Von Axel Bojanowski
Hamburg - "Ich wollte eigentlich den Sonnenuntergang fotografieren", erzählt Saija Lehtonen aus Gilbert im US-Staat Arizona. Als sie auf dem Weg war, habe sie ihre Pläne jedoch plötzlich ändern müssen: Anstatt die Aussicht auf einen weiten Horizont genießen zu können, sah sie sich von einer Staubwalze bedroht, die sich rasant näherte. Lehtonen drückte dennoch auf den Auslöser und hielt das imposante Naturspektakel, einen sogenannten Habub, fest.
Habubs entstehen vor Gewitterfronten: Dort schießen Fallwinde aus mehreren Kilometern Höhe nieder. Treffen sie auf trockenen Boden, wirbeln sie explosionsartig Staub auf. In Wüsten fegen dann nicht selten einen Kilometer hohe und Dutzende Kilometer breite Sandwände mit Sturmstärke übers Land. Die Körnchen dringen in alle Ritzen und decken alles zu.
Auch der regenarme US-Staat Arizona wird immer wieder von Habubs überzogen; die Walzen kommen meist im Sommer - und ohne Vorwarnung. Menschen sollten Augen und Atemwege vor den Körnchen schützen und Unterschlupf suchen in einem Gebäude oder im Auto.
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