Naturfotos von SPIEGEL-ONLINE-Lesern Im Makro-Wunderland

Dem Käfer ins Auge blicken: Leser von SPIEGEL ONLINE haben besondere Fotos gemacht. Mit Makroaufnahmen gingen sie ganz nah ran - und zeigen so die verborgene Welt in Garten, Wald und Stadtpark.

Helga Amelung

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"Makro" ist griechisch und bedeutet "groß", "weit" oder "lang", im Gegensatz zu "Mikro", das kleine Dinge bezeichnet. In der Fotografie nutzt man den Begriff allerdings etwas schräg: Da verweist Makro darauf, dass etwas, das eigentlich klein ist, ungewöhnlich groß gezeigt wird. Vereinfacht könnte man also sagen, dass Makro alles ist, was man aus großer Nähe fotografiert und mindestens so groß abbildet, wie es in der stofflichen Welt tatsächlich ist.

Erheblich lieber haben es manche Leser von SPIEGEL ONLINE allerdings, wenn man noch näher herangeht: Der Blick in die Augen einer Libelle, hinab in den Kelch einer Blume oder auf den überraschend dichten, glänzenden Körperpelz eines Schmetterlings ist eine fotografische Reise in eine komplett andere, fremde Welt. Und die findet man schon im Blumenkasten auf dem Balkon, wenn man Glück hat und genau genug hinsieht.

Wir hatten unsere Leser zur "Expedition Balkonien" aufgerufen: Sie sollten mit Smartphone oder Kamera die Natur im eigenen Umfeld dokumentieren. Zahlreiche Leser machten mit. Das Spektrum der Einsendungen reicht von Handy-Schnappschüssen überraschender Begegnungen und Entdeckungen bis zu hoch professioneller Naturfotografie ambitionierter Amateure und auch Profis.

Manchmal begeistert es, wie detailreich da Tiere in Szene gesetzt werden, die wir mit den "Bordmitteln" unserer körpereigenen Sensorik so niemals wahrnehmen könnten. In anderen Fällen ist schon ein wackeliges Handybild bemerkenswert, weil die Überraschung darüber, dass dieses Tier, von dem man hörte, dass es angeblich auch in Deutschland lebt, tatsächlich zu finden ist, wenn man nur genau hinsieht. Es gibt eine Mikro-Natur, mit der wir unseren Lebensraum teilen und die wir meist gar nicht bemerken.

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19  Bilder
Makros aus Balkonien: SPIEGEL-ONLINE-Leser fotografieren Natur

Für viele unserer Leser ist all das eine Leidenschaft, für andere eine überraschende Entdeckung. In vielen Zuschriften dankten Leser für die Anregung oder die Gelegenheit, besonderen Schmuckstücken eine öffentliche Bühne zu bieten: Vielen Dank zurück an Sie!

Denn die Begeisterung unserer Leser teilen natürlich auch wir. Ursprünglich eine spontane Idee und nicht als Serie geplant, entwickelt sich das Ganze zu einer kleinen Aktion. "Hoffentlich bricht Ihr Schreibtisch ob der Resonanz nicht zusammen", schrieb Leser Peter Hübner und lag da schon ganz richtig: "Ich kann mir vorstellen, dass es sehr viele Einsendungen geben wird."

Das ist so, und bereits jetzt müssen wir um Pardon bitten: Wir werden nicht alle Motive zeigen können. Mitunter werden erstklassige Bilder unter den Tisch fallen, weil das abgebildete Tier bereits mehrfach gezeigt wurde.

Fotostrecke

16  Bilder
Leserfotos: Deutschlands Insektenwelt

Das nächste Kapitel: Es müssen nicht immer sechs Beine sein

Wir möchten unseren Aufruf an Sie darum ausweiten und erneuern. Uns interessiert alles: Pflanzen und Pilze, Wolken und Wetter, Vögel, Säuger, der Wald, das Moor, die Flussaue - mehr als zwei Drittel der Fläche unseres Landes bieten Natur in irgendeiner Form noch Raum. Und dazu gehört nicht nur der Urwaldrest und das Feuchtwiesen-Biotop, sondern auch die Stadt, wenn Fuchs oder Waschbär nachts in Innenstädten auf die Pirsch gehen oder die kecke Amsel angstfrei zum Mitbewohner von Balkonien wird.

Erkunden Sie fotografisch, wo und wie Natur unser Leben trifft und berührt. Dabei gilt: Mit der Einsendung Ihrer Fotos (E-Mail-Link: Einfach klicken!) erklären Sie sich bereit zur einmaligen, unentgeltlichen Veröffentlichung und bestätigen, dass Sie die Rechte an dem betreffenden Bild besitzen (eigenes Foto, kein Internetfund). Interessant sind immer Angaben, wo Sie Ihre Beobachtungen gemacht haben.

Wir sind gespannt!



insgesamt 2 Beiträge
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stoffi 17.05.2017
1. Mutter Natur
ist die begabteste Künstlerin. Die Schöpfung zeigt sich hier in all ihrer Pracht
dendro 17.05.2017
2. Bockkäfer
Foto 11 sollte das Weibchen vom Rothalsbock sein, Foto 12 der Moschusbock.
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