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NASA/ JSC

Kohlegruben bei Gillette im Powder River Basin

Dicht unter der Erdoberfläche liegt im Powder River Basin eines der größten Kohlevorkommen der Welt. Firmen holen große Mengen des Rohstoffs aus der Erde. Ein Astronaut hat das Treiben fotografiert.

Die Region zieht sich von Ost nach West knapp 200 Kilometer in die Breite und misst von Nord nach Süd etwa 320 Kilometer - im Powder River Basin im US-Bundesstaat Wyoming wird im großen Stil Kohle abgebaut. Etwa 40 Prozent der in den USA gewonnenen Gesamtkohlemenge kommt hierher und wird zur Stromerzeugung im gesamten Land verteilt.

Der Rohstoff ist hier besonders leicht zugänglich. Er liegt dicht unter der Erdoberfläche, sodass es wirtschaftlich besonders interessant ist, ihn abzutragen.

Ein Astronaut auf der Internationalen Raumstation ISS hat einige Kohlegruben der Region aus etwa 400 Kilometern Höhe fotografiert. Die Aufnahme vom 28. Dezember 2015 zeigt die winterliche Landschaft in der Nähe der Stadt Gillette im Nordosten des Bundesstaates Wyoming.

Der Wind hat den Kohlestaub aus den Gruben in einigen Bereichen auf den Schnee geweht, sodass die Kohlegruben etwas dunkler erscheinen als der Rest. Besonders deutlich zu erkennen ist das an der größten Grube im Bild (oben links).

Gillette liegt zwischen den Big Horn Mountains im Westen und den Black Hills im Osten. Die steilen Felswände werfen in einigen Bereichen teils dunkle Schatten in den Schnee.

Die knapp 32.000 Einwohner der Stadt bezeichnen Gillette auch als das "Energy Capital of the Nation", also die Energiehauptstadt der Nation. Außer Kohle werden hier Öl und Gas (Methan) gewonnen. Nicht ohne Grund haben die Menschen in Campbell County, wo Gillette liegt, das höchste Durchschnittseinkommen im Bundesstaat Wyoming.

Bemerkbar macht sich die erfolgreiche Industrie auch in den Einwohnerzahlen: In der Vergangenheit zogen immer mehr Menschen in die Region, auch nach Gillette. Seit dem Jahr 2000 stieg die Zahl der Einwohner dort um knapp 50 Prozent. Inzwischen geht die Zahl der Arbeitsplätze in der Energieindustrie allerdings leicht zurück.

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jme

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