Isländisches Naturschauspiel Spektakel überm Feuerberg

Was für ein Schauspiel: Über dem Vulkan Eyjafjallajökull sind riesige Magmaklumpen explodiert - zugleich brachten Sonnenwinde den Himmel zum Leuchten. Forscher streiten über die Signale des Berges: Wann kommt der Vulkan zur Ruhe?

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Der Vulkanausbruch in Island erreichte am Donnerstagabend einen unerwarteten Höhepunkt: Während die Rauchsäule deutlich schrumpfte, leuchteten plötzlich Polarlichter am Himmel. Geladene Teilchen der Sonne drangen tief in die Erdatmosphäre vor und regten Luftmoleküle zum Leuchten an.

Einen Zusammenhang mit dem Vulkanausbruch gibt es nicht. Die Ursache der gespenstischen Lichter liegt im Magnetfeld, das die Erde umschließt: Nahe der Pole stehen die Magnetfeldlinien nahezu senkrecht zur Erde, sie schirmen den Planeten dort weniger gut vom elektrischen Sonnenwind ab. Geladene Teilchen der Sonne gelangen zuweilen weit in die Atmosphäre.

Während sich am Himmel heftige elektrische Reaktionen ereigneten, verharrte der isländische Vulkan Eyjafjallajökull auf halber Kraft. Seine Aschesäule schrumpfte, sie stieg nur noch knapp fünf Kilometer in die Luft. Vergangene Woche war sie noch fast doppelt so hoch. Alle paar Minuten schießt jedoch noch immer eine Rauchfontäne aus dem Schlot, und autogroße Magmaklumpen explodieren feuerrot glühend.

Die Staubwolke reicht nun nicht mehr bis über den europäischen Kontinent: Die Luft sei mittlerweile "nahezu frei von Vulkanasche", berichtet die Europäische Flugsicherung. Lediglich zwischen Island und Nordschottland liege noch eine dichte Wolke. Flugzeuge könnten diese Sperrzone, die bis in sechs Kilometer Höhe reichte, jedoch problemlos überfliegen.

"Wir haben es vermasselt"

Die US-Luftwaffe fürchtet dennoch Schäden an ihren in Europa stationierten Flugzeugen. Selbst geringe Aschekonzentrationen drohten Triebwerke zu schädigen, sofern die Flieger ständig durch die Wolken flögen, sagte John Quintas, Kommandant der 48th Operations Group. Kampfflieger seien vermutlich anfälliger als Verkehrsmaschinen, weil ihre Triebwerke heißer würden. Vulkanische Gesteinspartikel würden somit eher schmelzen und drohten die Triebwerke zu verstopfen. Die Anzahl der Flüge über dem Nordatlantik sei vorsichtshalber reduziert worden.

Mehr als eine Woche nach dem Ausbruch des Vulkans ist am Freitag erstmals der Flughafen der isländischen Hauptstadt Reykjavík wegen der Vulkanasche geschlossen worden. Nur Sichtflüge seien erlaubt, sagte eine Sprecherin. Der Vulkan Eyjafjallajökull liegt 120 Kilometer südöstlich von Reykjavík. Bislang standen die Winde günstig für die meisten isländischen Orte: Sie bliesen die Asche von der Insel weg in Richtung Kontinentaleuropa. Nur in der Nähe des Vulkans gingen bislang große Mengen Asche nieder.

Derweil streiten Wissenschaftler darüber, ob der Ausbruch hätte besser vorhergesagt werden können. Auch Experten wurden von der Eruption des Eyjafjallajökull überrascht. Zwar hatten leichte Erdbeben seit Dezember einen Ausbruch angekündigt - wann es passieren würde, war indes unklar. "Wir haben die kurzfristige Vorwarnung vermasselt", sagt die Geophysikerin Steinunn Jakobsdóttir vom Icelandic Meteorological Office (IMO).

Dellen im Vulkan

Die Forscher hätten sich allzu sehr auf Erdbeben-Messungen verlassen. Oft geht einer Eruption ein charakteristisches Rumpeln im Berg voraus - beim Ausbruch des Eyjafjallajökull war das jedoch diesmal nicht der Fall. Wäre Gasmessungen mehr Beachtung geschenkt worden, hätte man den Ernst der Lage womöglich ein paar Stunden vor dem Ausbruch erkennen können, so die Geophysikerin Kristin Vogfjörd vom IMO.

Derzeit verraten GPS-Satellitendaten, dass sich Dellen im Vulkan gebildet haben. Der Eyjafjallajökull habe sich entleert, folgern die IMO-Forscher; der Druck im Untergrund nehme ab. Doch weiterhin erschüttern Erdbeben den Berg - ein Zeichen dafür, dass Magma nachströmt. "Die Eruption hört noch nicht auf", sagte Jakobsdóttir.

Allerdings geht der wichtigste Treibstoff des Vulkanausbruchs zur Neige: Die Eruptionen der vergangenen Tage waren so explosiv, weil Magma mit Wasser in Berührung kam und explodierte. Wie lange die Eruption anhält, bleibt unklar. Vermutlich habe sich Lava im Berg gestaut, sagen die IMO-Forscher. Jederzeit könne die Lava ausbrechen und die Hänge hinabfließen - das gefährliche Naturschauspiel scheint noch nicht vorbei.

