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Mecklenburg-Vorpommern: Student findet Hinweise auf neue Saurierart

Geologe Stumpf mit Knochen: Überreste eines pflanzenfressenden Sauropoden Zur Großansicht
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Geologe Stumpf mit Knochen: Überreste eines pflanzenfressenden Sauropoden

Langhalsige Dinosaurier besiedelten vor rund 185 Millionen Jahren den heutigen Nordosten Deutschlands. Einen Beleg dafür haben Forscher in Mecklenburg-Vorpommern gefunden - und möglicherweise eine neue Saurierart entdeckt.

Für seine Masterarbeit hat der Greifswalder Geologe Sebastian Stumpf Wirbeltierreste aus einer Tongrube bei Grimmen ausgewertet - und dabei möglicherweise Hinweise auf einen bislang unbekannten Dinosaurier aufgespürt. Die Universität Greifswald erklärte, es handele sich um einen unvollständigen Beckengürtel. Form wie auch Proportionen der jeweils zwischen zehn bis fünfzehn Zentimeter großen Bruchstücke belegten, dass es sich um Überreste eines Tieres aus der Gruppe der pflanzenfressenden Sauropoden handele.

Die Knochen des auf vier bis fünf Meter Länge geschätzten Sauropoden seien etwa rund 185 Millionen Jahre alt, sagte Stumpf. Das Tier habe vermutlich einen langen Hals, kleinen Schädel und langen Schwanz gehabt.

Privatsammler hatten die Wirbeltierreste bereits in den achtziger Jahren in der Tongrube gefunden. Dort war bereits im Jahr 1963 der Forscher Werner Ernst auf Reste des bislang einzig bekannten Dinos im Nordosten gestoßen, dem Emausaurus ernsti. Während er aber zur Gruppe der Vogelbeckensaurier (Ornithischia) gehört, könne der jetzige Knochenfund zweifelsfrei einem Saurier der Gruppe der Echsenbeckendinosaurier (Saurischia) zugeordnet werden, sagen die Forscher.

Von Flachwassermeer bedeckt

Möglicherweise handele es sich aufgrund der anatomischen Besonderheiten sogar um eine neue Sauropoden-Art, sagte Stumpf. "Dies wäre eine Riesensensation." Absolute Gewissheit würden aber vermutlich nur weitere Knochenrestfunde bringen.

Nach Angaben des Greifswalder Paläontologen Stefan Meng lebten in der Zeit des Unteren Jura nur wenige Sauropoden-Arten. Bei dem Fund handele es sich um einen der ältesten Vertreter seiner Gruppe, die sich später zur artenreichsten Gruppe pflanzenfressender Dinosaurier entwickelte.

Das nordöstliche Deutschland war nach Angaben der Greifswalder Forscher vor 185 Millionen Jahren von einem Flachwassermeer bedeckt. In der Tongrube bei Grimmen hatten Wissenschaftler und Privatsammler in den vergangenen Jahrzehnten zahlreiche Fossilien von Ammoniten, Belemniten, Fischen und Meeresreptilien entdeckt. Warum in der Tongrube auch Reste von zwei landlebenden Dinosauriern - und dann noch zwei unterschiedlicher Gruppen - entdeckt wurden, sei noch weitgehend unklar.

Möglicherweise waren dem Flachwassermeer, dessen Küstenlinie bislang rund hundert Kilometer vom Saurierfundort entfernt verortet wurde, Inseln vorgelagert. Kadaver toter Saurier könnten bis an den Fundort getrieben worden sein. Ob sich dort weitere Untersuchungen lohnen, ließen die Greifswalder Paläontologen offen. Im Jahr 1995 wurde der Tonabbau eingestellt. Die Grube stehe heute unter Wasser.

chs/dpa

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1. Lustig...
BettyB. 02.05.2013
Die sind längst Tot, aber doch neu...
2. Schön
dimetrodon109 02.05.2013
Zitat von sysopDPALanghalsige Dinosaurier besiedelten vor rund 185 Millionen Jahren den heutigen Nordosten Deutschlands. Einen Beleg dafür haben Forscher in Mecklenburg-Vorpommern gefunden - und möglicherweise eine neue Saurierart entdeckt. http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/mecklenburg-vorpommern-student-findet-hinweise-auf-neue-saurierart-a-897754.html
... aber wie kommen diese "Privatsammler" immer zu den guten Funden? Etwa weil die normalen Forscher nicht mehr aus ihren Türmen kommen? Oder weil keine Gelder mehr für Grabungen herausgegeben werden? Wie würde man dann diesen Fund nennen? Feigenblatt?
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