Globale Messungen Oktober bricht erneut Wärmerekord

Und wieder ist ein Temperaturrekord gefallen: Noch nie haben Meteorologen global einen heißeren Oktober registriert als in diesem Jahr. Damit ist 2014 auf dem besten Weg, das heißeste Jahr seit Beginn der Messungen zu werden.

Oktober-Temperaturen: Erneut Rekord gebrochen
NOAA

Oktober-Temperaturen: Erneut Rekord gebrochen


Die Wärmerekorde purzeln in Serie: Nachdem im Mai und im Juni sowie im September bereits globale Höchstwerte aufgestellt wurden, geht nun auch der Oktober 2014 als heißester in die Geschichte der Wetteraufzeichnungen ein. Dabei war der bisherige Oktober-Höchstwert erst vergangenes Jahr erreicht worden. Nun wurde er nochmals um 0,01 Grad übertroffen, wie die US-Wetter- und Ozeanbehörde NOAA mitteilt.

Damit ist das Jahr 2014 insgesamt auf Rekordkurs. Denn auch der Zeitraum von Januar bis Oktober lag mit einer Durchschnittstemperatur von 10,3 Grad über allen bisher gemessenen Vergleichswerten seit 1880. Er liegt volle 1,05 Grad über dem Durchschnitt des 20. Jahrhunderts. Selbst wenn die Temperaturen im November und Dezember nur durchschnittlich ausfallen sollten, würde 2014 den bisherigen Höchstwert übertreffen.

Zu verdanken ist der doppelte Rekord vor allem der aktuellen Wärme in den Ozeanen, sagte NOAA-Experte Deke Arndt. Die vergangenen sechs Monate seien die sechs heißesten in Sachen Oberflächenwasser-Temperaturen gewesen, seit Messungen durchgeführt werden. Hinzu kämen hohe Temperaturen in Teilen Südeuropas, Süd- und Südostasiens, an der US-Westküste und im Süden Lateinamerikas. Auch in Sibirien sowie im Süden und Westen Australiens kletterte das Thermometer nach NOAA-Angaben ungewöhnlich stark nach oben.

Der heftige Temperatursprung könnte ein Anzeichen dafür sein, dass die globale Erwärmung nach einer mehrjährigen Pause nun wieder Fahrt aufnimmt. "Das wird hoffentlich die dummen Behauptungen beenden, dass die globale Erwärmung zum Erliegen gekommen ist", meint US-Klimaforscher Michael Mann.

