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Gletscher-Panne: Weltklimarat-Chef lehnt Entschuldigung ab

Der Chef des Uno-Klimarats IPCC wehrt sich: Eine persönliche Entschuldigung für die Panne bei der Vorhersage der Gletscherschmelze im Himalaja komme für ihn nicht in Frage, sagte Rajendra Pachauri. Zuletzt hatten selbst Wissenschaftler seinen Rücktritt gefordert.

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Weltklimarat: Streit über Rajendra Pachauri
Der Uno-Klimarat IPCC steht seit Wochen unter Druck: Der peinliche Fehler bei der Vorhersage der Gletscherschmelze im Himalaja kratzt an der Glaubwürdigkeit des Gremiums, hinzu kommen Vorwürfe an dessen Chef Rajendra Pachauri. Er soll frühzeitig vom Gletscher-Fehler gewusst, ihn aber verschwiegen haben. Auch der Verdacht von Interessenkonflikten kam zuletzt auf. Inzwischen fordern prominente Wissenschaftler eine grundlegende Reform des IPCC und den Rücktritt Pachauris.

Der Inder aber bestritt alle bisherigen Vorwürfe - und gibt sich in einem Interview mit der britischen Zeitung "The Guardian" nun weiterhin trotzig. Eine persönliche Entschuldigung für die Gletscher-Panne lehnte er ab: "Sie können nicht von mir erwarten, für jedes Wort in einem 3000 Seiten langen Bericht persönlich verantwortlich zu sein", sagte Pachauri. Er verwies auf die offizielle Stellungnahme, mit der der IPCC sein Bedauern über den Gletscher-Fehler zum Ausdruck gebracht habe. Eine persönliche Entschuldigung aber halte er für heuchlerisch und populistisch. "Ich tue nicht besonders viele populistische Dinge", sagte Pachauri. "Deshalb bin ich in einem bestimmten Teil der Gesellschaft nicht besonders beliebt."

Er räumte allerdings ein, dass der Gletscher-Fehler dem IPCC geschadet habe: "Dafür haben wir teuer bezahlt, keine Frage." Vorher habe jeder gedacht, dass die Arbeit des IPCC höchsten Standards genüge und nichts schieflaufen könne. Jetzt aber sei die Glaubwürdigkeit des Gremiums beschädigt. Dennoch habe es sich um einen Einzelfall gehandelt, der keinesfalls die gesamte Arbeit des Klimarats entwerte, betonte Pachauri.

Ob er den Forderungen nach einem Rücktritt auf Dauer standhalten kann, ist allerdings offen. Insbesondere britische Zeitungen haben sich inzwischen auf Pachauri eingeschossen. Dabei geht es längst nicht mehr nur um Fragen, die direkt mit seinem Amt als IPCC-Chef zu tun haben: Inzwischen widmen sich selbst seriöse Blätter wie "The Guardian" der Frage, wie teuer Pachauris Anzüge sind.

