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Klimawandel: Atlantik-Strömung heizt die Arktis auf

Forscher vermelden einen neuen Temperaturrekord: Eine Meeresströmung, die Wasser aus dem Atlantik in die Arktis bringt, war in den vergangenen 2000 Jahren nie so warm wie jetzt. Das arktische Eis droht noch schneller zu schmelzen.

Klimaforschung: Wärmerekord zwischen Grönland und Spitzbergen Fotos
Nicolas van Nieuwenhove

Der Atlantik sorgt dafür, dass die Arktis sich erwärmt. Das atlantische Wasser in der Framstraße, einer Meerenge zwischen Grönland und Spitzbergen, ist in den vergangenen 2000 Jahren noch nie so warm gewesen wie heute. Das belegen Untersuchungen von Wissenschaftlern um Robert Spielhagen vom Kieler Leibniz-Institut für Meereswissenschaften IFM-Geomar. Sie konnten mit Hilfe von fossilen tierischen Einzellern nachweisen, dass sich das einströmende Atlantikwasser in den vergangenen hundert Jahren um etwa zwei Grad Celsius erwärmt hat. Die Temperaturen in der Framstraße liegen je nach Wassertiefe bei zwei bis sechs Grad Celsius.

"Eine solche Erwärmung von Atlantikwasser in der Framstraße hebt sich wesentlich von den Klimaschwankungen der vergangenen 2000 Jahre ab", sagt Spielhagen, der die Untersuchung im Wissenschaftsjournal "Science" veröffentlicht hat. In den zwei Jahrtausenden zuvor hätten die Wassertemperaturen lediglich immer wieder um mehrere Zehntel Grad Celsius geschwankt. Die Experten vermuten, dass der beschleunigte Rückgang des Meereises und die in den vergangenen Jahrzehnten gemessene Erwärmung von Ozean und Atmosphäre in der Arktis unter anderem eine Folge des verstärkten Wärmetransports aus dem Atlantik seien. Die Framstraße ist sogar rund 1,4 Grad wärmer als zum Mittelalterlichen Klimaoptimum, in dem die Temperaturen in Europa deutlich gestiegen waren.

Einzeller lassen Rückschlüsse auf frühere Temperaturen zu

Da kontinuierliche meteorologische und ozeanographische Messdaten nur rund 150 Jahre zurückreichen, müssen die Wissenschaftler für die Untersuchung des Klimas der Vergangenheit indirekte Klimaarchive nutzen - Eisbohrkerne etwa, oder Sedimentkerne. Die früheren Temperaturen in der Framstraße ermittelten die Forscher über spezielle Arten tierischer Einzeller: Die sogenannten Foraminiferen leben in Tiefen von 50 bis 200 Metern und bilden während ihres Lebenszyklus Kalkschalen aus. Wenn sie absterben, sinken die Schalen auf den Meeresboden, wo sie als Fossilien über lange Zeiträume gut erhalten bleiben. Da bestimmte Foraminiferen-Arten spezielle Wassertemperaturen bevorzugen, konnten die Wissenschaftler anhand der im Meeresboden gefundenen Arten und deren Alters die Bedingungen der Vergangenheit rekonstruieren.

Parallel untersuchten sie die chemische Zusammensetzung der fossilen Kalkschalen, die ebenfalls Rückschlüsse auf Temperaturen in der Vergangenheit zulassen. Die beiden voneinander unabhängigen Untersuchungsmethoden zeigten übereinstimmend einen Temperaturanstieg von etwa zwei Grad Celsius in den vergangenen 100 Jahren.

