Unberührte Natur: Deutschland soll wilder werden

Von Martin Rasper

Naturschutz: Das Comeback der Wildnis Fotos
DPA

In Deutschland soll wieder mehr Wildnis entstehen - das fordern Regierung, Naturschützer und viele Bürger. Doch Experten halten völlig unberührte Natur in Deutschland für ein Ding der Unmöglichkeit. Stattdessen fordern sie, dem Leben einfach öfter seinen Lauf zu lassen.

"Hier entsteht der Urwald von morgen." Überall kann man inzwischen diesem Satz begegnen. Man trifft ihn auf geführten Wanderungen oder in Ausstellungen, in Artikeln von Lokalzeitungen wie in Informationsbroschüren, im Nationalpark Harz wie im Biosphärengebiet Schwäbische Alb, ja sogar im Stadtwald von Saarbrücken. Beeindruckend ist nicht nur die Geschmeidigkeit, mit der der Satz allen Beteiligten von den Lippen geht; interessant ist auch das grundsätzliche Phänomen. Eines der am dichtesten besiedelten und am höchsten industrialisierten Länder der Welt hat offenbar ein neues Produkt in sein Portfolio genommen: Wir können auch Urwald.

Und tatsächlich scheint die urwüchsige Natur in Deutschland nur so aus dem Boden zu sprießen. Kommunalpolitiker fordern, "die Natur Natur sein zu lassen". Der Nationalpark Eifel will seinen Besuchern "die Faszination Wildnis hautnah erlebbar machen". Bis zum Jahr 2020 soll nach dem Willen der "Nationalen Strategie zur biologischen Vielfalt" aus dem Jahr 2007 auf zwei Prozent unserer Landesfläche und auf fünf Prozent der Waldfläche Wildnis herrschen. Und in den "Nationalen Naturlandschaften" ist jeder in Deutschland dazu eingeladen, sich davon zu überzeugen.

Was steckt hinter dieser Renaissance der Wildnis? Macht das denn Sinn, Wildnis in Deutschland? Und was ist Wildnis überhaupt? 1964 wurde in den USA der "Wilderness Act" verabschiedet, der riesige Flächen Staatsland unter Schutz stellte - Beispiel einer visionären Gesetzgebung, deren Sprache zudem vom Geist ihres Gegenstands durchdrungen ist. Der Text enthält hübsche Formulierungen, etwa die, Wildnis solle "Gelegenheit zur Einsamkeit" bieten. Auch die grundsätzliche Definition von damals ist zeitlos aktuell: "Im Gegensatz zu den Landschaften, die vom Menschen dominiert werden", heißt es, "verstehen wir Wildnis als eine Gegend, in der die Erde und ihre Lebensgemeinschaften sich ungehindert entfalten können, und in der der Mensch nur ein vorübergehender Besucher ist."

Natur ist nicht gleich Wildnis

Der Mensch soll sich also raushalten, das klingt doch plausibel. Unberührte Natur. Aber da fängt's schon an: Dann wären die ehemaligen Truppenübungsplätze, die in Deutschland zu den in puncto Artenvielfalt spannendsten Gebieten zählen, auf gar keinen Fall Wildnis. Ihre speziellen Biotope verdanken sich ja gerade dem Eingreifen des Menschen. Wo Panzerketten die Vegetationsdecke aufrissen, konnten Wildbienen ihre Nester graben; wo schwere Fahrzeuge den Boden verdichteten, entstanden kurzlebige Pfützen, in denen Gelbbauchunke und Kreuzkröte ihren Laich ablegen konnten. Natur also, aber keine Wildnis.

Oder ist Wildnis dort, wo wilde Tiere leben? Müssen es Raubtiere sein, oder zählen auch Pflanzenfresser?

