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Tierklone in Serie: Forscher erschaffen 581 identische Mäuse

Labormäuse (Archivbild): "Keine Anhäufungen von genetischen oder epigenetischen Auffälligkeiten" Zur Großansicht
picture alliance/ landov/ Xinhua

Labormäuse (Archivbild): "Keine Anhäufungen von genetischen oder epigenetischen Auffälligkeiten"

Auch die Kopie der Kopie der Kopie ist gesund und pflanzt sich fort: Wissenschaftler haben es geschafft, eine Maus beliebig oft zu klonen. Zukünftig, so glauben sie, könnte die Technik auch zum Erhalt bedrohter Arten eingesetzt werden.

Hamburg/Cambridge - Alles begann 1996 mit einem Schaf namens Dolly - dem ersten geklonten Säugetier weltweit. Seither erblickten unter anderem geklonte Ziegen, Schweine, Hunde und Rinder das Licht der Welt. Immer wieder überraschen Forscher mit neuen Klonideen - von Mammut bis Neandertaler. Doch Dolly und ihre biotechnischen Verwandten verbindet ein Schicksal: Lebenserwartung und Fruchtbarkeit der Tiere entsprechen nicht ihren natürlich entstandenen Artgenossen. Nun berichten Forscher von einer neuen Methode, Tiere beliebig oft zu klonen und sie trotzdem gesund zu halten.

Über 25 Generationen klonten die Wissenschaftler um Teruhiko Wakayama vom RIKEN Center for Developmental Biology im japanischen Kobe eine Maus - und hatten schließlich 581 genetisch identische Tiere. Alle seien gesund und fruchtbar und brächten selbst gesunde Nachkommen zur Welt, schreiben die Forscher im Fachmagazin "Cell Stem Cell". Die Lebenserwartung der geklonten Tiere lag demnach bei etwa zwei Jahren - ähnlich wie die von natürlich entstandenen Artgenossen.

"Unsere Ergebnisse zeigen, dass es bei den Mäusen keine Anhäufungen von genetischen oder epigenetischen Auffälligkeiten gab, selbst nach wiederholtem Klonen", so Studienleiter Wakayama.

Als Klontechnik verwendete das Team den sogenannten somatischen Zellkerntransfer (SNCT), mit dem auch Dolly entstand. Bei dieser Methode wird aus einer Eizelle der Kern entfernt und durch den Kern einer Körperzelle ersetzt. Um Anomalien im Erbgut zu vermeiden, die Lebenserwartung und Fruchtbarkeit beeinträchtigen, fügten die Wissenschaftler dem Nährmedium den Stoff Trichostatin A (TSA) zu.

Dieser hemmt das Enzym Histon-Deacetylase (HDAC) und verändert damit das Ablesen des Erbguts. Damit steigerten die Forscher die Erfolgsrate ihrer Klonversuche um das Fünffache auf bis zu 25 Prozent. Eine Optimierung des Verfahrens könne es ermöglichen, Tiere vieler verschiedener Arten unbegrenzt in Serie zu klonen. "Diese Technik könnte sehr nützlich sein für die großangelegte Produktion von Tieren von hervorragender Qualität, für die Landwirtschaft oder zur Arterhaltung", so Wakayama.

