Klimawandel Meteorologen erklären 2013 zum sechstwärmsten Jahr

Die globale Erwärmung geht weiter, sagt die Weltorganisation für Meteorologie: Das Jahr 2013 war das sechstwärmste seit Beginn der Aufzeichnungen. Besonders warm wurde es im Süden.

Chemiefabrik in Melbourne (Archivbild): Temperaturrekorde auf Südhalbkugel
REUTERS

Chemiefabrik in Melbourne (Archivbild): Temperaturrekorde auf Südhalbkugel


Genf/Yokohama - Das Jahr 2013 war einem aktuellen Bericht zufolge das sechstwärmste seit Beginn der Wetteraufzeichnungen. Das zeige, dass sich die globale Erderwärmung fortsetze, trotz der Erwärmungspause der letzten 16 Jahre, berichtete die Weltorganisation für Meteorologie (WMO) am Montag in Genf. Die Auswirkungen des Klimawandels seien überall auf der Welt spürbar gewesen, sagte WMO-Generalsekretär Michel Jarraud.

Die US-Wetterbehörde NOAA hatte 2013 als viertwärmstes Jahr seit 1880 eingestuft, die Weltraumbehörde Nasa als siebtwärmstes. Die Institutionen greifen auf unterschiedliche Messdaten zurück, was die Unterschiede in den Rangfolgen erklärt.

Jarraud erinnerte an den Taifun "Haiyan", der im November die Philippinen verwüstet und mehr als 6000 Menschen das Leben gekostet hatte. Die Auswirkungen seien auch deshalb so dramatisch gewesen, weil der Meeresspiegel in der betroffenen Region infolge der Erderwärmung gestiegen sei, sagte er.

Der WMO-Bericht enthält viele weitere Beispiele für Wetterextreme im vergangenen Jahr: die schlimmste Dürre der vergangenen 50 Jahre im Nordosten Brasiliens etwa, den breitesten bisher beobachteten Tornado im US-Bundesstaat Oklahoma und auch die zu Überschwemmungen führenden Starkregenfälle in Mitteleuropa. Ein Zusammenhang mit dem Klimawandel ist allerdings im Einzelfall nicht unbedingt belegt.

13 der 14 wärmsten Jahre weltweit seit Aufzeichnungsbeginn 1850 entfallen der WMO zufolge auf das 21. Jahrhundert. Jedes der vergangenen drei Jahrzehnte sei wärmer als das vorhergehende gewesen. 2013 teilt sich den sechsten Rang in der Liste der heißesten Jahre mit dem Jahr 2007. Vielerorts wurden Hitzerekorde gebrochen. So wurden in Vioolsdrif in Südafrika am 4. März 47,4 Grad gemessen - der WMO zufolge der höchste bisher gemessene März-Wert für ganz Afrika.

Im Jahresmittel wurden auf der südlichen Erdhalbkugel besonders hohe Temperaturen gemessen, so die WMO. Für Australien sei 2013 das wärmste, für Argentinien das zweitwärmste und für Neuseeland das drittwärmste Jahr seit Aufzeichnungsbeginn gewesen.

