (CDU) schwierig und langsam. Selbst Verfahrensfragen für die letzten Konferenztage seien noch offen, sagte Röttgen am Dienstag in Cancún. Es sei noch nicht vorauszusagen, ob es ein Ergebnis geben werde.

"Ich glaube allerdings, dass es tatsächlich eine andere Atmosphäre hier ist als in Kopenhagen", sagte er nach seinen ersten Gesprächen in Cancún. Die Atmosphäre sei konstruktiv und unter Einschluss der USA und China geprägt von einem Willen zum Ergebnis. Keiner wolle erneut erklären, dass man nicht zu einem Ergebnis in der Lage gewesen sei.

Cancún habe bessere Erfolgsaussichten als Kopenhagen, weil die Staaten nicht einen großen Sprung machen müssten, sondern sich schrittweise auf eine Vereinbarung zubewegen könnten. Das sei zwar sehr langsam, sagte Röttgen. Man dürfe aber nicht stehen bleiben. Alle wesentlichen Akteure wollten die UN-Klimaverhandlungen nicht einem zweiten Scheitern aussetzen. "Es geht auch darum, ob die Vereinten Nationen ein Handlungsformat zur Lösung dieses globalen Problems darstellen oder nicht."

luk/dpa/apn

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lattifix 07.12.2010
1. Herrlich...
...da zeigt sich wieder einmal, wie ernst die Regierungen _aller_ Länder sich um die Zukunft dieser Welt sorgen: Gar nicht. Dass das Geld die Welt regiert, ist wohl jedem bekannt - Habgier und Protektionismus sind relativ neu. Es kotzt mich an, dass alle Politiker gerne die (Um-)welt schützen möchten, aber sofort bei wirtschaftlichen Interessen einknicken. Sollte gar die nationale Wirtschaft "bedroht" sein, geht es um Schutzzölle und Sanktionen... Die EU und den Euro haben wir echt nicht verdient!
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