jme/dpa

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1. Ich will
chip01 08.03.2013
auch ein Klon. Er kann die unliebsammen dinge tun ie arbeiten und haushalt und ich die richtige Ausgabe hat mehr zeit für die schönen dinge wie familie. Wohnen kann der im keller und zuessen gibts reis. Ein moderner Sklave
2. Begriffe im Griff
cassandros 08.03.2013
Zitat von chip01auch ein Klon. Er kann die unliebsammen dinge tun ie arbeiten und haushalt und ich die richtige Ausgabe hat mehr zeit für die schönen dinge wie familie. Wohnen kann der im keller und zuessen gibts reis. Ein moderner Sklave
Du meinst "ein Klo"? Du möchtest ein Klo? Falls du genetisch identische Lebewesen meinst, merke: Ein einzelner Organismus ist niemals ein "Klon".
3. Das Ziel der Arterhaltung...
michaelkaloff 08.03.2013
ist die Schaffung autarker Populationen. Im Gegensatz zu koordinierter Erhaltungszucht, die im Rahmen der Inzuchtvermeidung einen möglichst diversen Genpool anstrebt, kann Klonierung dues nicht leisten. Das Problem des genetischen Flaschenhalses wird nicht gemindert, die Arterhaltung wäre auf ewig an das Labor gekoppelt, eine Reproduktion in der Natur wäre langfristig fraglich.
4. Erinnert mich ein klein weing
hdudeck 08.03.2013
an das Restaurant am Ende des Universums aus Per Anhalter durch die Galaxis
5. ...
perplexus 08.03.2013
Zitat von michaelkaloffist die Schaffung autarker Populationen. Im Gegensatz zu koordinierter Erhaltungszucht, die im Rahmen der Inzuchtvermeidung einen möglichst diversen Genpool anstrebt, kann Klonierung dues nicht leisten. Das Problem des genetischen Flaschenhalses wird nicht gemindert, die Arterhaltung wäre auf ewig an das Labor gekoppelt, eine Reproduktion in der Natur wäre langfristig fraglich.
Nicht wenn die Art noch einen genügend großen Genpool hat, an dem man sich bedienen kann. Es gibt heute schon Frozen Zoos, die Erbgut bedrohter Arten einsammeln, um später damit die Spendertiere klonen zu können.
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Stichwort: Klonen
Therapeutisches Klonen
Ziel des therapeutischen Klonens ist nicht die Kopie eines Lebewesens, sondern die Erzeugung eines Embryos, aus dem maßgeschneiderte embryonale Stammzellen gewonnen werden. Mit diesen Zellen mit dem Erbgut eines Patienten wollen Mediziner einmal neues Gewebe züchten und ihm einpflanzen. Der Vorteil: Im Gegensatz zu der Transplantation eines Spenderorgans wird das gezüchtete Gewebe nicht vom Immunsystem des Empfängers abgestoßen. Die Methode beim therapeutischen ist dieselbe wie beim reproduktiven Klonen. Aus Körperzellen des Patienten wird der Zellkern mit der DNA entnommen und in eine entkernte Eizelle gespritzt. Diese entwickelt sich zu einem Embryo, aus dem nach einigen Tagen die Stammzellen gewonnen werden. Diese embryonalen Stammzellen können sich in jede beliebige Körperzelle entwickeln. Die Hoffnung der Mediziner ist, dass sie einmal jede beliebige Gewebeart, beispielsweise Herzmuskeln, Nerven oder Bauchspeicheldrüsen, züchten und damit Krankheiten wie Herzversagen, Parkinson und Diabetes heilen können.
Reproduktives Klonen
Unter reproduktivem Klonen versteht man die Herstellung eines genetisch identischen Lebewesens aus einem anderen. Dazu aus einer beliebigen Körperzelle des Lebewesens der Zellkern entnommen und in eine entkernte Eizelle der Zellkern verpflanzt. Wenn sich der Embryo nach wenigen Tagen zur sogenannten Blastozyste entwickelt hat, wird er in die weibliche Gebärmutter eingepflanzt. Reproduktives Klonen von Menschen wird von nahezu allen seriösen Forschern als unmoralisch abgelehnt und in vielen Ländern geächtet.
Die Rechtslage
In Deutschland ist das Klonen menschlicher Embryonen und die Gewinnung von Stammzellen aus ihnen verboten. In Ausnahmefällen erlaubt das Gesetz aber den Import von Stammzellen, die vor dem 1. Januar 2002 durch künstliche Befruchtung gewonnen und in Laborkulturen gelagert wurden. Einige deutsche Forscherteams dürfen inzwischen mit diesen Zellen arbeiten. In Großbritannien und Südkorea ist das therapeutische Klonen ausdrücklich erlaubt, ebenso in den USA, wo das Klonen von Embryonen aber nicht mit staatlichen Mitteln gefördert wird.


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