hda/dpa

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insgesamt 46 Beiträge
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Seite 1
christian77 24.03.2014
1. Ist es das viert oder sechst wärmste Jahr?
Zitat von sysopREUTERSDie globale Erwärmung geht weiter, sagt die Weltorganisation für Meteorologie: Das Jahr 2013 war das sechstwärmste seit Beginn der Aufzeichnungen. Besonders warm wurde es im Süden. http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/klima-wmo-erklaert-2013-zum-sechstwaermsten-jahr-a-960502.html
Hallo! Bitte kontrollieren Sie doch noch mal die Rangliste (Links) mit Ihren Aussagen im Text. Was ist richtig? Mfg C.H.
Deep_Thought_42 24.03.2014
2. Temperaturstagnation und kein Ende !
Zitat: "Die Auswirkungen seien auch deshalb so dramatisch gewesen, weil der Meeresspiegel in der betroffenen Region infolge der Erderwärmung gestiegen sei, sagte er." Der offizielle globale Meeresspiegelanstieg wird von Herrn Rahmsdorf mit 3,2 mm/a (Millimeter pro Jahr) angegeben. Vorher war man sogar nur von 2 mm/a ausgegangen. Hier wird doch wieder einmal versucht, Stimmung bei Ahnungslosen zu machen. Der wichtigste Satz steht nicht im Artikel. Die "unerklärliche", schon mehr als 10 Jahre dauernde Temperaturstagnation (bei steigender CO2 Konzentration) bestand auch 2013 weiter. Zu dem Titelbild fällt mir nur noch der Begriff Demagogie ein. Da bekommt man ja schon beim blossen Betrachten einen Sonnenbrand !
r-flection 24.03.2014
3. Realitätsferne Beschwichtigung bzw. Realitätsverweigerung
Zitat von Deep_Thought_42Zitat: "Die Auswirkungen seien auch deshalb so dramatisch gewesen, weil der Meeresspiegel in der betroffenen Region infolge der Erderwärmung gestiegen sei, sagte er." Der offizielle globale Meeresspiegelanstieg wird von Herrn Rahmsdorf mit 3,2 mm/a (Millimeter pro Jahr) angegeben. Vorher war man sogar nur von 2 mm/a ausgegangen. Hier wird doch wieder einmal versucht, Stimmung bei Ahnungslosen zu machen. Der wichtigste Satz steht nicht im Artikel. Die "unerklärliche", schon mehr als 10 Jahre dauernde Temperaturstagnation (bei steigender CO2 Konzentration) bestand auch 2013 weiter. Zu dem Titelbild fällt mir nur noch der Begriff Demagogie ein. Da bekommt man ja schon beim blossen Betrachten einen Sonnenbrand !
Ich frage mich ja immer wieder wie man diesen Schwachsinn glauben und verzapfen kann angesichts sich einer immer wandelnden Umwelt. Zu den Fakten (nur ein paar, damit's nicht zu weh tut): Niederschlagsmengen werden seit 20 Jahren plötzlich in l/m2 angegeben wo es früher noch mm/m2 waren. Gletscher und Eismassen in Höhenlagen schmelzen, unabhängig jeglichem dummen Geschwätzes und widersinniger anderweitiger Behauptungen munter weiter, eisfreie Passage in der Nordost- und -westpassage nimmt jährlich weiter zu, in der Schweiz und im Himalaya z.B. entstehen immer mehr neue Schmelzwasserseen da Eismassen im Hochgebirge schmelzen (gibt sogar schon Karten wo die neu entstehenden Seeen eingezeichnet sind, auch die die erst in ein paar Jahren entstehen). Permafrostböden tauen weiter munter auf, Grönlands Eismassen und Gletscher weltweit schmelzen....
polarwolf14 24.03.2014
4. Wiederholungen. ...
Durch ständige Wiederholung wird es nicht wahrer. Es gibt keinen Klimawandel! Alle paar Wochen gibt es von "keine Erwärmung" bis "hohe Erwärmung" ständig neue Schreckensnachrichten. Ich sehe sas absolut gelassen, seit der Schulzeit versucht man in Europa den Kindern klarzumachen, das Klima steigt, Ölvorräte sinken etc.. alles gelogen. Wenn Atom leider aussteigen muss, können die Windanlagen nicht genügend Strom liefern und irgendwann dann werden die Kohlegruben wieder geöffnet. Allss wegen Paranoia.
Tim van Beek 24.03.2014
5. Originalquellen und Rolle des Meeresanstiegs?
Zitat von sysopREUTERSDie globale Erwärmung geht weiter, sagt die Weltorganisation für Meteorologie: Das Jahr 2013 war das sechstwärmste seit Beginn der Aufzeichnungen. Besonders warm wurde es im Süden. http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/klima-wmo-erklaert-2013-zum-sechstwaermsten-jahr-a-960502.html
Hätten Sie einen Link, wo man die Originalaussagen nachlesen kann, für die interessierten Leser? Ich weiß schon, man kann auch googlen, aber... Zitat: "Jarraud erinnerte an den Taifun "Haiyan", der im November die Philippinen verwüstet und mehr als 6000 Menschen das Leben gekostet hatte. Die Auswirkungen seien auch deshalb so dramatisch gewesen, weil der Meeresspiegel in der betroffenen Region infolge der Erderwärmung gestiegen sei, sagte er." Das ist, so wie es dasteht, schwer nachvollziehbar. Wie sehr ist denn der Meeresspiegel aufgrund des bisherigen Klimawandels vor Ort gestiegen?
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