Umweltbedrohung Öl aus gesunkenem Trawler treibt auf Kanaren zu

Ein Ölteppich nähert sich den Inseln Teneriffa und La Gomera. Der Treibstoff war aus einem gesunkenen russischen Fischereiboot ausgetreten. Umweltschützer sind alarmiert.

Beschädigter Trawler "Oleg Naydenov" (Archiv): Ölteppich treibt auf Kanaren zu
DPA

Beschädigter Trawler "Oleg Naydenov" (Archiv): Ölteppich treibt auf Kanaren zu


Nach dem Untergang eines russischen Fischereischiffs mit rund 1400 Tonnen Treibstoff vor den Kanarischen Inseln nähert sich ein Ölteppich aufgrund eines Windwechsels erstmals den Küsten von Teneriffa und La Gomera.

Die Verschmutzung müsse dringend eingedämmt werden, bevor sie die Küste erreiche, forderte am Samstag die Umweltstiftung WWF, nachdem Angehörige der Organisation in einer Überwachungsmaschine der Regionalregierung das betroffene Gebiet überflogen hatten.

Der WWF wies darauf hin, dass das gefährdete Meeresgebiet südlich der beiden Inseln sowie der Kanal zwischen Teneriffa und La Gomera mit die größte Biodiversität der Kanaren beherbergen. Das Verkehrs- und das Umweltministerium teilten unterdessen in einer gemeinsamen Erklärung mit, ein Spezialschiff habe weiter Öl von der Wasseroberfläche abgesaugt. Die Versiegelung der Treibstofftanks des Wracks per Roboter solle schon in den nächsten Tagen erfolgen.

Der Trawler "Oleg Naydenov" war zunächst in Brand geraten und am 14. April nur 25 Kilometer südlich des Gran-Canaria-Touristen-Ortes Maspalomas untergegangen. Das Wrack liegt in 2400 Meter Tiefe auf dem Meeresgrund.

loe/dpa

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