In vielen Gegenden Deutschlands gibt es wilde Tiere: Waschbären, Rothirsche, Biber, Fischotter, Uhu. In der Lausitz (und nicht nur dort) leben wieder Wölfe, durch den Harz und den Bayerischen Wald streifen Luchse, im Pfälzer Wald gibt es Wildkatzen. Sogar Elche wandern aus Polen wieder ein. Und im Wittgensteiner Land soll in diesen Wochen eine kleine Wisentherde in die Wälder entlassen werden; in dieser Hinsicht wäre also der Südosten Nordrhein-Westfalens eine der wildesten

Gegenden Deutschlands. Oder gilt das alles nicht - und "richtig wild" wäre eine Landschaft bei uns nur, wenn wir auch wieder Bären hätten? Und wie groß muss eine Wildnis eigentlich sein? So wie in Kanada, in Alaska, am Amazonas? Reicht eine Steinwurfweite in jede Richtung?

Gibt es in Deutschland Wildnis?

Es scheint, als ließe sich die Frage, was genau Wildnis ist, nicht so leicht beantworten. Nun könnte man es sich leicht machen und sagen: Es gibt gar keine Wildnis in Deutschland, Punkt. Viele Fachleute sind genau dieser Meinung. Denn es gibt keinen Flecken in Deutschland, der tatsächlich noch nie von einem Menschen betreten wurde; alle Natur ist von unserem Handeln überprägt. Trotzdem ist der Wunsch nach wilder Natur, wie immer man sie nennen will, ja da. Vielleicht ist es deshalb besser, zu fragen: Warum brauchen wir überhaupt Wildnis?

Der Wilderness Act begründet es schlicht und einleuchtend: damit nicht alles verbaut und verplant wird. Oder, wie es dort heißt, damit "die wachsende Bevölkerung, die sich ausbreitenden Siedlungen und die zunehmende Mechanisierung nicht sämtliche Flächen besetzen und verändern und kein Land übrig lassen, das dem Schutz und der Bewahrung seines natürlichen Zustands gewidmet ist".

"Wildnis war immer ein Gegenkonzept", sagt Ludwig Trepl, langjähriger Professor für Landschaftsökologie an der TU München. Es sei ja auch kein naturwissenschaftlicher Begriff, sondern ein kulturhistorischer, moralisch-ethischer. "Historisch gesehen war 'Wildnis' immer etwas Gefährliches und Bedrohliches. Es war der Gegensatz zu dem Teil der Landschaft, den der Mensch mühsam urbar gemacht hatte."

Das wandelte sich mit der Aufklärung und Industrialisierung: In dem Maß, wie diese Land und Natur zunehmend in den Griff zu bekommen schienen, galt die Natur nicht mehr als übermächtig, sondern, je nach Perspektive, als nützlich oder als schön. "Und heute scheint sich da wieder etwas zu drehen. Wenn das Land - oder das ganze Leben - von immer mehr Menschen als überzivilisiert und überreglementiert empfunden wird, bildet Wildnis erneut den Gegenpol: diesmal in Form des Ungeplanten, des Unkontrollierten."

Widerstand gegen das Diktat der Verwertung

Noch ein Aspekt kommt dazu, speziell in Zeiten des Finanzkapitalismus: Wildnis ist zweckfrei. In einer Welt, in der alles auf seinen finanziellen Nutzen hin abgeklopft wird, wächst offenbar der Wunsch nach ein paar Ecken, die davon ausgenommen sind. Das klingt zunächst vielleicht nach einem Luxusproblem. Aber denkbar wäre schon, dass eine hinreichende Zahl von Menschen unter dem allgegenwärtigen Diktat der Verwertung und der Nutzung so stark leidet, dass das Gegenmittel ebenso dringend gebraucht wird.

"Der veränderte Blick auf die Wildnis geht von den Menschen in den Ballungsgebieten aus", meint Hans Bibelriether, der langjährige Leiter des Nationalparks Bayerischer Wald. "Es gibt ja immer mehr Menschen, die nicht mit intakter Kulturlandschaft aufgewachsen sind, sondern mehr oder weniger in Siedlungsräumen. Die erschrecken nicht, wenn im Wald totes Holz herumliegt, weil sie nicht gelernt haben, das als was Schlimmes zu sehen. Für die klingt Wildnis positiv. Vor zwanzig, dreißig Jahren war das noch ein Schimpfwort."

