Nordspanien Archäologen finden 25.000 Jahre alte Felszeichnungen

Es war ein Zufallsfund: In einer Höhle im Norden Spaniens haben Forscher Felszeichnungen aus der Frühsteinzeit aufgespürt. Besonders gut erhalten sind die in rot gehaltenen Malereien allerdings nicht.


Bilbao - Um das Bilderbuch aus dem Paläolithikum zu bewundern, braucht man gute Augen, einen fachkundigen Führer und eine gehörige Portion Vorstellungsvermögen. Archäologen haben in der nordspanischen Askondo-Höhle nahe dem Örtchen Mañaria Felszeichungen gefunden, von denen sie glauben, dass sie aus der Frühsteinzeit stammen.

Forscher des Instituto Internacional de Investigaciones Prehistóricas de Cantabria (CSIC) gehen davon aus, dass die Bilder rund 25.000 Jahre alt sind. Auf ersten Fotos spanischer Medien sind auf dem Fels schwache rötliche Umrisse von Pferden und menschlichen Händen zu sehen. Besser erkennbar sind sie aber eigentlich nur auf digital nachbearbeiteten Fotos.

Eigentlich hatten Forscher in der Höhle nach alten Besiedlungsspuren gesucht. Dabei entdeckten sie die Bilder auf der Felswand. "Es war ein Zufallsfund", erklärt der Archäologe Diego Garate. "Obwohl sie stark verwittert und deswegen schwer zu erkennen sind, hat unser fachmännischer Blick uns geholfen." Man gehe davon aus, dass die Bilder etwa zur gleichen Zeit entstanden wie die berühmten Felszeichnungen von Altamira. Die mehr als 900 Darstellungen in der dortigen Höhle wurden allerdings vor rund 18.000 Jahren angefertigt.

Die Forscher wollen sich nun weiter in der Askondo-Höhle umsehen - in der Hoffnung, dort steinzeitliche Werkzeuge zu finden. Nach bisherigem Kenntnisstand ist die Region seit 35.000 Jahren besiedelt. Die Höhle wird seit 1912 untersucht, bisher waren die Bilder auf dem Fels aber nicht beachtet worden.

chs/Reuters

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