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Seite 1
saul7 23.04.2010
1. ++
Zitat von sysopWas für ein Schauspiel: Über dem Vulkan Eyjafjallajökull sind riesige Magmaklumpen explodiert - zugleich brachten Sonnenwinde den Himmel zum Leuchten. Forscher streiten über die Signale des Berges: Wann kommt der Vulkan zur Ruhe? http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/0,1518,690785,00.html
Bitte, malen Sie doch den Teufel nicht an die Wand. Dass letzte Flugchaos ist gerade ein paar Tage her....
xrmb 23.04.2010
2. Luftmolekuele?
Gibt es denn Luftmolekuele? Oder sollte es besser heisen "Molekuele in der Luft"?
perpendicle, 23.04.2010
3. I`m the god of hell fire and I`ll bring you...
FIRE!!! man muss die Aktivität auf Island immer in Zusammenhang sehen mit den Aktivitäten der nordamerikanischen und eurasischen Koninentalplatten. Und hier scheint es mir ähnlich zu sein wie in Chile, wo sich der Verdacht aufdrängte die kleine Nascaplatte wurde von der antarktischen Platte vorangetrieben. 10.500 v Christus gabe es schon mal etwas Ähnliches und die Aufzeichnungen der Maya, Ägypter und Hopi brachten Bourbourg, Hapgood und Einstein zu der Theorie, dass sich dabei periodisch - alle 12960 Jahre infolge der verlagerungen von (ausreichend) Eismassen an den Polen- die Erdkruste über dem Erdmantel verschoben hätte: http://en.wikipedia.org/wiki/Cataclysmic_pole_shift_hypothesis Hier die entsprechenden Berichte ( soweit vorhanden): http://alien-homepage.de/personal/scripts/the_four_ages_ das_zweite_zeitalter.html Dass die Veränderungen in den arktischen Regionen und die sich auf die Weltmeere verlagernden Eisberge auch hier dafür verantwortlich sein könnten ( ja müssen) , halte ich für sehr wahrscheinlich, ja für sicher. Was bedeutet also, dass gerade in Island die Vulkane nochmal und wahrscheinlich stärker ausbrechen werden. der Eijafialla ist ja nur das kleine Vulkanbaby, dereben mal aufgewacht ist, während Papa Hekla noch schläft Weil die Nahtstelle der beiden größen Platten ( die eurasische ist die stabiliere), die den mittelatlantischen Rücken bilden, sonst nahezu komplett untersseisch verläuft (wobei der große Wasserdruck die Vulkanische Aktivität stark unterdrückt)hat sich durch Island nur ein ventil gebildet 21.4-- 22.4. Brand auf Ölbohrinsel im Golf von Mexiko. Interessant ist ja auch diese seltsame Explosion auf der Ölbohrinsel. Hier sagt man, man hätte zuviel Wasser unter das Öl gepumpt, und dadurch kam es zur Explosion. dass das Öl aber wie berichtet "sehr heiss" war ( ist es das immer) kann das ja nur mit vulkanischen Aktivitäten zu tun haben. Ich nehme daher an: es war " heisser als sonst", und zwar aufgrund der derzeitigen starken tektonischen Aktivitäten in der ganzen Region vom Golf von Mexico bis zur Pazifik-( west-) küste Nord- und Südamerikas. Die ganze Gegend am östlichen rande des Pacific ring of fire ist derzeit die aktivste von allen. Auch, wenn die Beben von der Karibik bis Californien derzeit selten über 3,5 steigen, kann man anhand der Statistik feststellen dass sie seit Anfang Januar ( selten über 2,5) wo sie auf einmal- nach Jahren begann kontinuierlich stärker werden. In Californien dürfte es mit Sicherheit alsbald zu einem sehr schweren Beben kommen Ich denke mal, ab Mitte Mai - Juni, spätestens aber ab Mitte September. http://earthquake.usgs.gov/earthquakes/recenteqsww/Quakes/quakes_all.php SONNENFLECKENAKTIVITÄT DERZEIT UNGEWÖHNLICH HOCH. http://www.solen.info/solar/index.html ( Es gibt inzwischen auch erwiesene Zusammenhänge zwischen der durchschnittlichen Stärke der geoseismischen Aktivität und der mit der Sonnenfleckenaktivität. Die zusammen mit vermehrten Sonnenflecke auftretenden starken Sonneneruptionen heizen die Erdinnere tatsächlich ( und wie ihn dem Film "2012 von R. Emmerich behauptet) auf, was die druchscnittlichen Stärke der Erdbeben und Vulkanaktivitäten dramatisch erhöhen kann. 2011 ist das nächste , alle 11 Jahre auftretende Sonnenfleckenmaximum (= Zeit höchster Aktivät ) Dabei verlagern sich verschiedene Fusionsprozesse, die normalerweise mehr im Sonneninneren stattfinden mehr in Richtung auf deren Oberfläche .
imagine, 23.04.2010
4. Bei allem Unglück
es ist schaurig schön.
koech 23.04.2010
5. tolle Bilder...
...wo find ich die in hoher Auflösung?
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