Bibelriether weiß, wovon er spricht - er stand in vorderster Front, als die moderne Wildnis Anfang der 90er Jahre Deutschland erreichte. Sie kam in Gestalt eines unscheinbaren Insekts, des Buchdruckers, aus der Unterfamilie der Borkenkäfer. Den Käfer hatte es im Prinzip immer schon gegeben. Aber nun konnte er sich im Nationalpark Bayerischer Wald explosionsartig vermehren, weil die Nationalparkverwaltung Zehntausende Festmeter Holz, die von Stürmen umgeworfen worden waren, nicht weggeräumt hatte, wie es die "forstliche Praxis" und der "gesunde Menschenverstand" geboten hätten, sondern einfach liegenließ. Das war wilde Natur, es war natürliche Dynamik. Doch es war nicht schön. Es war nicht einmal das, was die meisten Menschen unter Natur verstanden. Toter Wald auf Hunderten von Hektar, stumm in den Himmel ragende Baumleichen - für viele war es schier nicht zu ertragen.

"Natur Natur sein lassen"

Bibelriether und seine Mitstreiter aber verteidigten die natürliche Dynamik. Es waren harte Jahre, bis allmählich zu erkennen war, dass zwischen den abgestorbenen Fichten ein neuer Wald heranzuwachsen begann. In dieser Zeit entstand der Satz "Natur Natur sein lassen", den Bibelriether 1991 erstmals im Titel eines Aufsatzes veröffentlichte. "Der Satz hat mehr als zehn Jahre gebraucht, um in mir zu entstehen", sagt er heute. Bibelriether kann schlüssig erklären, warum die natürliche Verjüngung des Waldes jeder menschlichen Planung überlegen ist. "Wenn die toten Stämme kreuz und quer liegen, können in ihrem Schutz die jungen Stämmchen hochkommen, da können die Rehe und Hirsche nicht ran. Und außerdem kommen nur dort neue Bäume hoch, wo es vom Standort her passt. Wenn Sie dagegen pflanzen, können Sie nie ganz sicher sein, ob der Baum dort auch angeht, Sie können ja in den Boden nicht reinschauen."

Was jetzt auf diesen Flächen heranwächst, zum Teil schon über zwei Meter hoch, ist ein neuer, junger, stabiler Mischwald. Der sich im Gegensatz zum bisherigen Waldbestand ganz von allein entwickelt. Aber die Erkenntnis, was Dynamik in der Natur bedeuten kann, war schmerzhaft für alle Beteiligten.

Dass man beim Schutz einer Landschaft weniger ein bestimmtes Aussehen im Sinn haben kann als den doch etwas abstrakten Begriff der "natürlichen Dynamik" - das ist in der Tat ein relativ neues Phänomen. Zu Beginn des Naturschutzes im 19. Jahrhundert waren es zunächst auffällige Orte, die als "Naturmerkwürdigkeiten" geschützt wurden, etwa markante Felsformationen. Und auch später, als es um größere Landschaftsteile ging, versuchte man, den jeweils gewünschten Zustand zu erhalten. Das ist bis heute die Idee der Naturschutzgebiete: Momentaufnahmen zu konservieren. Einen See, eine Wacholderheide, einen Orchideenstandort. Offenland wird offen gehalten, Wald wird als Wald erhalten, und fast alle Flächen werden bewirtschaftet; es wird Holz geschlagen, Gras gemäht, Schilf geerntet, es werden Schafe, Rinder oder Ziegen geweidet.

Naturschutz oft statisch

Dieser eher statische Blick auf die schützenswerte Natur ("Bestandsschutz") hat natürlich seine Berechtigung, vor allem in der Kulturlandschaft: Wenn man hier nicht eingriffe, entstünde eben überall Wald. "Diese Haltung", meint Landschaftsökologe Trepl, "hat aber lange Zeit den Blick auf das Prozesshafte verstellt." Manche Naturschützer hätten Ökosysteme sogar mit Organismen verglichen, in denen jedes Element seine bestimmte Funktion habe und die darum auch alle vorhanden sein müssen. Zu dieser eher statischen Sichtweise gehört auch die Vorstellung von einem natürlichen Gleichgewicht, das bewahrt werden müsse, und von einem Endzustand, den ein Ökosystem erreichen könne. Erst in den letzten zwei Jahrzehnten beginnt sich das zunehmend zu wandeln.

