Fund in Frankreich Riesige Fußspuren führen zu 35-Meter-Dinosaurier

Es sind die größten bisher gefundenen Fußspuren: Ein Dinosaurier hinterließ vor 150 Millionen Jahren im französischen Jura seine Abdrücke. Forscher haben daraus Größe und Gewicht des Giganten errechnet.

Patrick Dumas/ CNRS

Die Fußspuren des Dinosauriers sind teils mehr als einen Meter breit und damit die größten bisher entdeckten der Welt. Französische Wissenschaftler haben jetzt eine Studie dazu vorgelegt, welches Tier den prähistorischen Trampelpfad verursacht hat.

Die Spuren wurden 2009 bei Plagne nahe Lyon in Frankreich entdeckt. Nach weiteren Ausgrabungen wurde klar, dass sie zu einer auf mehr als 155 Meter Länge erhalten gebliebenen Dino-Fährte gehören, was ebenfalls bisher weltweit einmalig ist.

Vor 150 Millionen Jahren müsse dort ein mindestens 35 Meter langer und mindestens 35 Tonnen schwerer Dinosaurier durch das heutige Jura-Gebirge gestapft sein, berichten die Forscher im Fachjournal "Geobios" .

Schrittlänge von 2,80 Metern

Die Wissenschaftler des französischen Forschungsinstituts CNRS hatten die bisher gesammelten Daten zu den Spuren und zum Umgebungsgestein analysiert und daraus auf den Verursacher der gigantischen Fußabdrücke geschlossen.

Sie errechneten, dass der Dinosaurier mit 2,80 Meter Schrittlänge und rund vier Kilometern pro Stunde unterwegs war - langsamer als viele Fußgänger. Der Saurier erhielt den Namen Brontopodus plagnensis.

Zu seinen Lebzeiten müsse das seichte, warme Meer in der Region von zahlreichen Inseln und Landbrücken durchzogen gewesen sein, die den Pflanzenfressern ausreichend Nahrung boten, schreiben die Forscher.

Fundort soll wieder zugänglich gemacht werden

Dino-Fans müssen sich noch gedulden, bis sie die Fährten selbst in Augenschein nehmen können. 2015 und 2016 hatte man den Fundort bei Plagne während der Sommersaison noch für Besucher zugänglich gemacht.

Doch weil der Zustand mancher Fußspuren sich verschlechterte und es zu teuer war, die provisorische Winter-Abdeckung jedes Jahr wieder zu entfernen, wurde er fürs Erste geschlossen.

Nun sollen Spezialisten zunächst die Abdrücke dauerhaft schützen und den Ort für Besucher herrichten. Diese Arbeiten sollen nach Angaben der örtlichen Behörden spätestens 2019 ausgeführt werden.

brt/dpa

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