Schmelzende Gletscher Meeresspiegel steigt um 2,4 Millimeter jährlich

Geowissenschaftler haben den jüngsten Anstieg des Meeresspiegels beziffert - auf 2,4 Millimeter pro Jahr. Für die Berechnung nutzten sie einen Satelliten, der das Schwerefeld der Erde vermisst. Prognosen bleiben aber schwierig.

Hauptursache für den Anstieg: Schmelzendes Polar- und Gletschereis
Stefan Hendricks/ Alfred Wegener Institute/ Helmholtz Center for Polar and Marine Research

Hauptursache für den Anstieg: Schmelzendes Polar- und Gletschereis


Die Größenordnung ist wenig überraschend, die Methodik schon eher: US-Wissenschaftler haben durch neuartige Analysen berechnet, dass der Meeresspiegel in den vergangenen Jahren um rund 2,4 Millimeter pro Jahr gestiegen ist. Hauptgrund dafür sei das Abschmelzen des Polar- und Gletschereises, schreiben die Forscher im Fachmagazin "Nature Geoscience".

Für ihre Berechnungen kombinierten die Wissenschaftler Satelliten-Daten mit Messungen im Ozean. Der Satellit "Grace" (Gravity Recovery And Climate Experiment) lieferte Informationen zur genauen Verteilung von Wasser und Landmassen auf der Erde. Diese ergänzten die Forscher mit Daten über die Temperatur und den Salzgehalt der Ozeane.

Ihr Ergebnis von 2,4 Millimetern jährlich bezieht sich auf den Zeitraum von 2005 bis 2011. Damit liegen die Wissenschaftler von der University of Texas in Austin in einem ähnlichen Bereich wie vergleichbare Messungen aus den vergangenen Jahren.

Die Messungen des Satelliten "Grace" gibt es seit mehr als zehn Jahren. "Wenn man diese Daten aber in einen Meeresspiegelanstieg umrechnen will, muss man wissen, wie viel Masse in ein Ozeanbassin hinein- und aus ihm hinausgeflossen ist", sagt Anders Levermann, Klimawissenschaftler am Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK). Das müsse aber nicht nur Wasser sein, auch Erdkruste könne sich bewegen. Die Studie habe eine gute Methode gefunden, diese Größe mit einzubeziehen.

Die Debatte um das exakte Ausmaß des Meeresspiegelanstiegs läuft bereits seit Jahren. Dabei wird um jeden Zehntelmillimeter gefeilscht, insbesondere wenn Prognosen für die kommenden Jahrzehnte aufgestellt werden sollen. Die sind nach wie vor enorm kompliziert zu bestimmen. Denn für jede Komponente innerhalb der Berechnung gibt es verschiedene physikalische Modelle, die miteinander kombiniert werden müssen.

che/dpa

insgesamt 61 Beiträge
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dunkelmerkel 04.06.2013
1. Gähn
Ein ganz großes "GÄÄÄÄÄÄHN"..... "Prognosen bleiben aber schwierig" Tja...einfach mal keine Prognosen erstellen sondern einfach bei den Fakten bleiben. Dann kommt da auch keine "Oh Gott, der Mensch verändert das Klima"-Schrott dabei heraus.
nixda 04.06.2013
2. das sind sie ja wieder
lange mussten sie still halten die Klimaforscher. Nun, nachdem die Klimaerwärmung nicht kooperativ ist nutzt man das aktuelle Hochwasser für Panikmache. Es ist eine Schande womit manche Zeitgenossen ihr Geld verdienen und sich nicht zu schade sind ihr faules Leben mit erfundenen Zahlen zu bestreiten. Und all die Klimalügenschreier die hier noch schreiben werden: schon klar wieso ihr das tut und womit ihr euer Geld "verdient".
jonas4711 04.06.2013
3. Oh Gott, oh Gott
Zitat von sysopStefan Hendricks/ Alfred Wegener Institute/ Helmholtz Center for Polar and Marine ResearchGeowissenschaftler haben den jüngsten Anstieg des Meeresspiegels beziffert - auf 2,4 Millimeter pro Jahr. Für die Berechnung nutzten sie einen Satelliten, der das Schwerefeld der Erde vermisst. Prognosen bleiben aber schwierig. http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/klimawandel-meeresspiegel-steigt-um-2-4-millimeter-jaehrlich-a-903562.html
mir wird Himmelangst. Morgen wieder Kampfhundeangriff, Umweltverschmutzung, Hühnerpest, Maul- und Klauenseuche, Rinderwahnsinn, Salmonellen, meine Hände zittern und kalte Füsse habe ich auch....welche Sau wird morgen wieder durch das Dorf getrieben?? Ach ja, Gammelfleich im Döner .....
af17555 04.06.2013
4.
Zitat von sysopStefan Hendricks/ Alfred Wegener Institute/ Helmholtz Center for Polar and Marine ResearchGeowissenschaftler haben den jüngsten Anstieg des Meeresspiegels beziffert - auf 2,4 Millimeter pro Jahr. Für die Berechnung nutzten sie einen Satelliten, der das Schwerefeld der Erde vermisst. Prognosen bleiben aber schwierig. http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/klimawandel-meeresspiegel-steigt-um-2-4-millimeter-jaehrlich-a-903562.html
Also steigt der Meeresspiegel nach Adam Riese in 1000 Jahren um 2,4m. Da frage ich mich, warum dann solch ein hysterisches Geschfrei da drum gemacht wird. Ach so, klar, Klimawandel, Edderwärmung (man fühlt's..brrr. 10° im Mai) usw.
Haarspalter 04.06.2013
5. Wer mißt, mißt Mist
Zitat von sysopStefan Hendricks/ Alfred Wegener Institute/ Helmholtz Center for Polar and Marine ResearchGeowissenschaftler haben den jüngsten Anstieg des Meeresspiegels beziffert - auf 2,4 Millimeter pro Jahr. Für die Berechnung nutzten sie einen Satelliten, der das Schwerefeld der Erde vermisst. Prognosen bleiben aber schwierig. http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/klimawandel-meeresspiegel-steigt-um-2-4-millimeter-jaehrlich-a-903562.html
2,4 Millimeter, da wird der Messfehler wohl als Ergebnis verkauft.
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