Kräftige Impulse dazu gab es aus der Politik. Der erklärte Wille der Nationalen Strategie zur Biologischen Vielfalt, zwei Prozent unserer Landesfläche und fünf Prozent der Waldfläche verwildern zu lassen, ist als politische Vorgabe ja an sich schon erstaunlich ehrgeizig und präzise zugleich. Und offenbar erfolgreich: "Es ist ungewöhnlich, dass ein politisches Ziel so starke Wirksamkeit entfaltet", freut sich Uwe Riecken, Leiter der Abteilung für Biotopschutz und Landschaftsökologie beim Bundesamt für Naturschutz (BfN). Das Europäische Parlament forderte 2009 ebenfalls in einer vielbeachteten Entschließung die Schaffung von Wildnisgebieten; auch hier fanden sich häufig Formulierungen wie "Ökosystem-Ansätze" und "ungehindert ablaufende natürliche Prozesse".

Aber wo können sie denn nun stattfinden, die natürlichen Prozesse? Und was könnte man tun, um in Deutschland mehr Wildnis zu schaffen? Möglichst groß sollen die Gebiete sein, darüber sind die Experten einig, möglichst wenig genutzt, und möglichst vielgestaltig. "Als erhoffter Effekt von Wildnis(entwicklungs)gebieten", erklärt ein Thesenpapier des BfN, "sollen sich Landschaften einstellen, die möglichst das volle Spektrum der möglichen Entwicklungsstadien und damit eine reiche Auswahl von Habitaten für viele spezialisierte Arten, wie zum Beispiel Schreiadler, Fischotter, Moorfrosch oder im Meer den Schweinswal, aufweisen."

Solche Flächen kommen nach Lage der Dinge nur in den Nationalparks vor. In denen sieht es aber, wenn man strengere Maßstäbe anlegt, in puncto Wildnis ziemlich mau aus. "Selbst in den Kernzonen gibt es breite, Lkw-fähige Forststraßen", kritisiert Gerhard Trommer, langjähriger Professor für Umweltbildung in Frankfurt. "Das wichtigste Kriterium aber für ein Wildnisgebiet überhaupt ist die Abwesenheit von Straßen. Wildnisgebiete müssen unzerschnitten sein, und der Mensch muss sich raushalten."

Den Nationalparkverwaltungen rät Trommer, sich mehr zu trauen. "Mut zu schmalen Pfaden!" fordert er. "Kinder zeigen das am besten", sagt Trommer; "wenn Sie mit denen auf schmalen Wegen gehen, dann hüpfen die voran - weil es Lust macht und weil es immer was zu entdecken gibt. Auf den breiten Forstwegen dagegen verweigern sie sich."

