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Great Barrier Reef: Sorge ums Weltnaturerbe

Great Barrier Reef: Schutzpläne müssen schneller greifen Zur Großansicht
Francesca Diaco

Great Barrier Reef: Schutzpläne müssen schneller greifen

Die Pläne der australischen Regierung zur Rettung des Great Barrier Reef sind unzureichend, kritisieren Experten. Das Weltnaturerbe sei in einem schlechten Zustand, Schutzmaßnahmen würden zu langsam umgesetzt.

Die Warnungen sind deutlich: Das Great Barrier Reef sei in einem schlechten Zustand und die Maßnahmen, die die australische Regierung zum Schutz des Weltnaturerbes plant, würden zu langsam umgesetzt. So heißt es in einem jetzt veröffentlichten Bericht der Bundes- und Landesregierung von Queensland.

In dem Bericht bemängeln die Experten vor allem die schlechte Wasserqualität entlang der Küste - hauptsächlich eine Folge von zu viel Pestizideinsätzen in der Landwirtschaft. Auch der Klimawandel macht dem Riff und seinen Bewohnern zu schaffen. Durch die steigenden Meerestemperaturen sterben die Korallen, so hat das Great Barrier Reef in den vergangenen 30 Jahren etwa die Hälfte seiner Korallendecke eingebüßt. Immerhin hätten sich die Seegräser im Great Barrier Reef in Küstennähe in letzter Zeit etwas erholt.

Das Great Barrier Reef liegt in einem rund 345.000 Quadratkilometer großen Meeresschutzgebiet vor der Nordostküste Australiens. 1981 wurde dessen Unterwasserwelt von der Unesco zum Weltnaturerbe erklärt. Es ist nicht nur Heimat vieler seltener Tier- und Pflanzenarten, sondern auch entscheidend für das Ökosystem der Meere. Seit Jahren schrumpft das Korallenriff in Folge des Klimawandels sowie von Wasserverschmutzung, der Hafenwirtschaft und der Fischerei.

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Great Barrier Reef: Sorge ums Weltnaturerbe
Das weltgrößte Korallenriff steht seit geraumer Zeit unter Beobachtung durch das Welterbekomitee. 2014 waren Australiens Pläne für gigantische Häfen bekannt geworden, bei deren Bau gewaltige Mengen Baggergut in das Riff geleitet werden sollten. Dieses Vorhaben hat die australische Regierung dann aber gestoppt, wie Mitte März von Umweltminister Greg Hunt bekannt gegeben wurde.

khü/dpa

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insgesamt 4 Beiträge
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1. Tauchen
bucketfor99 21.09.2015
am GBR ist nicht wirklich lohnenswert. Wenig Fische und lebende Korallen. Ausserdem ist es eine teure "Tauchfabrik". Ägypten, Malediven, Südsee oder in Auszralien das Ningaloo Reef sind einiges besser.
2. kann
hermi16 21.09.2015
man eigentlich die Riffe nicht in Ruhe lassen?. Muessen wir ueberall unseren Rüssel haben.
3. Landwirtschaft
denkmal! 21.09.2015
Das Hauptproblem ist wohl die Zuckerproduktion entlang über tausend Kilometer Küste von Queensland. Bin 2003 per Schiff fünf Flüsse in der Gegend hoch gefahren, alle sind braun wie Milchkaffee und noch mehrere Kilometer aufs Meer raus ist das Meer trübe. Korallen sind auf ultraklares Wasser angewiesen. Ganz katastrophal waren auch die Hochwasser der letzten Jahre, da sind riesige Mengen an Müll und Erde ins Meer getrieben worden. Die Australier wissen das alles, geben aber der Klimaerwärmung schuld, weil dafür können sie ja nichts...(Als OB!) Interessant ist der Zustand des zweitgrössten Riffs der Erde, um Neukaledonien, ganz nah vom GBR, auf dem gleichen Breitengrad und insgesamt in traumhaftem Zustand.
4.
günter1934 21.09.2015
Zitat von hermi16man eigentlich die Riffe nicht in Ruhe lassen?. Muessen wir ueberall unseren Rüssel haben.
Richtig. Ich habe noch nie ein Riff gesehen und wenn ich meinen Nickname anschaue, werde ich auch nie eines sehen. Ist denn so etwas wirklich sooo wichtig?
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