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12. November 2014, 05:31 Uhr

CO2-Reduzierung

China und USA einigen sich auf Klimaziele

Die internationalen Klimaverhandlungen laufen schleppend - unter anderem, weil China und die USA sich auf keine konkreten Ziele festlegen wollen. Nun haben die beiden Länder erste Zusagen gemacht.

Peking - Es sei ein "historischer Schritt" und ein "Meilenstein", jubeln Vertreter der US-Regierung: US-Präsident Barack Obama und Chinas Staats- und Parteichef Xi Jinping haben sich auf Klimaziele geeinigt. Es ist das erste Mal, dass China einem solchen Abkommen zustimmt.

Bislang beharrte China immer auf seinem Sonderstatus als Schwellenland, an das nicht die gleichen Maßstäbe angelegt werden dürften wie an Amerika oder Europa. Nun gab Xi Jinping eine erste Zusage: China werde bis zum Jahr 2030 den Anteil erneuerbarer Energien auf etwa 20 Prozent steigern.

Obama kündigte im Gegenzug an, dass die USA bis zum Jahr 2025 den Ausstoß von Treibhausgasen um 26 bis 28 Prozent im Vergleich zum Jahr 2005 reduzieren. Dieses Ziel lasse sich mit den schon bestehenden Gesetzen erreichen.

Die beiden größten Volkswirtschaften der Erde sind die größten CO2- Produzenten der Erde. Bisher haben sie sich gegen verbindliche Minderungsziele gesperrt, die internationalen Klimaverhandlungen laufen schleppend. Bei der Uno-Klimakonferenz in Paris Ende 2015 soll ein neuer Klimavertrag verabschiedet werden.

In Zukunft werde man auch beim Thema erneuerbare Energien zusammenarbeiten, kündigten Barack Obama und Xi Jinping zum Abschluss ihrer zweitägigen Gespräche in der Großen Halle des Volkes in Peking an.

vet/dpa/AFP

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