Januar

Viertwärmster

Februar

Achtzehntwärmster

März

Viertwärmster

April

Zweitwärmster

Mai

Wärmster

Juni

Wärmster

Juli

Drittwärmster

August

Wärmster

September

Wärmster

mbe/AFP/AP

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insgesamt 216 Beiträge
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KaWeGoe 21.11.2014
1. Das ist bestimmt alles nur Zufall ...
... werden die Klimaskeptiker sagen. "Lasst uns erst noch 100 Jahre genau beobachten - wenn wir dann absolut wasserdichte Beweise für einen menschengemachten Klimawandel haben, können die Klimaskeptiker sagen: "Jetzt ist es zu spät und eh egal !"Die Menschheit reichert die Atmosphäre jährlich um die Menge CO2 an, die die Natur in 1 Mio. Jahren in fossilen Brennstoffen gelagert hat. Man muss schon sehr einfältig sein, zu glauben, dass das ohne Folgen bleiben kann.ÜbrigensDie Sonne versorgt die Erde in jeder Sekunde mit 15.000 mal mehr Energie, als die Menschheit benötigt. Wir müssten also lediglich 0,007 % dieser Energie in Form von Wind, Wasserkraft, Photovoltaik nutzen und es gäbe kein Energieversorgungsproblem für die Menschen.Ausgerechnet Menschen, die Atomkraft für sicher und technisch beherrschbar halten, behaupten, dass es nicht möglich wäre 0,007 % der von der Sonne bereitgestellten Energie zu nutzen.Ich glaube eher, dass das Problem darin liegt, dass die Sonnenenergie jedem Menschen ohne viel Aufwand zur Verfügung steht und damit die zentrale Form der Energiewirtschaft durch eine dezentrale Form abgelöst wird.
EmmaDiel 21.11.2014
2. Geil!
Immer schneller, höher, weiter. Grenzenloses Wachstum, immer nach oben. Das ist es doch, was wir wollen. Nur dem Wetter, dem wollen wir das verbieten, absurd.
nach.denker 21.11.2014
3. Genauigkeiten...
Wer die Unterschiede in der Dritten Kommastelle suchen muss, hat immer noch nicht verstanden, was "konstant" bedeutet. Jedenfalls wird auch hier schon wieder unterschlagen, dass die Zahl der Messstellen vor allem auf dem Meer ständig zunimmt. Alles, was da seit 1880 zum Vergleich angeführt wird, sind Temperaturen, die auf den gut 1/3 der Erdoberfläche gemessen wurden und dann allenfalls auf Meerestemperaturen hochgerechnet worden sind, wenn denn überhaupt.Allein der Fehler, der sich bei der Extrapolation der Landtemperaturen auf die Meerestemperaturen einschleicht liegt im Grad-Bereich. Seit es einigermaßen flächendeckende Satellitenmessungen gibt, zuckt sich bei der Erwärmung kaum noch was...
Christian Weiss 21.11.2014
4. Widersprüchliche Argumentation
Zitat von KaWeGoe... werden die Klimaskeptiker sagen. "Lasst uns erst noch 100 Jahre genau beobachten - wenn wir dann absolut wasserdichte Beweise für einen menschengemachten Klimawandel haben, können die Klimaskeptiker sagen: "Jetzt ist es zu spät und eh egal !"Die Menschheit reichert die Atmosphäre jährlich um die Menge CO2 an, die die Natur in 1 Mio. Jahren in fossilen Brennstoffen gelagert hat. Man muss schon sehr einfältig sein, zu glauben, dass das ohne Folgen bleiben kann.ÜbrigensDie Sonne versorgt die Erde in jeder Sekunde mit 15.000 mal mehr Energie, als die Menschheit benötigt. Wir müssten also lediglich 0,007 % dieser Energie in Form von Wind, Wasserkraft, Photovoltaik nutzen und es gäbe kein Energieversorgungsproblem für die Menschen.Ausgerechnet Menschen, die Atomkraft für sicher und technisch beherrschbar halten, behaupten, dass es nicht möglich wäre 0,007 % der von der Sonne bereitgestellten Energie zu nutzen.Ich glaube eher, dass das Problem darin liegt, dass die Sonnenenergie jedem Menschen ohne viel Aufwand zur Verfügung steht und damit die zentrale Form der Energiewirtschaft durch eine dezentrale Form abgelöst wird.
Also meinem Eindruck nach machen die Klimaapokalyptiker nichts anderes: Wenn ein Jahr etwas wärmer ausfällt, dann wird es als ultimativer Beweis für die Klimaerwärmung ins Feld geführt. Bleibt die Erwärmung für einige Jahre aus, dann hat das ganz bestimmt mit dem generellen Trend nichts zu tun. Dann wird des langen und breiten erklärt, warum ein paar kühlere Jahre gar keine Beweiskraft gegen die Klimaerwärmung haben.Zudem müssen die Klimaapokalyptiker mal erklären, wer eigentlich das Anrecht auf das "gute" Klima hat. Klimaveränderungen sind beileibe nicht zum Schaden aller. Ganz im Gegenteil wird es immer auch riesige Landstriche geben, die von einem Klimawandel profitieren. Es zeugt von einer gewissen Hybris, wenn man 1. das Gefühl hat, man könne mit den richtigen Massnahmen das komplexe Weltklima in die gewünschte Richtung stossen und 2. auch noch glaubt, das Recht zu haben, festzulegen, was denn ein gutes Klima sei.Ihre Angaben bezüglich Energieversorgung durch die Sonne sind nur nutzlose Schlagworte und zeugen auch von einer gewissen argumentativen Schizophrenie: Zuerst wollen Sie uns klar machen, wie gefährlich es sei, die Welt zusätzlich mit CO2 anzureichern. Dann wollen sie uns im Gegenzug erzählen, dass die Nutzung der Sonnenenergie völlig problemlos sei, obwohl dieser Planet diese Sonnenenergie vor allem auch für sich selber braucht, damit die Temperaturen hier im Mittel über dem Gefrierpunkt liegen und die Pflanzen auch Photosynthese machen können. Die Nutzung von Wind und Wasserkraft ist zudem mit enormen Landschaftseingriffen verbunden.
ludwig49 21.11.2014
5. Es kann schon vorkommen...
...dass der "goldene Oktober" eben auch ein solcher ist.Und was den Sommer angeht, da haben viele Freibäder sicher Minus-Rekorde zu beklagen. Also im süddeutschen Raum ist der Klimawandel nicht angekommen. Zufällig weiß ich aber, dass im 18. Jahrhundert es auch in dieser Gegend wegen eines weit entfernten Vulkanausbrucheszu katastrophalen Wetterbedingungen kam, die wiederum für eine Hungersnot verantwortlich waren.Was verursacht der Mensch und was die Natur selbst?
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