Klimaschutz Mexiko will 23 Milliarden Dollar in Raffinerien investieren

"Das sind grüne Investitionen, die die Umwelt und die Gesundheit der Mexikaner schützen": Präsident Enrique Peña Nieto hat angekündigt, Milliarden für die Modernisierung von Raffinerien auszugeben. So sollen auch Zehntausende Arbeitsplätze entstehen.

Raffinerie im mexikanischen Tula: Umweltschutz und Wirtschaftswachstum
REUTERS

Raffinerie im mexikanischen Tula: Umweltschutz und Wirtschaftswachstum


Mexiko will 23 Milliarden Dollar in die Modernisierung seiner Raffinerien stecken, um den Ausstoß klimaschädlicher Gase zu reduzieren - das sind umgerechnet etwa 21,1 Milliarden Euro. Das Büro von Präsident Enrique Peña Nieto kündigte an, 3,1 Milliarden Dollar sollen bis kommendes Jahr in sechs Raffinerien der staatlichen Ölfirma Pemex investiert werden, um den Schwefelgehalt des produzierten Benzins zu senken.

"Dies sind grüne Investitionen, die die Umwelt und die Gesundheit der Mexikaner schützen", sagte Peña Nieto bei der Vorstellung der Pläne in der Raffinerie Tula. Demnach sollen zudem drei Milliarden Dollar in drei Raffinerien und eine Gasfabrik gehen, damit diese ihre eigene Elektrizität produzieren können. Durch die Umstellung soll den Angaben zufolge der Ausstoß von Treibhausgasen um 3000 Tonnen pro Megawatt reduziert werden.

Außerdem will die Regierung 13 Milliarden Dollar investieren, um die Kapazitäten zur Verarbeitung von Rohöl zu erhöhen. Weitere 3,9 Milliarden Dollar sollen ausgegeben werden, um den Import von schwefelhaltigem Diesel zu senken.

Wachsen und schützen

Durch die Investitionen sollen rund 63.000 neue Jobs entstehen. Der Präsident sagte, die Projekte seien durch die im vergangenen Jahr unterzeichnete Energiereform ermöglicht worden, die den Öl- und Gassektor für private Investitionen öffnet. "Es ist möglich für Mexiko, sowohl wirtschaftlich zu wachsen und sich zu entwickeln, als auch seine Umwelt zu schützen und zu respektieren", sagte Peña Nieto.

Er stellte die Pläne vor, während auf der Uno-Klimakonferenz in Paris die Staatengemeinschaft über Schritte zur Eindämmung des Klimawandels berät. Mexiko war das erste Schwellenland dieses Jahr, das Klimaziele für die Konferenz angegeben hatte. Die Regierung sagte dabei zu, von 2026 an seine Treibhausgasemissionen zu reduzieren. Demnach sollen sie bis 2030 um 22 Prozent verringert werden, während der Einsatz von Kohle um 51 Prozent gesenkt werden soll.

Klimagipfel in Paris

aar/AFP/dpa



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