Klimaforscher Bengtsson "Ich hatte Angst um meine Gesundheit und Sicherheit"

Der angesehene Meteorologe Lennart Bengtsson wechselte ins Lager der Klimaskeptiker. Nun macht er einen Rückzieher: Kollegen hätten sich von ihm abgewendet, der Druck sei zu groß geworden.

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Lennart Bengtsson: "Ich wurde unter so großen Druck gesetzt, den ich nicht mehr ertragen konnte"

Lennart Bengtsson: "Ich wurde unter so großen Druck gesetzt, den ich nicht mehr ertragen konnte"


Hamburg - Es war eine der erstaunlichsten Personalien der Wissenschaft seit langem. Einer der angesehensten Klimatologen, der emeritierte Max-Planck-Direktor Lennart Bengtsson, wechselte Ende April ins Lager der Klimaskeptiker, die grundlegende wissenschaftliche Schlussfolgerungen des Uno-Klimaberichts bezweifeln. Die Skeptiker halten die Prognosen über die Folgen der Erderwärmung für zu pessimistisch.

Bengtsson war dem Akademischen Beirat der Global Warming Policy Foundation (GWPF) beigetreten. Jetzt macht er seinen Schritt rückgängig. "Ich wurde unter so großen Druck gesetzt, den ich nicht mehr ertragen konnte", erklärt Bengtsson in einer Mitteilung an die GWPF. Kollegen hätten sich abgewendet, manche hätten die Zusammenarbeit beendet. Er hätte sich zudem um seine Gesundheit und Sicherheit gesorgt, weshalb er aus dem GWPF wieder ausgetreten sei.

"Wie bei der Kommunistenverfolgung"

Er fühle sich an die Zeit der Kommunistenverfolgung in den USA in den Fünfzigerjahren erinnert, erklärt Bengtsson. Er habe es nie für möglich gehalten, dass dergleichen möglich sei in der Meteorologie. Die Wissenschaftlerzunft scheine sich verändert zu haben in den vergangenen Jahren.

Die Global Warming Policy Foundation (GWPF) erklärt, man habe den Rücktritt mit großem Bedauern zur Kenntnis genommen. Der Vorgang offenbare einen "schockierenden Grad an Intoleranz in der Gesellschaft und einen Widerspruch zu den Grundprinzipien einer offenen wissenschaftlichen Debatte".

Mit seinem Beitritt zur Skeptikerszene hatte Bengtsson eigentlich die Debatte über Klima und Energie öffnen wollen, wie er im Interview mit SPIEGEL ONLINE erklärt hatte. Der Uno-Klimabericht setze sich nicht ausreichend kritisch mit den Schwächen der Klimaszenarien auseinander. Er sehe keine Notwendigkeit, einen Konsens herbeizuführen "in einem Gebiet, das so unvollständig verstanden ist wie das Klimasystem", hatte Bengtsson gesagt.

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michelinmännchen 14.05.2014
1. na,
da sollten wir uns nicht beschweren, Mainstream ist angesagt, auch wenn er noch so falsch ist. Wäre u.a. schädlich für die wirtschaftliche Entwicklung, wenn man den Tatsachen und möglichen Auswirkungen auf den Grund gehen würde. Mich wundert nur, dass er nicht auf die Liste der Drohnenziele kommt. Wäre doch nur konsequent.
Mac_Beth 14.05.2014
2. Ein weiterer Beweis dafür...
...wie sehr die Szene der sogenannten Klimaforscher durch Dogmen und Ideologie bestimmt wird. Ein offener und kritischer Dialog an den Kriterien Objektivität, Validität und Reliabilität ist nicht gewünscht. Mit echter Wissenschaft hat das nichtsmehr zu tun. Ein Grund mehr für mich kritisch zu hinterfragen was man aus dieser Ecke alles vorgesetzt bekommt.
Zereus 14.05.2014
3.
Zitat von sysopKollegen hätten sich abgewendet, der Druck sei zu groß geworden: Der angesehene Klimaforscher Lennart Bengtsson verlässt den Skeptikerverein GWPF wieder. Auch aus Sorge um seine Sicherheit und Gesundheit. http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/klimaforscher-lennart-bengtsson-tritt-aus-skeptikerverein-gwpf-aus-a-969382.html
Tja, die Möglichkeit, seine Meinung frei zu äußern, wird eben nur denjenigen zuteil, deren Meinung gutmenschentauglich ist. Das Atom ist sehr böse, der Euro toll, die EU superdufte, das CO2 pures Gift, Gendermainstreaming ist sehr geil und Conchita Wurst hat toll gesungen. Wer das und andere Dinge nicht genau so sieht, muss zuweilen schonmal um seine körperliche Unversehrtheit fürchten. Und gerade die Typen, die diese Wahrheiten am verbissensten verteidigen, kleben isch das Label "Freiheit" ans Revers und schimpfen auf die Russen.. Wir leben in einer sehr kranken Gesellschaft.
mosquito60 14.05.2014
4. Toll
Es lebe die Demokratie und die Meinungsfreiheit. Mehrheitsentscheide werden in der Wissenschaft salonfähig. Das kann nicht gut sein. Wenn nur noch richtig ist, was 97% glauben, wird es bald keine bahnbrechenden Entdeckungen mehr geben. Heute würde man Einstein niederschreien. Idioten regieren die Welt.
penie 14.05.2014
5. Die
Das IPCC ist ohnhin zu einer Bande von Klima-Lobbyisten degeneriert, die bekannter maßen Fakten frisiert, um "die Message nicht zu verwässern". Jeder Wissenschaftler, der so etwas tut, müßte eigentlich umgehend entlassen werden. Die Herrschaften vertreten offensichtlich massiv Eigeninteressen. Gut dotierte Lehrstühle und Forschungsstellen auf Kosten des Steuerzahlers. Dass nun ein Kollege unter Druck gesetzt wird, weil er eine abweichende Meinung vertritt, passt ins Bild.
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