Klimaschutzdebatte bei G7 Sechs gegen die USA

Beim Streitthema Klimaschutz bleiben die USA isoliert. Auf dem G7-Treffen der Umweltminister in Bologna bekräftigen alle übrigen Länder ihre Unterstützung für das "unabänderliche" Abkommen von Paris.

Mit Gras bedeckter Tisch auf G7-Umweltminister-Treffen in Bologna
AP

Mit Gras bedeckter Tisch auf G7-Umweltminister-Treffen in Bologna


Die Umweltminister der großen Industrienationen wollen sich auch ohne die USA weiter für die Umsetzung des Pariser Klimaschutzabkommens einsetzen. Die Vereinbarung sei das Instrument, mit dem der Klimawandel und seine Auswirkungen wirksam bewältigt werden könnten, hieß es in einer Erklärung zum Abschluss des G7-Ministertreffens am Montag in Bologna.

Die Vereinigten Staaten distanzierten sich in dem Kommuniqué von der Linie der Ressortchefs aus Deutschland, Frankreich, Italien, Japan, Großbritannien und Kanada. Sie bekräftigten aber, weiter an der Reduzierung des CO2-Ausstoßes arbeiten zu wollen.

US-Präsident Donald Trump hatte Anfang Juni den Ausstieg aus dem Klimaschutzabkommen verkündet und mit der Entscheidung weltweit Bedauern und Kritik ausgelöst. Die Vereinbarung, die Ende 2015 beschlossen wurde, sieht vor, die Erderwärmung auf klar unter zwei Grad im Vergleich zur vorindustriellen Zeit zu begrenzen.

Die Staaten wollen dazu den Netto-Ausstoß ihrer Treibhausgase in der zweiten Hälfte des Jahrhunderts auf Null bringen. Das Abkommen sei "unabänderlich" und entscheidend für die Sicherheit und den Wohlstand auf der Erde, für die Gesellschaft und die Wirtschaft, erklärte die Gruppe der Sieben ohne die USA.

"Bologna sendet eine klare Botschaft nach Washington und an den Rest der Welt", teilte Andree Böhling von Greenpeace mit. Die Nichtregierungsorganisation forderte von den übrigen sechs Staaten, Taten folgen zu lassen. "Jetzt ist der richtige Zeitpunkt, um die nationalen Klimaziele hochzuschrauben."

Auch die Umwelt- und Entwicklungsorganisation Germanwatch begrüßte die Geschlossenheit der sechs Umweltminister, die gezeigt hätten, dass das Paris-Abkommen nicht neu verhandelt werden könne. "Der Versuch der US-Regierung, sich aus der Verantwortung für das Klima zu stehlen, wird nicht akzeptiert", erklärte Christoph Bals in einer Mitteilung.

