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Extremwetter-Index 2014: Die Hochrisikozonen der Erde

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Schadensbilanz: Die fünf größten Naturkatastrophen 2012 Fotos
AP

Wirbelstürme, Überflutungen, Dürren, Hitzewellen: Wetterkatastrophen haben 2012 erneut vor allem arme Länder getroffen. Der neue Klima-Risiko-Index der Umweltorganisation Germanwatch zeigt allerdings, dass extremes Unwetter auch in Europa gigantische Schäden anrichten kann.

Die Autoren des diesjährigen Klima-Risiko-Index konnten nicht ahnen, welche Bedeutung ihre Worte bekommen würden. Zum neunten Mal veröffentlicht die Umweltschutzorganisation Germanwatch das Ranking, das zeigen soll, wie stark einzelne Länder von extremen Wetterereignissen betroffen und wie verwundbar sie sind. Staaten, die weit oben auf der Liste stehen, sollten dies "als Warnung begreifen, in Zukunft auf häufigere und/oder heftigere Ereignisse vorbereitet zu sein", heißt es im Vorwort.

Jetzt hat Taifun "Haiyan" auf den Philippinen eine Katastrophe ausgelöst - und wird inzwischen zum Fanal dafür herangezogen, welche Folgen der Klimawandel in Zukunft insbesondere in armen Ländern haben könnte.

Denn eines verdeutlicht der Klima-Risiko-Index 2014, der an diesem Dienstag bei der Uno-Klimakonferenz in Warschau veröffentlicht wurde, einmal mehr: Die reichen Länder mögen maßgeblich für die bisherige globale Erwärmung verantwortlich sein, unter den Folgen von Extremwetter haben vor allem die ärmeren Länder zu leiden.

Unter den Top Ten der Staaten, die von 1993 bis 2012 am schwersten von solchen Naturkatastrophen getroffen wurden, sind acht Entwicklungsländer und kein einziges Industrieland. Honduras führt das Ranking an, gefolgt von Burma und Haiti. Insgesamt sind laut dem Index, der auf Daten der Münchener Rück basiert, seit 1993 mehr als 530.000 Menschen bei fast 15.000 Extremwetterereignissen gestorben. Die Schäden beliefen sich auf 2,5 Billionen US-Dollar.

Indirekte Folgen nicht einmal berücksichtigt

Bei alldem, betont Germanwatch, habe man lediglich die direkten Folgen der Naturkatastrophen berücksichtigt - also jene Schäden und Todesopfer, die unmittelbar auf die entsprechenden Ereignisse zurückzuführen sind. Indirekte Folgen - etwa wenn viele Menschen durch eine Hungersnot sterben, die durch Ernteverluste in Folge einer Hitzewelle ausgelöst wurde - habe man gar nicht mitberechnet.

Betrachtet man nur das Jahr 2012, seien Haiti, die Philippinen und Pakistan die am stärksten betroffenen Staaten, sagte Sönke Kreft, einer der Autoren des Berichts. Der Karibikstaat Haiti, der noch immer unter den Folgen des verheerenden Erdbebens von 2010 leide, habe im August 2012 während des Hurrikan "Isaac" große Teile seiner Ernte verloren, später habe es noch einmal heftige Zerstörungen durch tropische Regenfälle infolge des Hurrikans "Sandy" gegeben. Mindestens 200.000 Menschen wurden als Folge der Stürme obdachlos - die allermeisten davon übrigens außerhalb der USA, die jedoch, wie Germanwatch kritisiert, meist im Zentrum der Medienberichterstattung standen.

Auf den Philippinen, wo die genaue Zahl der Opfer nach dem Taifun "Haiyan" noch nicht feststeht, starben ein Jahr zuvor mehr als 1400 Menschen durch den Taifun "Bopha". In Pakistan, das bereits 2010 und 2011 Opfer schwerer Überschwemmungen wurde, kamen bei heftigen Monsun-Fluten mehr als 650 Menschen ums Leben.

Auch Osteuropa 2012 massiv betroffen

Allerdings finden sich in den Top Ten des Jahres 2012 - oder, wie Germanwatch sie nennt, in den "Down 10" - mit Bosnien-Herzegowina, Serbien und Russland auch einige osteuropäische Staaten. Das liege daran, dass sowohl Überflutungen als auch der heißeste Sommer seit 40 Jahren in den Balkanländern für enorme Ernteausfälle und wirtschaftliche Schäden gesorgt haben. Deutschland liegt 2012 auf Rang 67, in der Rangliste von 1993 bis 2012 dagegen auf Platz 32.

