Philippinen Tausende fliehen vor möglichem Ausbruch des Mayon

Rotglühende Lava fließt den Vulkan Mayon hinab. Ein Ausbruch könnte kurz bevorstehen. Die Behörden auf den Philippinen warnen auch vor Schlamm- und Schuttlawinen.

Lava fließt aus dem Mayon
AP

Lava fließt aus dem Mayon


Auf den Philippinen sind Tausende Menschen aus der Gefahrenzone des Vulkans Mayon geflohen. Vulkanologen warnten, dass ein Ausbruch möglicherweise unmittelbar bevorstehe.

Der Vulkan habe schon mehrfach Rauch ausgespuckt, in den vergangenen 24 Stunden sei der Berg zudem von Erdstößen und Steinschlägen erschüttert worden. Der Krater des Vulkans war am Morgen glühend rot. Aufnahmen zeigen Lava, die den Hang entlang herabfloss.

Der Zivilschutz forderte mehr als 12.000 Menschen auf, das Gefahrengebiet in einem Radius von sieben Kilometern um den Vulkan zu verlassen. "Es ist für Familien gefährlich, in dem Gebiet zu bleiben und Asche einzuatmen", sagte der örtliche Chef des Zivilschutzes, Claudio Yuco. Weil es in der vergangenen Woche viel geregnet habe, könne ein Vulkanausbruch zudem gefährliche Schlamm- und Schuttlawinen auslösen.

Starke vulkanische Aktivität

Die Philippinen liegen auf dem sogenannten Pazifischen Feuerring mit besonders starker vulkanischer Aktivität. In dem Gebiet treffen verschiedene Platten der Erdkruste aufeinander. Der 2460 Meter hohe Mayon ist einer der aktivsten Vulkane der Inselgruppe. Er liegt rund 330 Kilometer südöstlich der philippinischen Hauptstadt Manila. Seit 1616 ist der Vulkan rund 50-mal ausgebrochen.

Im Jahr 1814 waren bei einem Ausbruch des Vulkans mehr als 1200 Menschen gestorben, als Lava die Stadt Cagsawa nahe dem Vulkan unter sich begrub. Bei einem weiteren Ausbruch 1993 starben 79 Menschen. Im Mai 2013 kamen vier ausländische Touristen, darunter auch zwei Deutsche, und ihr einheimischer Fremdenführer ums Leben. 2014 floss zuletzt Lava aus dem Berg, 63.000 Menschen mussten fliehen.

brt/dpa



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