hda/dpa



insgesamt 12 Beiträge
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zeichenkette 13.06.2017
1. Da könnte ja jeder kommen
Nicaragua unterschreibt nicht, weil es ihnen nicht weit genug geht, Syrien weil es in einem Bürgerkrieg steckt, und die USA weil es Trump so gefällt. Alle anderen Länder sind da vernünftiger und ALLE heißt da wirklich mal alle.
Berliner311 13.06.2017
2. Die einzig richtige Entscheidung
Natürlich muss die Weltgemeinschaft weiter für eine lebenswerte Welt unserer Kinder kämpfen. Ich denke das Firmen die thermische Solaranlagen, Fotovoltaikanlagen und Wärmepumpen (u.a.) produzieren subventioniert werden sollten, damit entsprechende Produkte günstiger auf dem Markt zur Verfügung stehen und die Forderungen der EnEV nicht umgangen werden müssen. Die alten Kessel verkaufen wir dann den USA...
Skepsi 13.06.2017
3. Was wurde bis jetzt erreicht?
Nichts. Der ganze Klimaschwindel dient dazu, riesige Geldsummen zu erbeuten, genau wie mit dem Unfug, ganze Länder mit Windmühlen vollzustellen und landwirtschaftlich nutzbare Flächen mit Photovoltaik zuzupflastern. Es ist und bleibt Zappelstrom mit einer sensationell niedrigen Energiedichte und ohne die geringste Aussicht auf brauchbare Speichermöglichkeiten. Das einzige was dabei funktioniert ist die Riesenabzocke, die einem geringen Teil der Bevölkerung fette Erträge bringt. Nebenbei werden wir als Industriestandort mehr und mehr ins Hintertreffen geraten, weil wir auf Grund unserer Energiekosten zu teuer sind. Wo erfährt man, dass in den letzten 15 Jahren kein Temperaturanstieg erfolgt ist, sondern im Gegenteil eine leichte Abkühlung? Wo erfährt man, dass die Temperaturen zur Zeit wesentlich niedriger sind, als in der Römerzeit? Wo haben die Klimapäpste die ideale globale Durchschnittstemperatur festgelegt? Waren das nicht 15 Grad Celsius? Wir haben doch erst 14,8 Grad! Warum steht als Maxime nicht über Allem, dass es nur eine wirklich wirksame Maßnahme geben kann, nämlich die fossilen Energieträger nicht ans Tageslicht zu fördern? Wie will man eine rasant wachsende Weltbevölkerung ernähren? Mit Zappelstrom? Im Jahre 1800 war die Weltbevölkerung bei 1,2 Mrd. Menschen. Zur Zeit sind wir bei 7,x Mrd. In 217 Jahren eine Versiebenfachung! Das Co2, das bei den ganzen Gipfeln verflogen und verfahren wird, wird niemals als Einsparung bei diesen ganzen Dillettantenversammlungen wieder eingespart werden. Wenn wir das Bevölkerungswachstum nicht stoppen können ( keine Ahnung wie man das machen soll), und die Kernfusion nicht nutzbar machen, können wir einpacken. Laut Stephen Hawking muß sich die Menschheit in den nächsten hundert Jahren einen anderen Planeten suchen. Na dann mal viel Erfolg.
ash26e 13.06.2017
4. Es geht doch gar nicht ums Klima!!!
Zitat von SkepsiNichts. Der ganze Klimaschwindel dient dazu, riesige Geldsummen zu erbeuten, genau wie mit dem Unfug, ganze Länder mit Windmühlen vollzustellen und landwirtschaftlich nutzbare Flächen mit Photovoltaik zuzupflastern. Es ist und bleibt Zappelstrom mit einer sensationell niedrigen Energiedichte und ohne die geringste Aussicht auf brauchbare Speichermöglichkeiten. Das einzige was dabei funktioniert ist die Riesenabzocke, die einem geringen Teil der Bevölkerung fette Erträge bringt. Nebenbei werden wir als Industriestandort mehr und mehr ins Hintertreffen geraten, weil wir auf Grund unserer Energiekosten zu teuer sind. Wo erfährt man, dass in den letzten 15 Jahren kein Temperaturanstieg erfolgt ist, sondern im Gegenteil eine leichte Abkühlung? Wo erfährt man, dass die Temperaturen zur Zeit wesentlich niedriger sind, als in der Römerzeit? Wo haben die Klimapäpste die ideale globale Durchschnittstemperatur festgelegt? Waren das nicht 15 Grad Celsius? Wir haben doch erst 14,8 Grad! Warum steht als Maxime nicht über Allem, dass es nur eine wirklich wirksame Maßnahme geben kann, nämlich die fossilen Energieträger nicht ans Tageslicht zu fördern? Wie will man eine rasant wachsende Weltbevölkerung ernähren? Mit Zappelstrom? Im Jahre 1800 war die Weltbevölkerung bei 1,2 Mrd. Menschen. Zur Zeit sind wir bei 7,x Mrd. In 217 Jahren eine Versiebenfachung! Das Co2, das bei den ganzen Gipfeln verflogen und verfahren wird, wird niemals als Einsparung bei diesen ganzen Dillettantenversammlungen wieder eingespart werden. Wenn wir das Bevölkerungswachstum nicht stoppen können ( keine Ahnung wie man das machen soll), und die Kernfusion nicht nutzbar machen, können wir einpacken. Laut Stephen Hawking muß sich die Menschheit in den nächsten hundert Jahren einen anderen Planeten suchen. Na dann mal viel Erfolg.
Wann merken es endlich unsere hirnlosen Klimakathastrophenjünger? Ich zitiere sinngemäß "Prof" Edenkofer vom PIK : Auf das Klima kommt es doch gar nicht an. Es handelt sich ausschließlich um die Umverteilung des Wohlstandes und der Vernichtung des Kapitalismus. Die "Ehrlichkeit" dieser Scharlatane muß sich jeder schon mal auf der Zunge zergehen lassen.
shechinah 13.06.2017
5. Erstaunlich..
...wie wenige, die hier Gift und Galle spucken, den Inhalt des Pariser Abkommens gelesen haben, sondern nur die BILD Headlines. Das Abkommen ist völlig unverbindlich, jeder kann reinschreiben, was er lustig ist, bei Nichteinhaltung gibt es weder Sanktionen, noch Strafen. China hat z.B. rein geschrieben, daß sie erst 2035 irgendwas ändern, bis dahin dürfen sie noch so viele Kohlekraftwerke bauen, wie sie brauchen. Deutschland (Am Deutschen Wesen...) hat den Mund natürlich besonders voll genommen, aber hat es - trotz zig Miliardenlast für den Bürger - in den letzten Jahren nicht geschafft irgendwas zu verringern, sondern - im Gegenteil - Atomkraft abgeschafft und verbrennt jetzt lustig erst mal mehr Kohle. Das ganze ist nur eine Maßnahme, um Geld von armen Leuten in reichen Ländern, and reiche Leute in armen Ländern umzuschichten.
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