Dass auch Europa von Wetterkatastrophen heimgesucht werden kann, ist spätestens seit 2003 kein Geheimnis mehr: Im damaligen Jahrhundertsommer starben auf dem Kontinent mehr als 70.000 Menschen an den Folgen der extremen Hitzewelle. Unter den schlimmsten Extremwetterereignissen seit 2000 gehört der Sommer 2003 zu jenen, die laut Germanwatch mit hoher Sicherheit zumindest zum Teil auf den Klimawandel zurückgeführt werden können. Das gleiche gelte für den Winter von 2008, der im östlichen Mittelmeerraum und dem Nahen Osten der trockenste seit 1902 war, sowie für die Hitzewelle, die 2011 den Süden der USA heimsuchte.

Die Liste zeigt allerdings auch die Schwierigkeit, einzelne Wetterereignisse dem Klimawandel zuzuordnen. Die verheerende Trockenheit, die 2009 in Australien Rekorde purzeln ließ, sei nur mit mittlerer Zuversicht auf die globale Erwärmung zurückzuführen. Bei den Überflutungen in Pakistan, die 2010 mehr als 20 Millionen Menschen betrafen, liegt die Sicherheit noch niedriger.

Mit Material von dpa

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1. ....
jujo 12.11.2013
Zitat von sysopAPWirbelstürme, Überflutungen, Dürren, Hitzewellen: Wetterkatastrophen haben 2012 erneut vor allem arme Länder getroffen. Der neue Klima-Risiko-Index der Umweltorganisation Germanwatch zeigt allerdings, dass extremes Unwetter auch in Europa gigantische Schäden anrichten kann. http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/klima-risiko-index-2014-germanwatch-stellt-extremwetter-ranking-vor-a-933084.html
Die grossen Zahlen von Opfern und enormen Sachschäden haben auch mit der Übervölkerung und dichten Besiedlung zu tun. Wo niemand lebt kommt auch niemand zu Schaden. Im Gangesdelta z.B. , auf den Schilfinseln, lebte früher kein Mensch heute werden sie dicht besiedelt, Folge ist jeweils bei Hochwasser u.s.w. ein enormer Schaden. Bei uns im dünnbesiedelten Schweden sind vorige Woche wieder ca. 1 Mio. Bäume im Sturm gefallen, Tote keiner.
2. Katastrophen gab es immer und viel schlimmer
WaldemarIdar 12.11.2013
Die Mode, jede Naturkata-strophe umzudichten und einen Reim auf eine befürchtete Klimaänderung zu machen, grenzt an Denkverweigerung. Alles ist im Rahmen der üblichen Schwankungen und der üblichen Ereignisse der Erde. Nur können das einige Profilneurotiker so nicht gebrauchen und erzählen neue Presse-Märchen. Der Vulkanausbruch von Krakatau von 1883 war wesentlich schlimmer. Das Äquivalent des Ausbruchs entsprach etwa 50.000 Hiroshima-Bomben und verdunkelte für einen Sommer die ganze Welt mit der Folge von weltweiten Hungersnöten. Wer es nicht glauben will, dass früher die Katastrophen noch viel schlimmer waren, sollte sein Taschenhirn einschalten: Liste Größte Naturkatastrophen | Erdbeben, Fluten | Taschenhirn.de (http://taschenhirn.de/geschichte/naturkatastrophen/). Es ist schon absurd, wie Menschen auf die Gedanken kommen können, dass die Katastrophen der Neuzeit, angeblich verursacht durch den Menschen, mehr sind als Mückenstiche für die Erde.
3. Das größte Risiko besteht ja wohl in Deutschland oder?
nitram1 12.11.2013
Oder warum sonst fliehen so viele Konzerne und Unternehmen aus diesem Land? Wo wir doch so weitsichtig regiert werden!
4. CO2 Steuer
allesluege 12.11.2013
Zitat von sysopAPWirbelstürme, Überflutungen, Dürren, Hitzewellen: Wetterkatastrophen haben 2012 erneut vor allem arme Länder getroffen. Der neue Klima-Risiko-Index der Umweltorganisation Germanwatch zeigt allerdings, dass extremes Unwetter auch in Europa gigantische Schäden anrichten kann. http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/klima-risiko-index-2014-germanwatch-stellt-extremwetter-ranking-vor-a-933084.html
Wann kommt denn nun die CO2 Steuer für alle, wie sie bereits vor vielen Jahren beim Bilderberg Treffen (nachzulesen) beschlossen wurde?! Der Schwindel ist doch längst aufgeflogen, ihr seid entlarvt!
5.
Trondesson 12.11.2013
Seltsamer Index. Hong Kong, welches auf der Zugbahn des einen oder anderen Taifuns liegt, auf Platz 179? Wenn die das mal nicht vergessen und nachträglich eingefügt haben.
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Orkan, Hurrikan, Zyklon und Taifun
Entstehung
Orkan, Hurrikan, Zyklon und Taifun sind im Grunde das gleiche Wetterphänomen. Bei allen vieren handelt es sich um Wirbelstürme, die entstehen, wenn sich um ein großes Tiefdruckgebiet ein Sturmfeld bildet. Je nach Stärke und Größe kann es erhebliche Verwüstungen anrichten.

