Londoner Zoo Wie Pinguin Rainbow überlebte

Humboldt-Pinguin Rainbow lebt mit einem Pinguin-Kuscheltier im Londoner Zoo. Tierpfleger päppelten das Küken auf, weil seine Eltern das Ei versehentlich zerbrochen hatten.

Pinguin Rainbow
AP/ Zoological Society of London

Pinguin Rainbow


Als Londoner Zoowärter ein zerbrochenes Ei im Gehege der Humboldt-Pinguine finden, haben sie kaum Hoffnung, dass das Küken überleben könnte.

Immer wieder kommt es vor, dass erwachsene Tiere versehentlich die eigenen Eier beschädigen. Die Küken sterben schnell, weil sie entweder auskühlen, nicht mehr ausreichend versorgt oder selbst dabei schwer verletzt werden. Und selbst wenn einige Küken überleben, werden sie meist von den Eltern verstoßen.

Als die Tierpfleger in diesem Fall bemerken, dass das Küken im Ei noch am Leben ist, tragen sie es auf die Krankenstation des Zoos, entfernen einige Bruchstücke der Schale mit einer Pinzette und legen den Rest des Eis in einen Inkubator. "Wir haben uns sehr gefreut, als das Küken plötzlich den Schnabel auf und zu machte und nach Futter krächzte", sagt Pflegerin Suzi Hyde.

"Rainbow hat sehr schnell zugenommen"

Noch im Ei fütterten sie und ihre Kollegen das kleine Küken dreimal am Tag mit einer Art Pinguin-Milchshake - bestehend aus einem Fischbrei, Vitaminen und Mineralien. "Rainbow hat sehr schnell zugenommen, im Schnitt 20 Prozent pro Tag", sagt Hyde.

Mittlerweile ist Rainbow aus seinem kaputten Ei herausgewachsen und muss noch etwa sechs Wochen im Inkubator bleiben - dann sollte es etwa drei Kilogramm auf die Waage bringen. Als die Tierpfleger es fanden, wog es gerade einmal 73 Gramm.

Als nächstes soll Rainbow in den "Kindergarten" und Schwimmen lernen, um eines Tages in das Pinguin-Becken zu seinen 80 Artgenossen zurückzukehren. Bis dahin leistet ihm ein Pinguin-Plüschtier Gesellschaft.

koe/AP/Reuters



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