Australien Extrem seltener Omurawal gestrandet

Erst neun Mal wurde die Art bislang überhaupt gesehen. Jetzt ist in Australien ein seltener Omurawal gestrandet. Forscher wollen die Gelegenheit nutzen, um die Lebensweise der bedrohten Tiere genauer zu erforschen.

Tote Seltenheit: Omurawal am Strand bei Exmouth
Geof Parry/ Channel 7 Perth

Tote Seltenheit: Omurawal am Strand bei Exmouth


In Australien ist ein extrem seltener Wal gestrandet und weckt nun das Interesse der Wissenschaftler. Der tote Omurawal wurde nach einem Tropensturm an einem abgelegenen Strand bei Exmouth an der Westküste, 1200 Kilometer nördlich von Perth gefunden, wie das Umweltministerium des Bundesstaates Westaustralien mitteilte. Es handele sich um ein weibliches, knapp 5,60 Meter langes Jungtier.

Es sei erst das zweite Mal, dass ein Omurawal in Australien gesichtet worden sei, teilte das Amt mit. Westaustraliens Umweltminister Albert Jacob sagte, der Fund sei sehr bedeutsam - nicht nur für die örtlichen Forscher, sondern für Wissenschaftler weltweit.

Tatsächlich ist der Omurawal noch wenig erforscht. Die Walart ist 2003 zum ersten Mal wissenschaftlich beschrieben worden. Lange waren die Tiere für kleine Brydewale gehalten worden. DNA-Tests zeigten dann aber, dass es sich um eine eigene Art handelt.

Weltweit nur neun Exemplare untersucht

Omurawale haben schlanke Körper und eine hohe, sichelförmige Rückenflosse. Zudem weisen sie eine besondere Schädelform auf. Über die Lebensweise der Tiere ist wenig bekannt. Man weiß aber, dass sie zu den Bartenwalen gehören, die sich typischerweise von Plankton und Krill ernähren. Ihre Nahrung filtern sie mit den sogenannten Barten, Hornplatten im Maul, aus dem Wasser.

Furchenwale wie der Omurawal besitzen außerdem einen dehnbaren Kehlsack, den sie mit Wasser fluten. Sie haben weniger Barten als andere Arten. Weltweit sind nach Angaben der Weltnaturschutzunion (IUCN) nur neun Exemplare je untersucht worden. Es gibt keine Schätzungen über die Zahl der Tiere. Die Weltnaturschutzunion IUCN führt sie auf der Roten Liste der gefährdeten Arten.

jme/dpa/AFP

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