Aufforstung in Afrika 1,5 Milliarden Dollar für sehr viele Bäume

Zehn afrikanische Staaten kündigen die Bepflanzung von hundert Millionen Hektar Wald an. Das soll 1,5 Milliarden Dollar kosten, gegen den Klimawandel helfen - und neue Jobs schaffen.

Holztransport in der Demokratischen Republik Kongo: Neuer Wald soll entstehen
DPA

Holztransport in der Demokratischen Republik Kongo: Neuer Wald soll entstehen


Milliardenschweres Projekt gegen die Erderwärmung: Mehrere afrikanische Staaten und internationale Unterstützer wollen mit der Aufforstung einer riesigen Waldfläche dem Klimawandel entgegenwirken. Bis zum Jahr 2030 soll auf hundert Millionen Hektar neuer Wald entstehen. Dieser Plan wurde am Rande des Klimagipfels nahe Paris vorgestellt.

Die Anpflanzungen sollen klimaschädliches Kohlendioxid aus der Luft absorbieren und zugleich armen Menschen Arbeit geben. An der Initiative beteiligen sich zehn afrikanische Staaten - Äthiopien, die Demokratische Republik Kongo, Kenia, Liberia, Madagaskar, Malawi, der Niger, Ruanda, Togo und Uganda.

Hinzu kommen neun Unterstützer, darunter die Afrikanische Union (AU) und das Bundesentwicklungsministerium, sowie zehn technische Partner. Eine Milliarde Dollar sollen von der Weltbank und 540 Millionen Dollar aus dem Privatsektor kommen.

Die Klimakonferenz geht mit dem Beginn der Verhandlungen auf Ministerebene an diesem Montag in die entscheidende Phase. Ziel ist es, bis Freitag ein weltweites Klimaabkommen zu beschließen, um die Erderwärmung auf ein beherrschbares Maß von höchstens zwei Grad im Vergleich zum vorindustriellen Zeitalter zu begrenzen. Die Unterhändler der 195 Länder einigten sich am Samstag auf einen ersten Vertragsentwurf. Er enthält aber immer noch zahlreiche umstrittene Formulierungen.

Die Wahrheit über die Erwärmung

mmq/AFP



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insgesamt 53 Beiträge
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felisconcolor 07.12.2015
1. und warum
haben wir alle zig Hektoliter Krombacher getrunken für den brasilianischen Urwald. mal eine ehrliche Frage
farbraum 07.12.2015
2.
Interessant wäre der Zeitrahmen und wieviele Jahre es braucht bis die gleiche Fläche in Brasilien wieder zerstört wird. Trotzdem eine gute Aktion, wir werden es schon irgendwie schaffen, wenn die Probleme unseres Planeten mal mehr ins Bewusstsein der Menschen rücken.
16n64 07.12.2015
3. Ein 'für' zuviel
Der Satz ergibt keinen Sinn, streicht das 'für' dann gehts. Rein grammatisch gesehen könnte auch das 'an' gestrichen werden.
l3m0nh34d 07.12.2015
4. 100 Millionen Hektar
Das sind 1 Million km², grob die dreifache Fläche Deutschlands. Nur so als Vergleich, damit man es sich besser vorstellen kann.
Metternich 07.12.2015
5. Sehr gut!
Endlich mal eine gute Nachricht Afrika betreffend. Jetzt warten wir auf eine gute aus Brasilien, wo der Regenwald für Bioöl geopfert wird.
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