mbe

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Forum - Diskussion über diesen Artikel
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1. Wozu auch
Umbriel 03.02.2010
Zitat von sysopDer Chef des Uno-Klimarats IPCC wehrt sich: Eine persönliche Entschuldigung für die Panne bei der Vorhersage der Gletscherschmelze im Himalaja komme für ihn nicht in Frage, sagte Rajendra Pachauri. Zuletzt hatten selbst Wissenschaftler seinen Rücktritt gefordert. http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/0,1518,675654,00.html
Man liest ja, daß sich führende Klimatologen für eine "Eine Welt Diktatur" aussprechen, um die Welt vor den falschen Menschen zu schützen. Im Moment haben die Klima-Trommler auch in den Medien mal Sendepause. Bei dem Wetter ist das Erwärmungsgerede niemandem plausibel zu machen. Sobald der Schnee schmilzt wird es hier und da Hochwasser geben und da wird sicehr der Eine oder Andere einen klimahysterischen Kommentar nicht lassen können. Diese Leute vom IPCC - Vorsitz sind ganz ganz schräge Brüder, aber offenbar haben sie eine Menge Kredit eingebüsst. Auch vom Klima-Lativ aus Potsdam hört man derzeit wenig, nachdem er 5 Jahre lang Dauergast in den Nachrichtensendungen war. Der prophezeite ja, daß es hier keien Winter mehr geben würde und ähnlichen Müll.
2. Unfehlbarkeit
Calex 03.02.2010
Zitat von sysopDer Chef des Uno-Klimarats IPCC wehrt sich: Eine persönliche Entschuldigung für die Panne bei der Vorhersage der Gletscherschmelze im Himalaja komme für ihn nicht in Frage, sagte Rajendra Pachauri. Zuletzt hatten selbst Wissenschaftler seinen Rücktritt gefordert. http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/0,1518,675654,00.html
Na sicher. das ist wie mit dem Papst, der ist auch unfehlbar. Passt doch zur Religion des AGW
3. .
shokaku 03.02.2010
Wieso ist in diesem Zusammenhang immer von einer "Panne" die Rede? Das Aufbauschen des Effekts, um Druck auf die Politik auszuüben, war ja durchaus beabsichtigt. Das war also keine Panne, sondern Vorsatz.
4. Reduzierte Datengrundlage seit den 90er Jahren
Zweiundvierzig, 03.02.2010
Ich denke mir das ist erst der Anfang der über die Klärung der Vorgehensweise des IPCC´`s Denn wenn erst klar wird das es zu einer Manipulation der Temperatur- Datenerfassung gekommen ist, werden noch ganz andere Vorwürfe laut werden. Denn in den 70er Jahren wurden noch mehr als ca.6000 Messpunkte Weltweit zur Feststellung der Durchschnittstemperatur herangezogen. In den 90er Jahren wurde diese Datengrundlage von der NOAA, auf ca. 1500 reduziert! Auffällig daran ist, dass gerade die kälteren Gebiete herausgenommen wurden! Messstationen in den Städten oder direkt in der Nähe der Rollfelder von Flughäfen wurden beibehalten, die in den Gebirgen herausgenommen. So wird z.B. in der Antarktis mit all seinen Stationen, nur noch ein einzelner Messpunkt von der Rothera-Point Station gewertet. Dieser Messpunkt ist praktisch allseitig vom Meer umgeben. Auf der nördlichen Halbkugel wird ab dem 65 Breitengrad nur noch ein! Thermometer verwendet. Das heisst, ganz Nordkanada und die Arktis wird nur an einem einzigen Punkt gemessen und dieser sitzt in Eureka der als der Garten der Arktis bekannt ist, weil er sehr milde Winter aufweist. Dieser Sachverhalt passt nahtlos zur Spiegelonline -Meldung “Ärger um 20 Jahre alte Klimastudie”
5. Etwas Mitleid bitte - Der Mann hatte soviel mit seinem Roman zu tun!
cosmo72 03.02.2010
Etwas Mitleid bitte - Der Mann hatte soviel mit seinem Roman zu tun! Der Chef der Klimafälschungsbehörde (ein Ökonom/Eisenbahningeneur)hatte zu tun!!! (http://www.zeit.de/wissen/umwelt/2010-02/klimarat-ipcc-krise?page=1) Und statt seine überhitzende DatenSchwindeldruckerpresse im Auge zu behalten, schreibt er lieber schlüpfrige Kitschromane in denen ein alter "heißer" Wissenschaftler am Band Frauen aufreißt und vernascht... (http://www.telegraph.co.uk/earth/environment/climatechange/7111068/Revealed-the-racy-novel-written-by-the-worlds-most-powerful-climate-scientist.html) http://www.telegraph.co.uk/earth/environment/climatechange/7111068/Revealed-the-racy-novel-written-by-the-worlds-most-powerful-climate-scientist.html Klar Freiheit der Kunst muss sein – aber doch bitte nicht wenn nebenbei alles schiefgeht bei einer so wichtigen Aufgabe? Geht es nicht angeblich um die Zukunft der Menschheit ? Oder ging das in Ordnung sich nicht zu kümmern /zu bemühen, weil die KillerErwärmung, das geplante voreingestellte Ergebnis war ? Sieht schon danach aus?! Wenn hier immer diskutiert wird welcher Experte denn geeigneter ist, und wirklich qualifiziert : http://de.wikipedia.org/wiki/Rajendra_Pachauri - Rajendra Kumar Pachauri (Hindi: राजेन्द्र कुमार पचौरी, Rājendra Kumār Pacaurī; * 20. August 1940 in Nainital, Indien) ist ein indischer Ökonom und ausgebildeter Eisenbahningenieur. Der Mann ist auch Ökonom – vielleicht ist er deshalb beteiligt... Den es gilt ja hauptsächlich möglichst viel vom Steuerzahler erschufteten Zaster einzutreiben (http://alles-schallundrauch.blogspot.com/2010/01/wie-viel-ist-1-billion-dollar.html) Sind deshalb alle Mittel recht? AberMilliarden und nationale Rechte sollen weitgefaßt an internationale Organistationen abgetreten werden. (http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/0,1518,675101,00.html) Und die „KlimaSchwindelUndDatenFälscherReligiösen" müssen nicht mal genau arbeiten bzw. man bemüht sich den Skandal kleinzuhalten während Klimaglaube & Ersatzreligion von den selbsternannten Klimapropheten mit Angst und Verdammung verkündet werden ? Hierzu 3Sat - http://www.youtube.com/watch?v=jkOD6-_cRmU&feature=player_embedded# Nach seinem Versagen wird er eh verschwinden müssen, aber nicht jetzt, daß würde die Agenda der Banker und Profiteure mehr schädigen, als es Pacaurī mit seiner Leichtfertigkeit ohnehin schon getan hat - aber das kriegt er von denen nicht verziehen!
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IPCC - der Klimarat der Vereinten Nationen
Ziele
ESA 2004
Der Intergovernmental Panel on Climate Change, zu Deutsch der zwischenstaatliche Ausschuss für Klimaveränderungen mit Sitz in Genf, wurde 1988 vom Umweltprogramm der Vereinten Nationen (Unep) und der World Meteorological Organization (WMO) gegründet, die ebenfalls zur Uno gehört. Der Inder Rajendra Kumar Pachauri ist seit Mai 2002 Vorsitzender des IPCC.

