Nasa-Mission "IceBridge": Rundflug über eisige Welten

Nasa

Die "IceBridge"-Mission der Nasa liefert wichtige Daten aus Arktis und Antarktis. Doch das ist nicht alles: Bei den Flügen über die eisigen Welten entstehen auch beeindruckende Videos. Die besten hat die US-Raumfahrtbehörde jetzt veröffentlicht.

Hamburg - Take-off an der Thule Air Base, Grönland: Von der Startbahn geht es über die Wolken, mitten in die grandiose Weiten von Arktis und Antarktis. Die spektakulären Luftbilder, die die Nasa nun veröffentlicht hat, zeigen eisige Gipfel, Gletscher, klirrend kalte Gewässer.

Entstanden sind die Aufnahmen während der Operation "Ice Bridge". Bei dem sechs Jahre währenden Projekt wirft die US-Weltraumbehörde einen regelmäßigen Blick auf die Entwicklung des grönländischen und antarktischen Eises. Dokumentiert werden Eispanzerdicken und deren Veränderung, Höhenprofile von Wolken und die Ausdehnung des Meereises.

Forscher warten auf ICESat2

Mehrmals im Jahr starten die "IceBridge"-Flugzeuge, um Daten aus dem Eis zu sammeln. Zwischen März und Mai überfliegen sie Gebiete in Grönland, zwischen Oktober und November sind sie über der Antarktis unterwegs. Die jetzt veröffentlichten Aufnahmen sind während 26 Erkundungsflügen an 46 Tagen entstanden.

Mit der Mission schließt die Nasa eine Lücke: Nach dem frühzeitigen Aus des Erdbeobachtungssatelliten "ICESat" im Jahr 2010 müssen Forscher derzeit auf den Start des Nachfolgers warten. "ICESat2" soll 2016 starten. Bis es soweit ist, stellt die Nasa mittels "IceBridge" polare Messwerte bereit - so dass wichtige Messreihen fortgeführt werden können.

Fotostrecke

5  Bilder
1300-Kilometer-Riss in der Arktis: Bruch im Festeis
Ein Satellit der Nasa machte erst im Mai in der kanadischen Arktis eine erstaunliche Entdeckung: Aufgespürt wurde ein 1300 Kilometer langer Riss im Eis; er ist damit länger als Deutschland. Der etwa zehn Kilometer breite Bruch spalte das Meereis von der Ellesmere-Insel vor der Nordostspitze Kanadas bis vor die Nordwestküste Grönlands. Die Forscher vermuten, dass ein Sturm mit starkem Wellengang das Eis hat brechen lassen.

Lange Brüche im sogenannten Festeis dieser Region seien nicht ungewöhnlich, sagen die Nasa-Forscher. In der Region sei das Meer oft flach, meist weniger als zehn Meter. Im Gegensatz zum Treibeis über tieferem Gewässer klemmt das Eis dort vielerorts am Grund fest. Bei Seegang bauen sich Spannungen auf. Werden sie zu groß, bricht das Eis.

nik

Diesen Artikel...
Aus Datenschutzgründen wird Ihre IP-Adresse nur dann gespeichert, wenn Sie angemeldeter und eingeloggter Facebook-Nutzer sind. Wenn Sie mehr zum Thema Datenschutz wissen wollen, klicken Sie auf das i.

Auf anderen Social Networks teilen

  • Xing
  • LinkedIn
  • Tumblr
  • studiVZ meinVZ schülerVZ
  • deli.cio.us
  • Digg
  • reddit
Forum - Diskutieren Sie über diesen Artikel
insgesamt 1 Beitrag
Alle Kommentare öffnen
    Seite 1    
1. Vow ...
hajoschneider 22.08.2013
Zitat von sysopTakeoff an der Thule Air Base, Grönland: Von der Startbahn geht es über die Wolken, mitten in die grandiose Weiten von Arktis und Antarktis.
... wie die das wohl schaffen? Von Grönland aus die Antarktis zu überfliegen?
Alle Kommentare öffnen
    Seite 1    
News verfolgen

HilfeLassen Sie sich mit kostenlosen Diensten auf dem Laufenden halten:

alles aus der Rubrik Wissenschaft
Twitter | RSS
alles aus der Rubrik Natur
RSS
alles zum Thema Antarktis
RSS

© SPIEGEL ONLINE 2013
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH

SPIEGEL ONLINE Schließen


  • Drucken Versenden
  • Nutzungsrechte Feedback
  • Kommentieren | 1 Kommentar
  • Zur Startseite