Satellitenbild der Woche Schwarzer Fels unter weißem Eis

Die Gletscher Grönlands schwinden. Ein Satellitenbild dokumentiert landschaftliche Folgen: Der Rückzug des Eises legt großflächig glänzenden schwarzen Fels frei.

Blick auf neue Landzungen: Das Bild des Satelliten "Landsat 8" zeigt den Rückgang des Festlandeises
USGS/ ESA

Blick auf neue Landzungen: Das Bild des Satelliten "Landsat 8" zeigt den Rückgang des Festlandeises


Wo früher Eis lag, werden Landmassen sichtbar. Grönland ist mit einer Fläche von mehr als 2.000.000 Quadratkilometern die größte Insel der Welt und bildet nach der Antarktis die zweitgrößte Eisfläche. Doch in vielen Küstengegenden schrumpft die Eisdecke beträchtlich.

Das Satellitenbild der Europäischen Raumfahrtagentur Esa dokumentiert das Ausmaß des Abschmelzens. An einigen Stellen ist der weiße Panzer um einen Meter pro Jahr dünner geworden. Zwischen 1992 und 2012 sorgte das abschmelzende Eis für ein Ansteigen des globalen Meeresspiegels um sieben Millimeter.

Das Schmelzen des grönländischen Eispanzers gilt als größtes Risiko des Klimawandels. Das Schmelzwasser Grönlands entscheidet wesentlich darüber, wie hoch die Meere steigen werden.

Doch Prognosen zur Grönlandeisschmelze gelten als besonders schwierig, zu viele Faktoren spielen eine Rolle. So könnte das verstärkte Tauen an den Rändern teilweise durch mehr Schneefall im Landesinneren ausgeglichen werden, wo in höheren Lagen auch künftig ewiger Frost herrscht. Und Daten aus früheren Warmzeiten legen nahe, dass Extremszenarien ausgeschlossen scheinen: Selbst bei einer Erwärmung von acht Grad bliebe demnach ein Großteil des Grönlandeises stabil.

khü



insgesamt 99 Beiträge
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interessierterleser1965 14.06.2014
1. Die Natur reguliert sich selbst
Das vergißt der Mensch nur zu oft. Wir sollten nicht so arrogant sein und glauben, dass wir so etwas Wichtiges wie das Wetter ernsthaft und nachhaltig beeinflussen könnten. Die Natur verhindert extreme Veränderungen durch innere Ausgleichsmechanismen, die wir nur schlicht nicht alle kennen oder verstehen. Daneben verändert sich das Klima schon immer und das von ganz allein. Und das ist auch gut so, denn wir alle sind froh, dass es in Europa nach der letzten Eiszeit eine Klimaerwärmung gab, denn sonst würden wir heute noch im August frieren und uns über herbe Mißernten "freuen".
hansulrich47 14.06.2014
2. Das Bild ist ganz nettt, nur:
wo ist der vorher - heute Vergleich??? Ich hab in Canada abschmelzende Gletscher gesehen, die waren so klein und kurz, die sind nach drei warmen Sommern wie selbstverständlich komplett weg, weil die Eismenge nie gross war. Ich denke aber, nach drei schneereichen Wintern und kühleren Sommern sind die auch wieder da. Also wie sah dieser Gletscher in Grönland vor 10 Jahren im Sommer aus??????
jennox 14.06.2014
3. Dann ist ja alles gut!?
Nein, im zitierten Artikel steht, dass die Meeresspiegel extrem angestiegen waren, obwohl das Grönlandeis nicht so extrem wie erwartet abschmolz. Der Eindruck täuscht und, liebe Politiker und Lobbyisten, NICHT schon wieder auf die faule Haut legen und nichts tun!
barbarine 14.06.2014
4. Und was bewirkt die Anhebung des Festlandes?
Wenn das Gewicht der Eismassen nicht mehr auf das Land drückt, dann hebt sich nach meinen Kenntnisstand das Land an. Welchen Einfluss wird dies auf den Meeresspiegel haben? Gibt es dazu irgendwelche Forschungen, oder berechnet man nur das zusätzliche Wasser, was den Meeren zufließt?
Dieter62 14.06.2014
5. Das Land
Zitat von sysopUSGS/ ESADie Gletscher Grönlands schwinden. Ein Satellitenbild dokumentiert landschaftliche Folgen: Der Rückzug des Eises legt großflächig glänzenden schwarzen Fels frei. http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/groenland-satellitenbild-zeigt-rueckgang-des-eispanzers-a-975065.html
dort ist also ohne Eis gar nicht grün. Kann man somit sagen, die Wikinger hätten den ersten Immobilienschwindel der europäischen Geschichte angezettelt. Von wegen Grönland. Dasselbe passiert auch in der Schweiz, die Gletscher lassen eine Felswüste zurück, nicht etwa Weiden und Wälder. Ein abgetauter Gletscher baut sich übrigens nicht in 10 kalten Wintern wieder auf. Typisches Gerede von Flachlandtirolern. Es braucht Jahre bis nur ein Firnfeld entsteht, und das auch nur, wenn der Sommer nach dem kalten Winter ebenfalls grau, kalt und sonnenarm ist. Sonst tauen auch die grössten Schneemassen bereits im Juli vollständig ab und es bildet sich kein Eis. Besonders schlecht fürs Eis ist Regen. Im Gletschernährgebiet fällt sogar im Sommer der meiste Niederschlag als Schnee, oder eben fiel, heutzutage kann es bis hinauf auf die höchsten Alpengipfel regnen. In den 70 er Jahren gab es in den Schweizer Alpen selbst im Juli oft Schnee bis auf 2500 m hinunter, und bis -12 Grad Kälte. Die verregneten Sommer damals sind legendär, ein einziger solcher würde wohl heutzutage eine Massenpsychose auslösen. Da regnete es schon mal 2 Wochen am Stück, nicht stark, aber ständig, schön zum Sommeranfang, da tröstete man sich schon mit dem schönen Herbst Anfang September. Damals war der Aletschgletscher noch 25 km lang, heute glaub ich noch 19. Anstatt Schafskälte lag die Nullgradgrenze diese Woche auf 4500 m; Anfang Juni. Geht das noch 10 Jahre so weiter ist das meiste Eis weg, und die Alpen werden aussehen wie die Rocky Mountains.
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