Der auch als Weltklimarat bezeichnete IPCC soll umfassend, objektiv und ergebnisoffen die wissenschaftlichen, technischen und sozioökonomischen Informationen über den von Menschen verursachten Klimawandel bewerten. Das Gremium, dem Hunderte von Wissenschaftlern in aller Welt zuarbeiten, soll die Folgen und Risiken der Klimaveränderung abschätzen und ausloten, wie man sie abschwächen oder sich an sie anpassen kann.

Der IPCC führt keine eigenen Forschungsprojekte durch, sondern analysiert die Ergebnisse wissenschaftlicher Veröffentlichungen, die dem Peer-Review-Verfahren - der Prüfung von Fachartikeln durch unabhängige Gutachter - gefolgt sind. Mehr auf der Themenseite...
Arbeitsgruppen
Der IPCC hat bisher 1990, 1995, 2001 und 2007 Berichte über den Stand der Klimaforschung abgegeben. An dem Bericht sind drei Arbeitsgruppen beteiligt: Arbeitsgruppe I stellt den Stand der Klimaforschung dar, fasst Daten und Computersimulationen zusammen und trifft Aussagen über die künftige Entwicklung. Arbeitsgruppe II berichtet über die möglichen Folgen der Erwärmung für Mensch und Umwelt, Arbeitsgruppe III über mögliche Gegenmaßnahmen.
Ergebnisse bisher
Im ersten Klimareport des IPCC von 1990 war noch von einem natürlichen Treibhauseffekt die Rede, der von Emissionen des Menschen verstärkt werde. Der Bericht von 2007 aber gab die Verantwortung eindeutig dem Menschen - und sorgte so weltweit für Schlagzeilen.

Der Report basiert auf Hunderten Modellrechnungen, ausgefeilten Computermodellen, zahllosen Studien und Messreihen. 450 Hauptautoren liefern die bisher genaueste Beschreibung dessen, was die Temperatur der Atmosphäre etwa seit dem Jahr 1800 in die Höhe treibt. Am letzten Bericht des IPCC haben 2500 Experten sechs Jahre lang gearbeitet.


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