Wenn sich das arktische Wasser weiter erwärmt, könnte das dramatische Folgen auf die Eisbedeckung und die Eisbildung im Arktischen Ozean haben. "Kaltes Meerwasser ist entscheidend dafür, dass sich Meereis bildet, welches wiederum kühlend wirkt, weil es die Sonnenstrahlung reflektiert", sagt Thomas Marchitto von der University of Colorado in Boulder, der ebenfalls an der Untersuchung beteiligt war. Das Schmelzen beschleunigt sich also von selbst.

wbr/dpa

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Forum - Diskussion über diesen Artikel
insgesamt 350 Beiträge
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1. Schlechter Termin
hajo58 28.01.2011
Zitat von sysopForscher vermelden einen neuen Temperaturerekord: Eine Meeresströmung, die Wasser aus dem Atlantik in die Arktis bringt, war in den vergangenen 2000 Jahren nie so warm wie jetzt. Das arktische Eis droht, noch schneller zu schmelzen. http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/0,1518,742054,00.html
gerade wo es wieder kälter wird.
2. schlauuuuu
af1755, 28.01.2011
Zitat von sysopForscher vermelden einen neuen Temperaturerekord: Eine Meeresströmung, die Wasser aus dem Atlantik in die Arktis bringt, war in den vergangenen 2000 Jahren nie so warm wie jetzt. Das arktische Eis droht, noch schneller zu schmelzen. http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/0,1518,742054,00.html
Hm, ein großer Teil der Arktis IST Atlantik!!
3. Was jetzt?
nopolemik 28.01.2011
Zitat von sysopForscher vermelden einen neuen Temperaturerekord: Eine Meeresströmung, die Wasser aus dem Atlantik in die Arktis bringt, war in den vergangenen 2000 Jahren nie so warm wie jetzt. Das arktische Eis droht, noch schneller zu schmelzen. http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/0,1518,742054,00.html
Und was sollen wir jetzt tun?
4. menschengemachter Klimawandel durch CO² == größte Lüge der Neuzeit
Zinswucherimperium 28.01.2011
Angela Merkel beglückte uns im November 2009, einen Monat vor dem *CLIMATEGATE-SKANDAL*, mit folgendem Zitat aus Ihrer Rede im US-Kongreß: “Ich freue mich, dass Präsident Obama und Sie in Ihrer Arbeit ......” Quelle: http://tinyurl.com/yko4g38 Abgesehen von der Lächerlichkeit, die in der Anmaßung steckte, daß wir Menschen das Klima regulieren könnten, ist es auch ein Hinweis auf andere Bereiche, in denen genauso schamlos gelogen und “Wissenschaft” ins Feld geführt wird. Die “wissenschaftlich gebotenen” Ziele sind wohl ganz andere…Zertifikatehandel, um eine neue Finanzblase aufzubauen und Werte umzuverteilen? Da dürften noch einige Überraschungen ins Haus stehen, z.B. was das kollabierende Geldsystem anbelangt, wo ja die Agitprop-Lügentrulla erst vor einem Monat abermals die Sicherheit der Spareinlagen verkündete… BITTE AN DIE SPIEGEL ONLINE - JOURNALISTEN: Könnten Sie vielleicht mit dieser Klimawandel-Propaganda endlich aufhören? Sie müssten doch langsam festgestellt haben, dass Ihnen das kaum noch jemand abkauft. Sie machen sich dadurch total unglaubwürdig und werden dadurch immer mehr Leser verlieren, die dann zu den alternativen Internetmedien abwandern. Wollen Sie das etwa?
5. Klimaskeptiker - Klimaverharmloser
founder 28.01.2011
Auf den Klimakonferenzen Kopenhagen (http://politik.pege.org/2009-kopenhagen/) und Cancun (http://politik.pege.org/2010-cancun/) wurde der Eindruck vermittelt, die Wissenschaft hätte den Klimwandel in der Prognostik so präzise im Griff, daß man jeder CO2 Emission eine Temperaturänderung zuordnen kann. Soviel CO2 -> +2 Grad Dies ist aber keineswegs so. Auftauende Permafrostböden können ein vielfaches der CO2 Emission aus fossiler Verbrennung freisetzen. Daher sind diese Wissenschafteler dort "Klimaverharmloser" Auftauende Permafrostböden können eine extrem teuren und aufwendigen Klimsanierung erzwingen (http://politik.pege.org/2010-wirtschaftswachstum/co2-abbau.htm)
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