Neues aus der Geoforschung: Klimawandel bremst Hurrikane, Vulkane erwachen, Meteorit in Polen

Von Axel Bojanowski

3. Teil: 300-Kilo-Meteorit in Polen

Gruß aus dem All: 300-Kilogramm-Meteorit bei der Präsentation in Posen Zur Großansicht
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Gruß aus dem All: 300-Kilogramm-Meteorit bei der Präsentation in Posen

Die Erde steht unter Beschuss. Tausende Steinchen und Körnchen aus dem All gehen jeden Tag auf den Planeten nieder. Die meisten verglühen als Sternschnuppen. Etwa 25 größere Klumpen plumpsen täglich auf den Boden, doch sie landen meist im Meer oder in unbewohntem Gebiet.

Jetzt haben Forscher in Polen einen gewaltigen Gruß aus dem All präsentiert: Sie hatten den 300 Kilogramm schweren Trumm nördlich der Stadt Posen in einem alten Krater gefunden. Er sei vermutlich ein Bruchstück eines großen Meteoriten, der vor rund 5000 Jahren dort eingeschlagen sei.

Das Fundstück bestehe vor allem aus Eisen und Nickel, berichtet der Geologe Andrzej Muszynski von der Universität Posen. Womöglich liefere es einen indirekten Einblick in den inneren Erdkern: Das Innerste der Erde besteht wahrscheinlich ebenfalls vor allem aus Eisen und Nickel. Es bildete sich in der Frühzeit des Sonnensystems, wie auch der Meteorit.

"Wir waren wie im Goldrausch", schildert Muszynski den Moment der Entdeckung. "Wir gruben und gruben, haben sogar das Essen vergessen." Jetzt wollen die Geologen in der Gegend nach weiteren Bruchstücken des Einschlags suchen.

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  • Mittwoch, 26.12.2012 – 09:19 Uhr
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    Ob Klimawechsel, Rohstoffkrisen, Meerestiefen, oder die vermeintlich feste Erde - Geoforschung bewegt die Welt. Hier berichtet SPIEGEL-ONLINE-Redakteur und Diplom-Geologe Axel Bojanowski über interessante neue Erkenntnisse und Debatten abseits der prominenten Nachrichten - kurz und klar und kritisch.

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