Hurrikan "Katrina": Satelliten dokumentieren die Katastrophe

Neue hochauflösende Bilder aus dem All zeigen, wie die Wassermassen von New Orleans Besitz ergriffen haben. Schätzungsweise 80 Prozent der Stadt sind mittlerweile überflutet.

Auf den ersten Blick sehen die Satellitenfotos nicht ungewöhnlich aus: Sie zeigen Häuser, Straßen, Bäume. Aber wenn man etwas genauer hinschaut, entdeckt man, dass manche Straße plötzlich im Nichts zu verschwinden scheint: Das Wasser hat sie verschluckt.

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Neue Satelliten-Fotos: Die Gewalt der Fluten

In manchen Stadtteilen von New Orleans ragen nur noch Brücken und Häuserdächer aus dem Wasser - der Rest ist überflutet. Nachdem "Katrina" New Orleans überquert hatte, war einer der Dämme zum See Pontchartrain gebrochen, die die zu großen Teilen unter dem Meeresspiegel liegende Stadt vor einer Überflutung schützen sollte. Seither stehen mehr als 80 Prozent der Stadt unter Wasser.

Die Nachrichtenagentur AP zeigt auf ihrer Website ein interaktives Satellitenbild der überschwemmten Stadt am Mississippi. Internet-Nutzer können ein bestimmtes Viertel auswählen und hineinzoomen - ähnlich wie bei Satellitenfotos auf Google Maps. Das Bild stammt vom Mittwoch und soll nach Möglichkeit aktualisiert werden.

Mittlerweile kommt die Reparatur der Deiche in New Orleans offenbar voran. Militärhubschrauber platzierten gestern Sandsäcke im Loch eines Kanals, durch das Wasser aus dem See Pontchartrain in die Stadt strömte. Als nächster Schritt sollen nun Betonblöcke versenkt werden, um das Loch zu versiegeln, wie der Leiter der Verkehrs- und Baubehörde von Louisiana, Johnny Bradberry, mitteilte. Es sei inzwischen gelungen, eine provisorische Straße anzulegen, mit der schweres Gerät bis zu dem Loch gebracht werden könne.

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Satellitenbilder: "Katrina" aus dem All gesehen

Der Pegelstand des Sees ist in den vergangenen Tagen auf das Niveau des Wassers in der überfluteten Stadt gesunken, erklärte Bradberry. Bauarbeiter begannen auch, den Kanal mit Spundwänden vom See zu trennen. Schon am Freitag könnte der See so isoliert werden.

Ein Ingenieurskorps der Armee sei überdies damit beschäftigt, das ausgefallene Pumpsystem der vollgelaufenen Stadt, die wie eine Schüssel zwischen dem See und dem Mississippi liegt, wieder in Gang zu setzen. Wann damit zu rechnen ist, steht noch nicht fest.

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