Hamburg/Mexiko-Stadt - Mexiko in Alarmbereitschaft: Wegen des Ausbruchs des Vulkans Popocatépetl bereiten sich die Behörden auf eine mögliche Evakuierung der umliegenden Dörfer vor. Der 5452 Meter hohe Berg, der sich rund 60 Kilometer südöstlich von Mexiko-Stadt befindet, hat am Freitag große Asche- und Dampfwolken in die Luft geschleudert.
Für den Fall einer größeren Eruption seien Fluchtrouten festgelegt sowie Rettungswagen und Notunterkünfte bereitgestellt worden, hieß es von Behördenseite. Eine massive Erschütterung würde nach Ansicht von Experten einen Ascheregen über Mexiko-Stadt niedergehen lassen, direkt bedroht wäre die Bevölkerung nicht. Allerdings könnten Zehntausende Menschen, die in Dörfern direkt am Vulkan leben, zur Flucht gezwungen werden.
Schon in der Nacht zu Mittwoch hat der Vulkan, den die Mexikaner liebevoll "El Popo" nennen, kleinere Mengen Wasserdampf, Gase und Asche ausgestoßen. Außerdem, so das Nationale Zentrum für Katastrophenschutz (Cenapred), seien zu diesem Zeitpunkt bereits leichte Erderschütterungen zu spüren gewesen.
Der Popocatépetl - was "rauchender Berg" in der Sprache der Azteken bedeutet - ist seit Ende 1994 aktiv und stößt in regelmäßigen Abständen Gase, Sand, Asche und manchmal auch glühende Steine aus. Bei einer besonders heftigen Explosion schleuderte er im Juni 1997 Aschepartikel bis ins Zentrum der mexikanischen Hauptstadt und legte sogar den internationalen Flughafen lahm.
cbu/dapd
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