Nach einer Woche Buschfeuer auf Grönland gelöscht

Es waren die größten bislang auf Grönland beobachteten Brände. Nun hat die Feuerwehr die Flammen auf der Insel endlich besiegt.

Satellitenfoto der Brände - aufgenommen am 3. August
NOAA/ AFP

Satellitenfoto der Brände - aufgenommen am 3. August


Die Natur brennt auf Grönland? Man mag es kaum glauben, schließlich ist die Insel größtenteils von einer dicken Eisschicht bedeckt. Doch schon seit Wochen stand die ausgetrocknete Torflandschaft im Westen der Insel in Flammen. Geschätzt 10 bis 15 Quadratkilometer waren betroffen.

Mehr als eine Woche hat die Feuerwehr auf Grönland gegen die Flächenbrände gekämpft. Nun sind sie gelöscht, wie der Feuerwehrchef der Kommune Qaasuitsup, Bjarne Gregersen, bestätigte.

Das sei zwar das größte Feuer, das je auf Grönland beobachtet wurde, sagte Martin Stendel vom Dänischen Meteorologischen Institut, warnte jedoch gleichzeitig davor, daraus falsche Schlüsse zu ziehen. "Die Regionen hoch oben im Norden sind von den Satelliten nicht so gut erfasst wie andere Gebiete."

Buschfeuer am 8. August im Westen Grönlands
ESA/ DPA

Buschfeuer am 8. August im Westen Grönlands

In diesem Fall hätte man die Rauchentwicklung gut beobachten können, weil sie über einen langen Zeitraum anhielt und der Himmel wolkenfrei war. Es sei nicht auszuschließen, dass es schon früher zu Flächenbränden auf Grönland gekommen sei.

Die Feuerwehr hatte zunächst nicht eingegriffen, weil kein Wasser in der Nähe war und Hubschrauber wegen des Rauchs nicht landen konnten. Nach Angaben der zuständigen Kommune Qaasuitsup bestand für Menschen und Gebäude keine Gefahr, es seien auch keine größeren Tiere nahe der Brände gesichtet worden.

Erst als die Flammen ein Areal erreichten, das besser zugänglich war, konnte die Feuerwehr Brandschneisen anlegen. Am 10. August hatte sie beschlossen, einzugreifen. Eine Woche später begann es schließlich zu regnen, was die Löscharbeiten begünstigte.

Warum die Torflandschaft in Brand geraten war, ist unklar. Der Sommer auf Grönland sei bislang sehr trocken gewesen, sagte Stendel. Er will nicht ausschließen, dass die trockene Vegetation durch menschliche Unachtsamkeit entzündet wurde. Natürliche Auslöser wie Gewitter seien eher selten.

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hda/dpa



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