Ein Orkan entsteht, wenn kalte Luft vom Nordpol auf warme Luft aus dem Süden trifft. An der Grenze, der sogenannten Polarfront, ziehen die Luftmassen aneinander vorbei. Dabei können Drehbewegungen entstehen, in deren Zentrum der Luftdruck stark abfällt und Tiefdruckwirbel mit starken Winden ausgelöst werden.

Tropische Wirbelstürme entstehen dagegen über aufgeheizten Wassermassen im Ozean. Die aufsteigende Luft erzeugt einen Unterdruck, der Luft aus der Umgebung ansaugt. Dieser Kamineffekt wird durch das warme Wasser weiter befeuert. Die Luftmassen werden durch die sogenannte Corioliskraft, die aus der Erdrotation entsteht, in Drehung versetzt.
Unterscheidung
Von Orkanen sprechen Seefahrer und Meteorologen ab Windstärke zwölf, dem höchsten Wert auf der nach dem britischen Admiral Francis Beaufort benannten Beaufort-Skala. Sie entspricht einer Geschwindigkeit von 117,7 Kilometern pro Stunde oder 64 Knoten. Solche Winde können nicht nur in Tiefdruckgebieten wie etwa "Kyrill", sondern auch örtlich begrenzt in Tornados auftreten.

Während der Begriff Orkan früher zusammenfassend für alle diese Phänomene benutzt wurde, bezeichnet er heute meist nur noch die Windstärke bei Stürmen in Europa. Ein tropischer Wirbelsturm wird dagegen Hurrikan oder Taifun genannt - je nachdem, ob er sich im Atlantik, dem Nordpazifik oder in der Karibik entwickelt und so zum Hurrikan wird oder aber im nordwestlichen Pazifik wütet und dann als Taifun gilt. Im Indischen Ozean wiederum wird ein Wirbelsturm auch Zyklon genannt.

Tropische Wirbelstürme entwickeln höhere Windgeschwindigkeiten als Winterstürme. Letztere besitzen dagegen breitere Sturmfelder und bewegen sich schneller fort, manchmal bis zu 2000 Kilometer pro Tag.
Gefahren
Wirbelstürme können die See zu Wellenhöhen von bis zu 20 Metern aufpeitschen. Im Binnenland sind sie wegen größerer Reibung am Boden dagegen selten, weshalb es dort meist nur zu Orkanböen kommt. Sie können selbst starke Bäume entwurzeln und schwere Verwüstungen verursachen. Der Hurrikan "Katrina" etwa, der im August 2005 New Orleans verwüstete und mehreren tausend Menschen das Leben kostete, wurde aus einem tropischen Tief geboren. In Asien lösen Taifune regelmäßig Katastrophen mit Hunderten Toten aus.

Zu vergleichbar schweren Katastrophen kam es in Europa noch nicht. Aber auch hier richteten Winterorkane schon erhebliche Schäden an und töteten Dutzende Menschen. Ende 1999 etwa zog der Orkan "Lothar" von der Biskaya kommend über Frankreich, die Schweiz und Süddeutschland und richtete einen Schaden in Milliardenhöhe an. Der Sturm traf mittags mit voller Wucht auf den Schwarzwald, mit Spitzengeschwindigkeiten von 272 km/h. Selbst in dem im tiefen Rheingraben gelegenen Karlsruhe wurden Werte von bis zu 151 km/h registriert. Mehr als 60 Menschen wurden europaweit durch den "Jahrhundertsturm" getötet.

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