Satellitenbild der Woche Inferno von oben

Erst ruckelt der Boden, dann knallt's: Der indonesische Vulkan Sinabung bricht aus, als ein Nasa-Satellit gerade über ihn hinwegfliegt.

Ausbruch des Sinabung am 19. Februar
NASA/ Joshua Stevens/ GES/ DISC/ LANCE/ EOSDIS

Ausbruch des Sinabung am 19. Februar


Seit Juni 2015 gilt die höchste Alarmstufe am Sinabung, dem 2500 Meter hohen Vulkan auf der indonesischen Insel Sumatra. Zwar haben alle Anwohner im Umkreis von sieben Kilometern ihre Häuser verlassen, es waren Tausende. Dennoch sind Ausbrüche wie jener Anfang der Woche eine Gefahr für die Umgebung.

Seit Tagen hatten Behörden zunehmende Aktivität des Vulkans verzeichnet, die Erde bebte, Gas strömte vermehrt aus den Flanken. Am Montag der Knall: Eine dichte Aschewolke schoss sieben Kilometer in den Himmel. Der Nasa-Satellit "Terra" flog gerade über das Inferno, er machte Fotos.

Ort des Ausbruchs: Der Vulkan spuckte große Mengen Schwefeldioxidgas
NASA/ Joshua Stevens/ GES/ DISC/ LANCE/ EOSDIS

Ort des Ausbruchs: Der Vulkan spuckte große Mengen Schwefeldioxidgas

Der Ausbruch am Montag sei der größte dieses Jahres, sagte Indonesiens Chef-Vulkanologe Kasbani. Verletzte habe es nicht gegeben. Ihm bereitete aber der große Druck im Vulkan Sorge.

Die Aschewolke verdunkelte die Landschaft: In den Dörfern außerhalb der Sicherheitszone betrug die Sichtweite nicht einmal fünf Meter. "Es herrschte völlige Dunkelheit", sagte ein Katastrophenschutz-Vertreter. Die Asche deckte Häuser zu.

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Die Katastrophenschutzbehörde verteilte Atemmasken und rief die Menschen auf, zu Hause zu bleiben.

Der Sinabung war 2010 nach vierhundertjährigem Schlaf erwacht. Seitdem gibt es immer wieder Eruptionen. Im Jahr 2014 starben 16 Menschen, zwei Jahre später kamen sieben weitere Menschen ums Leben.

boj



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