Falsche Ernährung Diese Lebensmittel sind für Hunde tödlich

Die US-Gesundheitsbehörde warnt vor einem Süßstoff, der sich in vielen Lebensmitteln findet: Er ist für Hunde tödlich. Was Vierbeiner vertragen - und was nicht.

Der Biss geht in Ordnung - "Cocolo" frisst hier eine spezielle Hundetorte. Grundsätzlich aber gilt: Vieles, was für uns lecker ist, schadet Hunden
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Der Biss geht in Ordnung - "Cocolo" frisst hier eine spezielle Hundetorte. Grundsätzlich aber gilt: Vieles, was für uns lecker ist, schadet Hunden

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Die US-Gesundheitsbehörde FDA warnt Hundebesitzer eindringlich davor, ihre Vierbeiner Lebensmittel fressen zu lassen, die den Süßstoff Xylitol enthalten. Harmlos für Menschen führt dieser bei Hunden zu einer rapiden, oft tödlichen Unterzuckerung, weil er eine starke Ausschüttung von Insulin auslöst - der Körper des Hundes missversteht den Süßstoff als Zucker.

Neu ist diese Erkenntnis nicht, auch von Leberschädigungen, die Hunde durch Xylitol erleiden können, weiß man seit Längerem. Neu ist aber, dass die Zahl der Vierbeiner-Vergiftungen durch Süßstoff trotzdem steigt - schlicht, weil sich die Hundebesitzer oft nicht darüber im Klaren seien, wo der Stoff überall enthalten ist.

Dazu kommt, dass wir den Hund generell für einen "Mitesser" halten: Wir trauen ihm zu, so gut wie alles zu verdauen, was auch uns bekommt. Das aber ist ein Irrtum - wenn auch einer mit langer Tradition.

Wahrscheinlich wurde der Wolf Canis lupus vor Zehntausenden von Jahren zum Haushund Canis lupus familiaris, weil er begann, uns Menschen hinterher zu ziehen, um zu sehen, was an Nahrung für ihn abfiel. Der erste Deal zwischen uns mag sich an Fleisch und Knochen festgemacht haben: Du, Hund, bekommst den Knochen, wenn du mir Mensch hilfst, nach Fleisch zu jagen.

Viele vermeintlich harmlose Lebensmittel sind tödlich für Hunde

Es führte zu einer Partnerschaft, die über Jahrzehntausende fast symbiotischen Charakter gehabt haben mag. Und es funktionierte, weil wir Ernährungsvorlieben teilten - nicht alle, aber genügend viele. Bis vor wenigen Jahren war es üblich, dass Hunde mit dem ernährt wurden, was vom Essen übrig blieb. Inzwischen jedoch warnen Tierärzte davor, weil das oft zu Mangelerscheinungen beim Hund führen könne.

Dass der alte Ernährungsdeal heute nicht mehr so einfach funktioniert, liegt vor allem daran, dass wir Menschen unsere Nahrungspalette seit dem Neolithikum erheblich erweitert haben. Süßstoff ist ein Extrembeispiel, aber auch viele Zuchtpflanzen, die selbst für uns erst durch die Domestizierung nutzbar wurden oder erst durch Garung oder andere Verarbeitung verdaulich werden, sind roh wie gekocht nicht gut für unsere Vierbeiner.

Die meisten Hundebesitzer wissen etwa, dass Schokolade für ihre Lieblinge nicht gut ist und sogar tödlich sein kann - eine Frage der Kakao-Dosis, was dunkle Schokoladen besonders gefährlich macht. Auch dass Hunde grundsätzlich kein rohes Schweinefleisch und keine Schweine-Knochen fressen sollten, hat sich herumgesprochen. Aber was würden Sie tun, wenn eine Avocado auf den Boden fällt und der Hund danach schnappt?

Sie sollten sich beeilen: An dem Kern kann ein Hund ersticken, aber auch das Fruchtfleisch ist nicht gut für ihn - es drohen Herzrasen und Atemnot.

Hier unsere Liste der potenziell tödlichen und gesundheitsschädlichen Nahrungsmittel, die Ihr Vierbeiner auf kleinen Fall fressen oder trinken sollte:



insgesamt 98 Beiträge
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Seite 1
chilihead 15.05.2016
1. Wichtiger Artikel!
Xylit ist allerdings ein Zuckeraustauschstoff, kein Süßstoff.
diavid 15.05.2016
2. Wer Fremdmilch verträgt ist ein Mutant
Nicht nur wer Fremdmilch verträgt ist ein Mutant sondern jeder. Mutationen sind unabdingbar damit die Evolution voranschreiten kann. Ohne sie wären wir immer noch Mikroben.
HaraldKönig 15.05.2016
3.
Während meiner Kindheit auf dem Lande bekam unser Hund die Essensreste: Kartoffeln, Gemüse, Knochen, ab und zu Schlachtabfälle. Es hat ihn nicht umgehauen.
mat_1972 15.05.2016
4.
Sorry fürs Klugscheissen.... Aber Dein Hund ist NICHT Veganer.... Du ernährst ihn vielleicht vegan, aber das ist auch schon alles ;-)
Claudia_D 15.05.2016
5.
Was Sie hier schreiben ist, mit Verlaub, Unfug wenn nicht gar schlimmer. Hunde hassen mit Sicherheit KEIN Fleisch, sie sind überwiegend carnivor, benötigen aber auch pflanzliche Anteile, die sie in der Natur vorverdaut (Mageninhalt von Beutetieren) zu sich nehmen. Sie können sich ernähren, wie Sie es für richtig halten, aber ein Tier sollte artspezifisch ernährt werden. Wenn Sie das nicht mit Ihrer Weltanschauung - die ich als Vegetarierin nachvollziehen kann - vereinbaren können, sollten Sie erwägen, sich ein herbivores Haustier zuzulegen. Ein Kaninchen beispielsweise.
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