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insgesamt 81 Beiträge
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1.
aquarelle 09.03.2013
Nanu, der Spiegel "klaut" schon von der Natur ;) Nun, dass Deutschland wilder werden soll, ist glaube ich nicht gerade ein Wunsch der Massen. In zahlreichen Umfragen steht der Wolf zb. immer noch als Gefährdung für Mensch und Vieh, obwohl es ein ganz großartiger Erfolg ist, dass er sich wieder in Deutschland ansiedelt. Wildnis MIT dem Menschen halte ich ebenfalls für fragwürdig, da die Natur so immer einer Störung unterliegt. Weltweit gibt es zahlreiche Naturreservate, in denen menschliche Siedlungen nur in bestimmten Zonen erlaubt sind. Und auch in Nationalparken hierzulande, verhält sich der Mensch gern wie es ihm gefällt, lässt Müll rumliegen und bleibt nicht auf den vorgesehenen Pfaden. Verlassene Truppenübungsplätze sind der beste Beweis dafür, dass die Natur wieder Einzug hält, wenn der Mensch sich völlig heraus hält.
2. Sonderbare Vorstellungen...
MS_FFM 09.03.2013
"wenn man strengere Maßstäbe anlegt, in puncto Wildnis ziemlich mau aus. "Selbst in den Kernzonen gibt es breite, Lkw-fähige Forststraßen", kritisiert Gerhard Trommer, langjähriger Professor für Umweltbildung in Frankfurt. "Das wichtigste Kriterium aber für ein Wildnisgebiet überhaupt ist die Abwesenheit von Straßen. Wildnisgebiete müssen unzerschnitten sein, und der Mensch muss sich raushalten." Aber warum sollte man so strenge Maßstäbe ansetzen? Stört der Mensch denn wirklich so sehr, wenn er sich mal blicken lässt? Macht eine einzige, dafür aber selten befahrene Strasse so viel aus? Komische, perfektionistische Maßstäbe haben die Herren Professoren. Wichtig ist doch nur, dass die biologische Vielfalt zunimmt, und die Natur in den Urwald-Parks eine solche kritische Masse einnimmt, dass sie sich selbst regulieren kann.
3. Siedlungs- und Bevölkerungsdichte optimieren
ditor 09.03.2013
Eine angemessene Anzahl halbwegs natürlich erhaltener oder renaturierter Gebiete steigert die Lebensqualität in vielerlei hinsicht. Es gilt aber nicht nur in der "Wildnis" sondern auch bei den Menschen anzusetzen. Welche Siedlungs und Bevölkerungsdichten sind optimal um möglichst viele Vorteile vereinen zu können? Es gilt langfristig zu planen.
4. Fuer den
friedenspfeife 09.03.2013
Zitat von sysopIn Deutschland soll wieder mehr Wildnis entstehen - das fordern Regierung, Naturschützer und viele Bürger. Doch Experten halten völlig unberührte Natur in Deutschland für ein Ding der Unmöglichkeit. Stattdessen fordern sie, dem Leben einfach öfter seinen Lauf zu lassen. Neue Wildnis: In Deutschland soll wieder Urwald entstehen - SPIEGEL ONLINE (http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/neue-wildnis-in-deutschland-soll-wieder-urwald-entstehen-a-887697.html)
Standarddeutschen ist unberuehrte Natur der gepflasterte oder geteerte Wanderweg mit separatem Fahrradstreifen, Unmengen von Verbotsschildern (Betreten usw. .....), alle maximal 2 Kilometer mindestens ein Restaurant oder Imbiss (wilde Natur macht ja bekanntlich Hunger), und selbstverstaendlich der gut bewachte Parkplatz fuers Auto (natuerlich nur Kleinwagen, weil die SUV Fahrer ja sowieso versuchen ueber die Wanderwege in die Wildniss zu fahren - denn wozu haben sie so ein Ding).
5. Im Grunde wäre eine richtige Wildnis
MichaelundNilma 09.03.2013
nur zu begrüßen, allein mir fehlt der Glaube an die Machbarkeit. Ich engagiere mich seit mehr als 40 Jahren im Naturschutz und ich muß leider feststellen, das es bis heute keinen gibt. Wir haben zwar alle möglichen Naturschutzgesetze aber eben nur auf dem Papier. Die größten Umweltsünder, in geschützten Gebieten, stellen neben den Bauern vor allem die Freizeitindustrie und verantwortliche verantwortungslose Behörden. Wenn es um´s Geldverdienen geht spielt bei Städten und Gemeinden der Naturschutz keine Rolle. Insbesondere bei der Ausweisung von Baugebieten in geschützten Gebieten geht hat die Umweltbehörde gegen das Baurechtsamt keine Chance. Auch Forstbeamte schwächeln oftmals deutlich beim Naturschutz. Von daher, richtige Wildnis ohne Motorsägen - und Freizeitlärm wäre schon eine tolle Sache.
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