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Kanarische Inseln: Konzern will mit umstrittenen Ölbohrungen beginnen

Lanzarote (Symbolbild): Östlich der Insel soll nach Öl gesucht werden Zur Großansicht
Corbis

Lanzarote (Symbolbild): Östlich der Insel soll nach Öl gesucht werden

Der Mineralölkonzern Repsol will am Dienstag beginnen, nahe den kanarischen Inseln nach Öl zu bohren. Umweltschützer laufen Sturm. Es gab bereits zwei Verletze.

Der spanische Mineralölkonzern Repsol will am Dienstag mit einer umstrittenen Erdölsuche bei den Kanarischen Inseln beginnen. Die Probebohrungen im Atlantik östlich der Inseln Lanzarote und Fuerteventura sollten etwa zwei Monate dauern, berichtete die spanische Nachrichtenagentur Efe am Montag unter Berufung auf Unternehmenskreise.

In dem Seegebiet war es am Samstag zu einem Zusammenstoß zwischen Aktivisten der Umweltschutzorganisation Greenpeace und der spanischen Marine gekommen. Dabei wurden zwei Umweltschützer verletzt. Nach Angaben des Verteidigungsministeriums hatten die Militärs Greenpeace daran gehindert, das Bohrschiff zu entern. Die Umweltschützer hielten der Marine vor, ihre Schlauchboote gerammt zu haben.
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Die Präfektin auf den Kanaren, María del Carmen Hernández Bento, betonte, die Marine werde auch weiterhin die Sicherheit des Bohrschiffes schützen. Greenpeace habe die Sicherheitszone missachtet, die an der Bohrstelle eingerichtet worden sei.

Die Regionalregierung der Kanaren und ein großer Teil der Bewohner sind gegen die Probebohrungen, die die spanische Zentralregierung genehmigt hatte. Ihr wichtigstes Argument: Ein Unglück könne dramatische Konsequenzen haben und bewirken, dass die Urlauber wegblieben. Demgegenüber betonte Repsol, für die Probebohrungen gelten strengste Sicherheitsstandards.

Karte der Erdölfelder

jme/dpa

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insgesamt 4 Beiträge
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1. 250km...
texas_star 17.11.2014
... so weit sind die probebohrungen von den kanaren entfernt. 250 (!) km....also bohrtuerme wird man da vom ufer garantiert nicht sehen koennen....
2.
pterois 17.11.2014
Zitat von texas_star... so weit sind die probebohrungen von den kanaren entfernt. 250 (!) km....also bohrtuerme wird man da vom ufer garantiert nicht sehen koennen....
Es geht nicht um die Optik. Sondern darum, dass im Falle eines wie auch immer gearteten Unfalls z.B. Lanzarote nach nur zwei Tagen das Süßwasser ausgehen würde. Denn das wird aus Meerwasser gewonnen. Wenn das verseucht ist, "gute Nacht". Natürlich gelten die höchsten Sicherheitsstandards. Aber das war genauso im Golf von Mexiko der Fall. Und auch das Argument, Marokko würde ja auch nach Öl bohren, zieht nicht: Je mehr Leute es versuchen, desto größer die Wahrscheinlichkeit, dass Fehler passieren.
3.
Boesor 18.11.2014
ein Dilemma, alle wollen Öl, aber es soll nirgendwo gefördert werden.
4. 50 km
Kanarenvogel 18.11.2014
Die geringste Distanz vom Bohrfeld "Chirimoya" nach Fuerteventura beträgt 50 km
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